Bereits vor einigen Jahren hat Lumapower die LM-Serie aufgelegt, die recht erfolgreich war. Aufgrund der Fokussierung auf die neueren Produktlinien wie IncenDio, TRUST oder MRV wurde die LM-Serie jedoch ein wenig stiefmütterlich behandelt, und die Weiterentwicklung wurde zugunsten der anderen Modelle zurückgestellt. Nun lässt Lumapower die LM-Serie jedoch wieder aufleben, und zwar in Form von günstigen Modellen im Budget-Segment. Alle Features basieren auf der Original-LM-Taschenlampe, sie wurden jedoch modernisiert. In diesem Zusammenhang möchte ich gleich noch auf einen Punkt hinweisen, der mir wichtig erscheint: Budget bedeutet in diesem Kontext nicht, dass die Produktqualität wesentlich schlechter ist, sondern dass einfach auf kostentreibende Faktoren wie eine topmoderne LED vom Schlage einer CREE XM-L-LED oder auf weitere Elektronik wie einen Mode Memory verzichtet wird. Das Ergebnis sind Taschenlampen, die nicht alle Gimmicks wie die höherpreisigen Modelle bieten, aber qualitativ in der Regel genauso gut sind. Schließlich gibt es auch Käufer, für die es einen großen Unterschied macht, ob eine Taschenlampe 60 Euro oder 35 Euro kostet, und nicht für jeden Einsatzbereich benötigt man auch tatsächlich immer das Premium-Modell mit einem großen Sack voll Features. So, nun aber zurück zum Thema. Was ist neu bei der LM-Serie?
Die LM-Serie besteht aus folgenden vier Taschenlampen:
Laufzeiten und Leuchtmodi a) Laufzeit LM21 Laufzeit: Bis 50% der Akku-/Batterie-Kapazität (NiMH/Alkaline)
b) Laufzeit LM31 Laufzeit: Bis 50% der Akku-/Batterie-Kapazität (NiMH/Alkaline)
c) Laufzeit LM32 Laufzeit: Bis 50% der Akku-/Batterie-Kapazität (NiMH/Alkaline)
d) Laufzeit LM33 Laufzeit: Bis 50% der Akku-/Batterie-Kapazität (CR123A)
Technische Details a) Lumapower LM21
b) Lumapower LM31
c) Lumapower LM32
d) Lumapower LM33
Das User Interface (UI) wurde bewusst simpel gehalten und verzichtet vollständig auf SOS und Strobe. Es besteht aus drei Leuchtstufen (Low, Medium und High) und startet immer im Low Mode. Bleibt eine Taschenlampe aus der LM-Serie länger als 1,5 Sekunden aus, dann schaltet sie automatisch wieder auf den Low Mode um. Bei der Anodisierung kommt Type III zum Einsatz, farblich entspricht die neue LM-Serie der IncenDio V3U. Die erste Lieferung wird voraussichtlich Ende nächster Woche bei uns eintreffen, so dass ich die neue LM-Serie im Rahmen eines Reviews vorstellen kann. Die Preise für die LM-Taschenlampen gebe ich bekannt, sobald ich die endgültige Preiskalkulation fertig habe – sie werden sich aber nach jetzigem Stand im Bereich unterhalb von 35 Euro bewegen. |
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Review: ThruNite T20 und ThruNite T10
Einführung Mit der T-Serie hat ThruNite ein paar interessante Taschenlampen im Portfolio, von denen ich heute die EDC-Taschenlampen ThruNite T10 und ThruNite T20 vorstellen möchte. Beide Modelle sind anstelle einer XM-L-LED (wie sie bei der Neutron-Serie zum Einsatz kommt) mit einer XP-G R5-LED ausgestattet, die noch lange nicht zum alten Eisen gehört, sondern nach wie vor ihre Daseinsberechtigung hat. Insbesondere die ThruNite T20 finde ich sehr faszinierend, doch dazu später mehr. Was die kleinen Leuchtzwerge so leisten, möchte ich in meinem Review näher erläutern. Wie immer gilt: Alle Angaben wie Lumen, Laufzeiten usw. sind Herstellerangaben, die ich nicht selber überprüft habe. Lieferumfang Beide Taschenlampen kommen in der typischen grauen ThruNite-Verpackung der T-Serie daher. Neben den Taschenlampen befinden sich jeweils noch eine Bedienungsanleitung sowie O-Ringe und ein Schlüsselring im Lieferumfang. Erster Eindruck Klein, aber fein. Das Knurling der beiden Lämpchen ist gut und sorgt für einen sicheren Halt in der Hand. Wie ich eingangs schon erwähnte, hat mich die ThruNite T20 besonders fasziniert: Mit nur 6,3 cm Länge erzeugt dieser Leuchtwinzling ausgezeichnete 185 ANSI-Lumen! Hier sollte man allerdings den Hinweis des Herstellers beachten und die T20 nach Möglichkeit nur mit CR123A-Primärzellen mit 3V anstelle von 16340-Akkus betreiben, da sich die ThruNite T20 ansonsten bei Akkubetrieb zu stark erhitzt – rein technisch betrachtet ist der Betrieb mit Akkus natürlich möglich. Das gleiche gilt auch für die ThruNite T10, die zwar mit einem 14500-Akku betrieben werden kann – ThruNite weist jedoch auch hier wieder auf die starke Wärmeentwicklung bei Betrieb mit einem 14500-Akku hin. Diese Einschränkung ist für mich nicht weiter tragisch, denn zum einen untersagt ThruNite nicht ausdrücklich den Betrieb mit Akkus, und zum anderen werden EDC-Taschenlampen in dieser Größe nicht dazu verwendet, um nachts beim Gassigehen mit dem Hund über einen längeren Zeitraum hinweg den Weg auszuleuchten. Nach meiner Erfahrung sind solche Lämpchen am Schlüsselbund tatsächlich bestens aufgehoben, um bei Bedarf möglichst viel Licht für einen kurzen Zeitraum zu erzeugen. Wer jedoch lieber auf der sicheren Seite sein möchte, der verwendet einfach entsprechende Batterien.
Verarbeitung Die Verarbeitung beider Taschenlampen ist gut gelungen und gibt keinen Anlass zur Klage. Bei meinen Review-Exemplaren waren die LEDs sauber zentriert und die Gewinde ordentlich geschnitten. Mit den mitgelieferten Schlüsselringen lassen sich beide Taschenlampen gut an einem Schlüsselbund oder am Autoschlüssel andocken.
Bedienung Beide Modelle werden komplett über das Drehen des Lampenkopfes gesteuert. Leuchtmodi und Laufzeiten ThruNite T10
Leuchtmodi und Laufzeiten ThruNite T20
Meiner Meinung nach sind die Leuchtmodi für eine EDC-Taschenlampe gut abgestuft. Insbesondere der Firefly-Mode mit nur 0,09 Lumen sorgt nicht nur für lange Laufzeiten, sondern auch für die Erhaltung der Nachtsichtfähigkeit, wenn man im Dunklen mal schnell etwas nachschauen oder ablesen möchte – das dann allerdings aus nächster Nähe, denn für alles andere ist der Firefly-Mode wiederum zu schwach.
Technische Details T10
Technische Details T20
Luxmessung Generell ist eine Luxmessung bei größeren Taschenlampen aus meiner Sicht sinnvoller, inbesondere bei Throwern. Um aber einfach die Unterschiede zwischen Akku- und Batteriebetrieb zu veranschaulichen, habe ich beide Taschenlampen mit folgenden Konfigurationen gemessen: a) T10 mit Mignon-Batterie: 1200 Lux@1m b) T10 mit eneloop NiMH-Akku: 1100 Lux@1m c) T10 mit 14500-Akku: 2200 Lux@1m d) T20 mit CR123A-Primärzelle 3V: 2700 Lux@1m e) T20 mit 16340-Akku 3.7V: 2900 Lux@1m Pro und Contra + Qualitativ gute Verarbeitung – Kein Wegrollschutz
Leuchtcharakteristik Dass die beiden Lampen keine Thrower mit 200 Meter Reichweite sind, dürfte angesicht der geringen Größe des Reflektors klar sein. Sie sind aber beide sehr gut für die Ausleuchtung des Nahbereichs geeignet, die T20 kann hier aufgrund ihrer höheren Leuchtkraft von 185 ANSI-Lumen vs. 115 ANSI-Lumen sogar einen kleinen Reichweitenvorteil für sich verbuchen. Beamshots Alle Beamshots wurden im Modus High mit frisch geladenen Akkus aufgenommen. a) ThruNite T20 mit 16340-Akku a) ThruNite T10 mit 14500-Akku Video Ein Video aus unserer Serie Helle Taschenlampen@Night zeigt die ThruNite T10 und die ThruNite T20 beim nächtlichen Einsatz: ThruNite T10 nightly video review
ThruNite T20 nightly video review
Fazit Mit der T10 und der T20 hat ThruNite zwei richtig schicke kleine EDC-Taschenlampen auf den Markt gebracht, die aus meiner Sicht ein gelungenes Preis-/Leistungsverhältnis bieten. Beide Lämpchen kann ich mir gut in Szenarien wie nächtliche Fahrzeugkontrollen (Papiere lesen ohne Verlust der Doch nicht nur dort sind diese beiden kompakten Taschenlampen einsetzbar, sondern auch für den Einsatz als Schlüsselbundlampe geradezu prädestiniert: Sind sind kompakt, ausreichend hell für die meisten Einsatzbereiche und verzichten vollständig auf unnützes Geblinke. Ich habe beide EDC-Taschenlampen mit sämtlichen Batterien und Akkus getestet, die dazu kompatibel sind; mein persönliches Fazit lautet deshalb, dass man Lithium-Ionen-Akkus sehr wohl einsetzen kann, allerdings hängt dies stark von der Nutzungsdauer und den Umgebungsbedingungen (Winter/Sommer) ab. Bezugsquelle Die ThruNite T10 und die ThruNite T20 sind im MSITC Shop erhältlich. |
Review: Xeccon M6 XM-L 800 Lumen max.
Einführung Zu einigen Xeccon-Taschenlampen habe ich bereits letztes Jahr ein Review verfasst, deshalb fasse ich mich an dieser Stelle kurz: Xeccon produziert Taschenlampen in einer Qualität, die sich sehen lassen kann. Mit der neuen M6 hat Xeccon nun (endlich) eine Taschenlampe auf den Markt gebracht, die sich dank CREE XM-L-LED auf dem aktuellen Stand der LED-Technik befindet. Wie sich die Xeccon M6 mit 800 Lumen max. und Betrieb mit drei 18650-Akkus in der Praxis so schlägt, werde ich in diesem Review vorstellen. Lieferumfang Öfter mal neues: Das scheint die Devise bei Xeccon zu sein, wenn es um die Verpackung geht. Nachdem die Xeccon M3A, Xeccon M3B sowie die Xeccon M1 in der Zwischenzeit eine ordentliche Verpackung spendiert bekommen haben, wird die Xeccon M6 in einem spartanischen Stück Schaumstoff ausgeliefert, das neben der Taschenlampe nur noch ein Lanyard enthält. Von Xeccon wurde mir mitgeteilt, dass noch an einer ansprechenderen Verpackung gefeilt wird.
Erster Eindruck Für die Xeccon M6 gilt prinzipell das gleiche, was ich auch schon in meinem Review zu den Xeccon-Modellen M1, M3A und M3B an dieser Stelle gesagt habe: Auch die M6 bietet eine gediegene Produktqualität. Obwohl die Xeccon M6 mit drei 18650-Akkus betrieben wird, ist sie mit einer Länge von 16,4 cm und einem Durchmesser von 6 cm immer noch recht kompakt. Wie bei den "kleineren" Modellen erfolgt auch hier die Bedienung über einen Selektorring am Lampenkopf, und zwar in der Reihenfolge Low – Mid – High – Strobe – SOS. Ach ja, ein- und ausgeschaltet wird die Xeccon M6 ebenfalls über den Selektorring. Die 800 Lumen sind natürlich helligkeitsmäßig nochmal ein anderes Kaliber, und das macht sich bei einem direkten Vergleich mit der Xeccon M3A oder der Xeccon M3B bemerkbar. Apropos Helligkeit: Der ein oder andere wird sich an dieser Stelle mit Sicherheit fragen, warum die Xeccon M6 "nur" 800 Lumen mit drei 18650-Akkus erreicht. Das ist schnell erklärt, denn Xeccon vertritt hier den Standpunkt, dass weniger manchmal mehr sein kann. Sicher gibt es auch andere Lampen in ähnlicher Größe, die mehr Lumen erreichen, aber für Xeccon geht in diesem Fall die Betriebssicherheit vor – natürlich wird auch die Xeccon M6 heiß, wenn man sie längere Zeit im High Mode betreibt, aber mit 800 Lumen maximal ist das nicht ganz so extrem, wie wenn die Xeccon-Ingenieure der Lampe deutlich über 1000 Lumen spendiert hätten. Verarbeitung Die Verarbeitung ist bei der Xeccon genauso gut wie bei allen bislang von mir getesteten Xeccon-Lampen. Auch bei der Xeccon M6 sind die Gewinde ordentlich geschnitten, und das Akku-Magazin macht einen stabilen Eindruck. Der Selektorring lässt sich ohne große Verrenkungen notfalls auch mit einer Hand bedienen und drehen. Im Vergleich mit den Modellen M3A, M3B oder M1 läuft der Selektorring etwas geschmeidiger. Akkus lassen sich in den mitgelieferten Akku-Käfig problemlos einlegen, allerdings funktionieren Akkus mit Flathead damit nicht. Der Betrieb mit Top Cap-Akkus ist hingegen kein Problem, getestet habe ich die Xeccon M6 mit Akkus von Cytac. Größenvergleich: Links Xeccon M6, rechts Niteye EYE-30 Bedienung Die Bedienung erfolgt vollständig über den Selektorring. Mit einer Drehung nach rechts wird die Xeccon M6 eingeschaltet, anschließend können der Reihe nach die Modi Low, Mid und High sowie Strobe und SOS ausgewählt werden. Glücklicherweise liegen die beiden Blink-Modi am Ende der Schaltsequenz, so dass sich nicht versehentlich aktiviert werden können, vorausgesetzt, der Selektorring wird nicht zu schnell gedreht. Die aktuelle Position wird durch eine Einkerbung am Selektorring markiert.
Leuchtmodi und Laufzeiten
Ein kurzer Hinweis noch zur mittleren Stufe: Xeccon gibt dafür 350 Lumen an, nach meinem subjektiven Empfinden dürften es aber tatsächlich mehr sein – ich tippe mal auf ca. 500 Lumen, da der Helligkeitsunterschied zwischen High und Mid nicht mehr so groß ist. Technische Details
Luxmessung Mit frisch geladenen Akkus habe ich 32200 Lux@1m gemessen.
Pro und Contra – Verpackung und Zubehör sind etwas dürftig Leuchtcharakteristik Hier hat mich die Xeccon M6 tatsächlich angenehm überrascht. Nachdem ich zunächst die Herstellerangaben gelesen hatte, war ich eher weniger geneigt, der angegebenen Reichweite von 350 Meter Glauben zu schenken, denn der Reflektor der M6 sah zunächst nicht nach einem echten Thrower-Reflektor aus. Bei meinen Beamshots sowie beim Videodreh musste ich mich dann aber eines besseren belehren lassen, denn trotz der relativ geringen Tiefe des Reflektors (im Vergleich mit anderen Throwern) ist die Reichweite beachtlich, wobei die 800 Lumen in der höchsten Stufe natürlich ihren Teil dazu beitragen. Die Xeccon M6 hat einen konzentrierten Spot, der jedoch nicht so extrem wie bei anderen Throwern ausgeprägt ist – insofern ist auch über eine größere Entfernung hinweg eine saubere Ausleuchtung möglich. Beamshots Alle Beamshots wurden im Modus High mit frisch geladenen Cytac 18650 2900 mAh-Akkus aufgenommen. Video Ein Video aus unserer Serie Helle Taschenlampen@Night zeigt die Xeccon M6 beim nächtlichen Einsatz: Xeccon M6 at night
Fazit Schön, dass Xeccon die M-Serie endlich um ein CREE XM-L-basiertes Modell erweitert hat. Die Steigerung der maximalen Helligkeit im Vergleich mit der Xeccon M3A oder der Xeccon M3B ist deutlich sichtbar, wobei diese Helligkeit natürlich nur mit Lithium-Ionen-Akkus realisiert werden kann. Für die Hosentasche ist die Xeccon M6 zu groß, aber für die Jackentasche würde ich sie noch als kompakten Thrower mit einer guten Reichweite von ca. 350 Metern und genug Sidespill zur Ausleuchtung des nahen und mittleren Umfeldes durchgehen lassen. Dank Selektorring geht die Bedienung der Lampe sehr einfach vonstatten und katapultiert die M6 damit in die Riege der leicht zu bedienenden Lampen: Alle Funktionen (Auswahl der Leuchtmodi sowie ein- und ausschalten) werden komplett über den Selektorring gesteuert, einen Clicky am Lampenende gibt es nicht. Für die gebotene Leistung von 800 Lumen ist das Preis-/Leistungsverhältnis aus meiner Sicht akzeptabel, zumal sich die Xeccon M6 sowohl qualitativ als auch leistungsmäßig nicht hinter anderen Taschenlampen verstecken muss. Einzig der Low Mode ist mit 200 Lumen heller als das, was man sich gemeinhin unter Low Mode vorstellt. Wer damit jedoch kein Problem hat, der erhält mit der Xeccon M6 eine recht ordentlich verarbeitete helle Taschenlampe mit hoher Reichweite. Bezugsquelle |
Review: Niteye K1 Tactical Pen
Einführung Heute reviewe ich ausnahmsweise keine Taschenlampe, sondern einen Tactical Pen von Niteye. Nachdem mich die Niteye EYE-30 schon absolut überzeugen konnte, war es naheliegend, auch die restlichen Produkte der Firma Niteye in Augenschein zu nehmen, und ich kann bereits an dieser Stelle schon sagen, dass der Niteye Tactical Pen K1 ebenfalls ein sehr schönes Stück Hardware ist, doch dazu gleich mehr. Der K1 ist in zwei Farben erhältlich (Desert und Army Grey), ansonsten sind beide Versionen technisch absolut identisch.
Tactical Pen – was ist das denn? Da der ein oder andere wahrscheinlich mit dem Begriff Tactical Pen eher weniger anfangen kann geschweige denn schon mal einen in der Hand gehabt hat, möchte ich an dieser Stelle zunächst etwas weiter ausholen. Ein Tactical Pen (oder auf gut deutsch: ein taktischer Stift) kann durchaus als multifunktionales "Werkzeug" betrachtet werden. Viele Hersteller von Tactical Pens werben damit, dass ihre Stifte hauptsächlich für den Einsatz im militärischen Bereich entwickelt wurden, und hier werden deutlich andere Anforderungen als im zivilen Bereich gestellt. Die meisten Tactical Pens sind hinsichtlich ihrer Robustheit ihren "zivilen" Pendants deutlich überlegen. Anodisierung nach HA Type III oder ein Gehäuse aus strapazierfähigem Flugzeugaluminium sind die Zutaten, die in der Tactical Pen-Küche zum Einsatz kommen. Wenn geeignete Minen verwendet werden, dann funktionieren diese Stifte auch unter Wasser oder in Temperaturbereichen, in denen der Mensch wahrscheinlich vorher den Betrieb einstellt. Last but not least dienen Tactical Pens noch einem weiteren Einsatzbereich, und zwar der Selbstverteidigung. Das mag sich zunächst etwas sonderbar anhören, wer jedoch selber eine Kampfkunst trainiert, weiß, wie effektiv ein sog. Kubotan sein kann. Dabei geht es nicht darum, einem Angreifer gegenüber den Tactical Pen wie ein Messer zu benutzen, sondern vielmehr Nervendruckpunkte oder vitale Punkte am Körper des Angreifers zu treffen. Ich will das an dieser Stelle nicht weiter ausführen, nur so viel dazu: Es versteht sich natürlich von selbst, dass ein Tactical Pen auch dementsprechend stabil sein muss, wenn man ihn für derartige Zwecke einsetzen möchte.
Verpackung und Zubehör Der Niteye K1 Tactical Pen wird in einer ordentlichen Geschenkbox mit einer kurzen englischen Beschreibung ausgeliefert.
Erster Eindruck Nicht schlecht, Herr Specht. Der Niteye Tactical Pen K1 ist meines Erachtens genauso wertig wie die Niteye EYE-30. Er liegt nicht nur gut in der Hand, sondern sieht darüber hinaus auch sehr edel und hochwertig aus. Der Druckknopf mit einer Beschichtung aus 24-karätigem Gold harmoniert besonders gut mit der K1 in Army Grey.
Praxistauglichkeit Um mir von der Praxistauglichkeit des Niteye K1 ein Bild machen zu können, habe ich einen Unterwasser-Test durchgeführt, d.h. ich habe den K1 in eine mit Wasser gefüllte Tupperdose geworfen und ihn dort 15 Sekunden liegen lassen, um zu sehen, ob er hinterher noch einwandfrei schreibt. Das Ergebnis kann im nachfolgenden Video bewundert werden: Niteye K1 Tactical Pen Unterwasser-Test
Technische Details
Fazit Natürlich hat die Firma Niteye den Tactical Pen nicht erfunden, sie hat aber auf jeden Fall mit dem K1 ein sehr schönes und überzeugendes Exemplar auf den Markt gebracht. Man muss nicht unbedingt Mitglied der Green Berets oder der Navy Seals sein, um diesen taktischen Kugelschreiber sinnvoll nutzen zu können – er sieht meiner Meinung nach elegant genug aus, um ihn auch als Business Pen einsetzen zu können, ohne dass man ihm sofort ansieht, welchen Zwecken er sonst noch dienen kann. Auch als Geschenk macht er sich sehr gut, zumal das Preis-/Leistungsverhältnis aus meiner Sicht überzeugend ist. Bezugsquelle Der Niteye Tactical Pen K1 ist im MSITC Shop erhältlich. http://www.msitc-shop.com/outdoor/niteye-k1-tactical-pen-farbe-army-grey/a-539/ http://www.msitc-shop.com/outdoor/niteye-k1-tactical-pen-farbe-desert/a-538/ |
Ab sofort im MSITC Shop erhältlich: Niteye K1 Tactical Pen
Dass Niteye nicht nur hervorragende Taschenlampen bauen kann, haben sie bereits mit der Niteye EYE-30 eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Mit dem Tactical Pen K1 hat Niteye nun einen taktischen Kugelschreiber auf den Markt gebracht, der sich vor anderen Tactical Pens nicht zu verstecken braucht. Der Niteye K1 ist präzisionsgefertigt und liegt mit seinem ergonomischen Design sehr gut in der Hand.
Durch die hochwertige Verarbeitung und die stabile Konstruktion ist der Niteye Tactical Pen K1 nicht nur ein sehr elegantes und außergewöhnliches Geschenk, sondern kann im Notfall sogar zur Selbstverteidigung benutzt werden, indem man ihn als Kubotan verwendet. Darüber hinaus fühlt sich der Tactical Pen K1 auch in allen Situationen wohl, in denen es etwas rauher zugeht und bei denen dennoch eine sichere Funktionsfähigkeit Voraussetzung ist, z.B. im militärischen Umfeld. Der Niteye K1 Tactical Pen ist im MSITC Shop erhältlich. |
Produktankündigung: XTAR S1 und XTAR TZ58
Voraussichtlich in der ersten März-Woche sind die neuen Modelle S1 und TZ58 von XTAR im MSITC Shop verfügbar. Während die XTAR S1 mit drei CREE XM-L-LEDs und max. 2800 Lumen eher Richtung Search and Rescue-Taschenlampe tendiert, wird die XTAR TZ58 mit zwei 16340-Zellen oder einem 18650-Akku betrieben und bietet zwei Leuchtmodi (High/Low) sowie einen Strobe-Mode, die über einen Selektorring ausgewählt werden können. Als LED kommt bei der XTAR TZ58 eine CREE XM-L U2-LED zum Einsatz, sie liefert im Modus High max. 800 Lumen (Herstellerangabe). Ein Review zu beiden Taschenlampen ist geplant und wird nach Verfügbarkeit der XTAR S1 sowie der XTAR TZ58 veröffentlicht. |
Review: Niteye EYE-30 3 x XM-L U2 max. 2000 Lumen
Einführung Nahezu wöchentlich tauchen neue Hersteller auf der Bildfläche auf und verschwinden mitunter ebenso schnell wieder, wie sie gekommen sind. Richtig interessante Neuheiten sind jedoch eher spärlich gesäht, und deshalb ist es mir ein umso größeres Vergnügen, heute einen richtigen Kracher vorstellen zu können. Die Rede ist von der Niteye EYE-30, einer Taschenlampe, die bei vielen Flashaholics ein starkes Kaufverlangen auslöst, und das nicht umsonst. Warum das so ist und was dieser kompakte Lichtkraftprotz sonst noch an Besonderheiten zu bieten hat, werde ich in diesem Review vorstellen. Die EYE-30 gibt es übrigens in zwei Ausführungen, die sich technisch jedoch nicht voneinander unterscheiden. Der Unterschied zwischen den beiden Lampen ist eher marginal: Während die Conventional Edition einen Selektorring aus Aluminium besitzt, kommt die Special Edition mit einem Selektorring aus rostfreiem Edelstahl daher und kostet dafür 10 Euro mehr. Wie immer gilt: Alle Angaben (bis auf die Luxmessung) wie Lumen oder Laufzeiten sind Herstellerangaben, die ich nicht selbst verifiziert habe. Verpackung und Zubehör Es gibt nur wenige Taschenlampen in dieser Leistungsklasse, die in einer adäquaten Verpackung ausgeliefert werden. Umso erfreulicher ist die Tatsache, dass Niteye sich hier an anderen Herstellern wie Olight ein Beispiel genommen hat und die EYE-30 stilecht in einem kleinen Alukoffer an den Mann bzw. die Frau bringt. In diesem Koffer lässt sich die EYE-30 mitsamt Zubehör gut und geschützt transportieren, doch dazu später noch mehr. Im Lieferumfang der Lampe ist folgendes enthalten:
Erster Eindruck Ich habe schon viele Taschenlampen in den Händen gehabt, die alle ein mehr oder weniges großes "Habenwollen!"-Gefühl ausgelöst haben, und die Niteye EYE-30 macht hier keine Ausnahme. Ganz im Gegenteil: Die Niteye EYE-30 kombiniert einige Faktoren, die nicht nur gestandenen Flashaholics das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Angefangen beim Design mit den drei CREE XM-L U2-LEDs, die entfernt an eine Gatling Gun erinnern, bis hin zu einer sehr guten Leuchtleistung von 2000 Lumen max. verbunden mit einer noch akzeptablen Größe sowie einer Akku-Ladestandanzeige und einer Ladebuchse zum Laden der Akkus in der Taschenlampe bringt die Niteye EYE-30 alles mit, was des Flashaholics Herz begehrt. Die Niteye EYE-30 wird mit vier Lithium-Ionen-Akkus vom Typ 18650 betrieben, worauf ich später noch näher eingehen werde, denn hier gilt es einige wichtige Punkte zu berücksichtigen. Um den aktuellen Akkuzustand darzustellen, besitzt die EYE-30 eine Akku-Ladestandanzeige, die bei jedem Moduswechsel kurz aktiviert wird – leuchten alle Segmente, dann sind die Akkus ganz aufgeladen. Verringert sich hingegen die Anzahl der leuchtenden Segmente, dann lässt die Akkukapazität nach – falls nur noch ein Segment leuchtet, dann müssen die Akkus geladen werden. Auf diese Art und Weise kann man schnell in Erfahrung bringen, ob die Akkus noch voll sind oder ins Ladegerät zum Betanken müssen. Darüber hinaus besitzt die EYE-30 noch einen Ladebuchse zum Anschluss an ein Ladegerät. Falls sich nun jemand fragt, wie diese Ladebuchse ohne Schutzabdeckung zu der beworbenen Wasserdichtigkeit nach IPX-8 kompatibel ist: Laut Niteye (ich habe extra nachgefragt) wurde ein 30-minütiger Dichtigkeitstest durchgeführt, bei dem kein Wasser in die bzw. durch die Ladebuchse eingedrungen ist. An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass das Laden der Akkus in einem richtigen Ladegerät natürlich vorzuziehen ist; die Ladebuchse ersetzt kein hochwertiges Ladegerät wie beispielsweise einen Pila-Lader, sondern ist dazu gedacht, um unterwegs im Auto oder im Boot die Akkus laden zu können, wenn kein Ladegerät zur Verfügung steht. Beim Laden über das Ladekabel wird der Ladevorgang ebenfalls über die Ladestandsanzeige signalisiert, sie blinkt dann nämlich während dem Laden. Dann gibt es noch den im Lieferumfang enthaltenen Henkelmann, sprich: einen Haltegriff. Dieser Haltegriff kann auf der Lampe angeflanscht werden, indem beispielsweise mit einer Münze die Kreuzschlitzschraube gelöst und dann wieder befestigt wird. Für einen kürzeren Einsatz wird man diesen Griff wahrscheinlich weniger gebrauchen können, für einen Sucheinsatz bei Rettungskräften hingegen macht er bei längerem Gebrauch aber definitiv Sinn. Für Leute mit richtigen Pranken ist der Haltegriff jedoch etwas zu kurz geraten. Verarbeitung Für einen "Newbie" hat Niteye mit der EYE-30 meines Erachtens einen sehr guten Einstand geliefert, alle Achtung. Die Anodisierung der Lampe ist ordentlich und ohne erkennbare Kratzer oder fehlerhafte Stellen, und auch am Gewinde gibt es nichts auszusetzen. Es ist ordentlich gefettet und geschnitten, so dass man die EYE-30 ohne großen Kraftaufwand auf- und zusammenschrauben kann. Insgesamt betrachtet hinterlässt die Niteye EYE-30 einen sehr hochwertigen Eindruck, was man angesichts des Preises aber auch erwarten darf.
Bedienung Die Niteye EYE-30 wird über einen Selektorring gesteuert, der sich unterhalb des Lampenkopfes befindet. Sie ist nicht stufenlos dimmbar, sondern verwendet fest eingestellte Leuchtmodi, die durch das Drehen des Selektorrings nach rechts aktiviert werden können. Durch das Drehen des Selektorrings nach Backbord werden die Modi Strobe (schnelles Blinken) sowie Cruise Warning (langsames und rythmisches Blinken) aktiviert. Eine nützliche Sache ist die schon erwähnte Ladestandanzeige für die Akkus, die auch bei Dunkelheit leicht ablesbar ist und auf einen Blick die Akkukapazität anzeigt – wem schon mal die Taschenlampe mitten im dunklen Wald urplötzlich ausgegangen ist, wird dieses kleine Gimmick sehr zu schätzen wissen.
Leuchtmodi und Laufzeiten
Ein ganz wichtiger Punkt, auf den ich an dieser Stelle etwas detaillierter eingehen möchte, ist das Thema Akkus. Wer meint, dass er sich einen Gefallen tut, wenn er seine frisch erworbene Niteye EYE-30 (war ja teuer genug!) mit sagenhaften eBay-XYZ-Akkus mit 4000 mAh für zwei Euro das Stück betreiben kann (warum teure Markenakkus kaufen, wenn es auch günstige von eBay tun?), der sollte sich nochmal ernsthaft Gedanken darüber machen. Der Umgang mit Lithium-Ionen-Akkus ist nicht ganz ohne – das gilt auch schon für Taschenlampen, die mit einem oder zwei 18650-Akkus betrieben werden. Da es im Internet genug Informationen zum Thema "Richtiger Umgang mit Lithium-Ionen-Akkus" gibt, verweise ich an dieser Stelle auf weiterführende Informationen und beschränke mich hier auf die wichtigsten Punkte: 1. Ausschließlich Qualitätsakkus vom selben Modell/Hersteller verwenden 2. Auf keinen Fall Akkus mit unterschiedlichen Ladeständen oder Kapazitäten mischen 3. Ausschließlich Akkus verwenden, die gleich alt sind Niteye gibt zwar zwei Stunden Laufzeit im Turbo Mode an, allerdings wird die EYE-30 schon nach 15 Minuten Betrieb im Turbo Mode recht warm. Hier spielen aber wieder Faktoren wie die Umgebungsbedingungen eine wichtige Rolle: Im Winter beim Laufen erhitzt die EYE-30 sicher nicht so schnell wie an warmen Sommerabenden. Im übrigen besitzt die Niteye EYE-30 auch einen Überhitzungsschutz. Wenn der Lampenkopf zu heiß wird und eine Temperatur von über 80°C erreicht, dann wird die Bestromung auf 60% reduziert und wieder auf den normalen Wert zurückgefahren, wenn die Temperatur auf 70°C absinkt. Des Weiteren gibt es noch einen Unterspannungsschutz, der wie folgt funktioniert: Beim Absinken der Spannung auf 6,9V arbeitet die EYE-30 nur noch im Low Mode, und bei einem weiteren Absinken der Spannung auf 6V schaltet sie sich ganz aus.
Luxmessung Mit frisch geladenen Cytac 2900 mAh-Akkus habe ich 33100 Lux@1m gemessen.
Sonstiges Ich hatte eingangs erwähnt, dass sich ein Griff zum Anschrauben im Lieferumfang der Lampe befindet. Dieser Griff macht aus meiner Sicht vor allem in Situationen Sinn, in denen die Niteye EYE-30 als Suchscheinwerfer verwendet wird. Im mitgelieferten Holster kann man sich die EYE-30 zwar an den Gürtel hängen, aber bedingt duch das hohe Gewicht von über 600 Gramm bei voller Bestückung mit 4 x 18650-Akkus wird man in der Praxis wahrscheinlich eher weniger auf diese Lösung zugreifen. Die EYE-30 aktiviert übrigens nicht alle LEDs gleichzeitig, wenn man z.B. den Low Mode aktiviert, sondern wechselt diese der Reihe nach durch und verwendet dann immer nur eine LED und nicht alle. In meinem Video Review zur Niteye EYE-30 kann man das gut erkennen. Beamshots Abweichend von meinen sonstigen Reviews habe ich von der Niteye EYE-30 drei Beamshots in den Modi Turbo, High und Middle erstellt, damit man auch einen Vergleich zwischen den einzelnen Helligkeitsstufen hat. Die Helligkeit im Turbo Mode ist – wenn ich das mal so sagen darf – aus meiner Sicht einfach sensationell, und ich denke, auf den Beamshots kann man die Unterschiede auch ganz gut erkennen. 1. Turbo Mode 2. High Mode 3. Middle Mode Video Ein Video aus unserer Serie Helle Taschenlampen@Night zeigt die Niteye EYE-30 im praktischen Einsatz: Niteye EYE-30 2000 Lumen max.
Der Vollständigkeit halber gibt es hier auch noch das Video Review zur Niteye EYE-30: MSITC Niteye EYE-30 video review
Technische Details
Leuchtcharakteristik Die Niteye EYE-30 ist keine EDC-Taschenlampe mit einer Reichweite von drei Metern, sondern ein echter Leucht-Goliath. Mit der Kraft der drei CREE XM-L U2-LEDs erzielt die EYE-30 eine Reichweite von ca. 380 Metern (Herstellerangabe) und bietet darüber hinaus noch eine ordentliche Portion Flood. Das Lichtbild der Niteye EYE-30 prädestiniert die EYE-30 meiner Meinung nach auf jeden Fall zum Suchscheinwerfer – sie ist deutlich handlicher als von Feuerwehr und THW bekannte Hand- bzw. Suchscheinwerfer, bietet aber definitiv mehr Licht, als das, was mir an tragbaren Einsatzlampen so geläufig ist. Übrigens: Die von Niteye angegebene Reichweite halte ich für realistisch, die Ausleuchtung ist sowohl im mittleren Bereich als auch größeren Entfernungen sehr gut. Fazit Mit der Niteye EYE-30 ist eine Taschenlampe am Horizont aufgetaucht, die exzellente Leuchtkraft und Kompaktheit miteinander vereint. Die EYE-30 ist mit Sicherheit keine Taschenlampe für den täglichen Gebrauch, fürs Geocaching oder für den abendlichen Hundespaziergang – es sei denn, man möchte problemlos erkennen können, was die Vierbeiner in hundert Meter Entfernung im Dunklen so treiben. Die lange Laufzeit von max. 55 Stunden im Low Mode lässt die Lampe auch in Szenarien sinnvoll erscheinen, in denen sowohl maximale Helligkeit als auch langer Betrieb auf einer niedrigen Leuchtstufe erforderlich sind. Die Niteye EYE-30 ist nicht nur eine grandiose Lampe für alle jene, die einfach nur Spaß an leistungsstarken Taschenlampen haben und auch vor einem höheren Anschaffungspreis nicht zurückschrecken. Meiner Meinung nach eignet sich die Niteye EYE-30 auch hevorragend als Einsatz- bzw. Suchlampe bei Rettungskräften (Achtung: nicht ex-geschützt!) wie Feuerwehr, THW, Polizei usw. Die Ausleuchtung ist für eine so kompakte Lampe ausgezeichnet und deckt einen großen Bereich sowohl in der Breite als auch in der Ferne ab. Man sollte sich allerdings darüber im klaren sein, dass der Umgang mit mehrzelligen Taschenlampen auf Lithium-Ionen-Basis eine gewisse Sorgfalt in Bezug auf die verwendeten Akkus erfordert. Wer über die Anschaffung der EYE-30 nachdenkt, sollte auf jeden Fall – sofern nicht schon vorhanden – Qualitätsakkus von namhaften Herstellern wie Cytac, Keeppower oder EagleTac verwenden, andernfalls könnte bei Verwendung von Billigakkus im schlimmsten Fall die Freude von kurzer Dauer sein. Wer diesen Punkt berücksichtigt, dürfte an der Niteye EYE-30 im wahrsten Sinne des Wortes seine helle Freude haben. Bezugsquelle Die Niteye EYE-30 ist als Conventional Edition und als Special Edition im MSITC Shop erhältlich. |
Helle Taschenlampen@Night: Niteye EYE-30 3 x XM-L U2 2000 Lumen max.
Ein Video aus unserer Serie Helle Taschenlampen@Night zeigt die Leistungsfähigkeit der Niteye EYE-30 beim nächtlichen Einsatz:
Niteye EYE-30
Ich für meinen Teil bin jedenfalls mehr als beeindruckt, und ich habe schon etliche Taschenlampen in den Händen gehabt. Gemessen an der Größe und der Leistungsfähigkeit spielt die Niteye EYE-30 jedenfalls ganz vorne mit. Für einen Newcomer auf dem Taschenlampenmarkt hat Niteye mit der EYE-30 ein sensationelles Debüt abgeliefert, und ich bin sicher, dass von diesem Hersteller noch mehr zu erwarten ist. |
Video Review: Niteye EYE-30 3 x XM-L U2 LED 2000 Lumen max.
Im Vorgriff auf mein demnächst erscheinendes Review zur grandiosen Niteye EYE-30 gibt es nachfolgend ein MSITC Video Review, in dem ich die EYE-30 vorstelle. Ein Video aus der Reihe Helle Taschenlampen@Night sowie ein “richtiges” Review zur Niteye EYE-30 werden in Kürze folgen. MSITC Video Review Niteye EYE-30 2000 Lumen max.
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Review: ArmyTek Viking X und Viking S
Einführung Bereits mit der Predator-Taschenlampe hat sich ArmyTek einen guten Ruf erworben, denn die ArmyTek Predator ist eine der wenigen Taschenlampen auf dem Markt, die in großen Teilen programmierbar ist und diesbezüglich kaum Wünsche offen lässt. Nun legt ArmyTek mit den beiden neuen Modellen Viking X und Viking S nach. Beide Modelle verzichten zwar auf die Programmierbarkeit der Predator, sind aber ebenfalls wieder für den harten Einsatz entwickelt worden. Links Viking X, rechts Viking S Bei der Viking-Serie kommt ein neuentwickelter Treiber (STEP Runtime Technology) zum Einsatz, der zwar auch eine sehr gute Regelung bietet, aber auf die erweiterten Möglichkeiten der Predator wie Programmierung usw. verzichtet. Wie sich die ArmyTek Viking X und die Viking S voneinander unterscheiden, und was sie sonst noch zu bieten haben, möchte ich in diesem Review vorstellen. Leider – und das muss ich an dieser Stelle ausdrücklich betonen – habe ich von ArmyTek trotz mehrfacher Nachfragen noch keine technischen Details zur Viking S erhalten. Ich werde mich deshalb zunächst auf die rein visuellen Unterschiede beschränken und die technischen Spezifikationen nachreichen, sobald sie mir vorliegen. Last but not least gilt auch hier wie immer: Alle Angaben wie Lumen, Laufzeitangaben usw. sind Herstellerangaben, die ich mit Ausnahme der Luxmessung nicht selber verifiziert habe. Unterschied zwischen ArmyTek Viking X und ArmyTek Viking S Rein äußerlich unterscheiden sich die beiden Modelle kaum voneinander. Von ArmyTek wird die Viking X mit der Fenix TK21 verglichen, d.h. von der Ausleuchtung her bietet sie mehr Flood, während hingegen die Viking S mit der Fenix TK15 vergleichbar ist, oder mit anderen Worten: Die Viking X ist eher der Flooder, die Viking S bietet mehr Throw und hat einen tieferen Reflektor als die Viking X. Damit wären die (sichtbaren) Unterschiede zwischen den beiden Lampen auch schon erklärt. Verpackung und Zubehör Beide Modelle werden im schon bekannten ArmyTek-Karton mit folgendem Zubehör ausgeliefert:
Erster Eindruck Viele Hersteller werben ja gerne mit Produktbildern, die suggerieren sollen, dass die entsprechenden Taschenlampen auch für harte Einsätze – überwiegend im militärischen Bereich – entwickelt wurden und dort auch zum Einsatz kommen. Ob das stimmt oder nicht, wird sich in der Regel sowieso nicht nachprüfen lassen. Selbstverständlich wird man auch mit einer ArmyTek Viking-Taschenlampe keinen gegnerischen Panzer aufhalten, indem man die Lampe auf ihn wirft und ihn damit funktionsunfähig macht – bei den Details und in der Verarbeitung zeigen sich jedoch gewisse Details, die einer entsprechend genutzten Taschenlampe gut zu Gesicht stehen. Um das anhand eines Beispiels zu skizzieren: Der Treiber der Viking-Modelle befindet sich in einer Alukapsel und wird durch ein spezielles und haltbares Verbundmaterial geschützt, was wiederum dabei helfen soll, die Elektronik besser vor mechanischen Schäden zu schützen. Desweiteren machen die Lampen wirklich einen stabilen Eindruck, wenn man sie in der Hand hält, und sowohl bei der Viking X als auch bei der Viking S sind die Lampenkörper verstärkt. Wem der defaultmäßig angebrachte Combatring aus Gummi nicht gefällt, der kann ihn abnehmen und beispielsweise durch den mitgelieferten Clip ersetzen. Der Combatring dient jedoch nicht nur als solcher, sondern enthält auch eine Öse zur Befestigung des Lanyards. Außerdem verleiht er den Viking-Modellen im abgeschraubten Zustand auch Tailstand-Fähigkeit. Das mitgelieferte Holster weist gewisse Ähnlichkeiten zum Predator-Holster auf, allerdings fehlt die Möglichkeit, es quer am Gürtel tragen zu können. Davon abgesehen, macht das Holster einen recht stabilen Eindruck und lässt sich vielseitig befestigen.
Oben Viking-Holster, unten Predator Holster Fangen wir bei der Anodisierung an: sie ist sauber aufgebracht, Problemzonen sind nicht erkennbar. Die Griffigkeit der ArmyTek Viking X und Viking S ist sehr gut; die Anodisierung fühlt sich beinahe ein wenig "gummimäßig" an und sorgt damit auch bei Nässe für sicheren Halt. Alle Gewinde sind ordentlich geschnitten, und zumindest das Tailcap-Gewinde ist fast schon einen Tick zuviel mit Nyogel versehen worden. Insgesamt hinterlassen sowohl Viking X als auch Viking S das Gefühl, eine Taschenlampe in der Hand zu halten, die nicht nur auf dem Papier für rauhe Einsätze taugt.
Bedienung Hier setzt ArmyTek auf die klassische Art der Bedienung, wie sie auch schon von der Predator her bekannt ist: Bei beiden Lampen werden die gewünschten Leuchtmodi über das Drehen des Lampenkopfes ausgewählt, auf Strobe und SOS wurde komplett verzichtet. Die Bedienung bzw. Auswahl geschieht wie folgt: 1. Ein- und ausgeschaltet werden Viking X und Viking S über den Clicky am Lampenende 2. Mit angezogenem Lampenkopf arbeiten beide Lampen im höchsten Leuchtmodus (750 Lumen bei der ArmyTek Viking X, ??? Lumen bei der ArmyTek Viking S) 3. Wird der Lampen nach rechts gedreht bzw. gelockert, dann wird der zweite Betriebsmodus aktiviert. In diesem Modus (von ArmyTek auch relativ nichtssagend "Second Line" genannt) stehen drei Leuchtmodi zur Verfügung, die durch einen sanften Druck auf den Clicky ausgewählt werden können 4. Ein Mode Memory ist selbstverständlich vorhanden. Um diesen zu aktivieren bzw. den zuletzt verwendeten Modus nach dem Einschalten sofort wieder abrufen zu können, müssen die Viking X und die Viking S jedoch für mehrere Sekunden ausgeschaltet bleiben, andernfalls wird der Leuchtmodus nicht gespeichert Diese Art der Bedienung ermöglicht es beispielsweise, mit einer kurzen Drehung des Lampenkopfes sofort von High auf Low umzuschalten, sofern dieser Modus vorher gespeichert wurde. Es gibt sicher einige Anwendungsbereiche, wo der schnelle Zugriff – ohne sich durch weitere Leuchtmodi durchklicken zu müssen – auf einen bestimmten Leuchtmodus Sinn macht. Laufzeiten und Leuchtmodi ArmyTek Viking X a) Mit einem Panasonic 18650 Li-Ion NCR2900mAh-Akku (bis zu 10% der maximalen Helligkeit)
b) Mit CR123A/16340-Akkus
Wichtig: Die Laufzeiten können bei Verwendung von anderen Akkus bis zu 30% aufgrund von diversen Faktoren (Kapazität, Alter usw.) abweichen. Bei Verwendung von CR123A/16340-Akkus mit voller Stabilisierung bei 500 Lumen (1,5A) erfolgt eine Reduzierung des Ladestroms um 25%, wenn die Akku-Spannung unter 2.3V fällt. Laufzeiten und Leuchtmodi ArmyTek Viking S Hier muss ich die genauen Details zunächst schuldig bleiben, da ich seit Anfang Januar 2012 auf die entsprechenden Infos von ArmyTek warte. Meiner subjektiven Meinung nach ist die ArmyTek Viking S einen Tick dunkler wie die Viking X, sie hat jedoch eine größere Reichweite und ist mehr throw-orientiert. Besonderheiten Als Besonderheit sehe ich bei den ArmyTek-Taschenlampen ihre außerordentliche Robustheit. Alleine die Tatsache, dass die Elektronik der Viking-Modelle sowohl durch eine Alukapsel als auch durch ein spezielles Verbundmaterial geschützt wird, zeigt doch deutlich, dass bei der Entwicklung der neuen Viking-Serie speziell den Anforderungen aus dem militärischen und polizeilichen Bereich eine hohe Bedeutung beigemessen wurde. Das soll nun nicht heißen, dass die Viking X und die Viking S sich nicht für zivile Zwecke eignen, ganz im Gegenteil: Auch der "normale" Anwender profitiert von einer Taschenlampe, die für den Einsatz unter rauhen Umgebungsbedingungen optimiert wurde. Desweiteren besitzen die Viking-Taschenlampen wie eingangs schon erwähnt einen neuen Treiber, der auf der STEP-Laufzeittechnologie basiert. Laut ArmyTek ist die Regelung bei dieser Elektronik ebenfalls sehr gut, auf die mannigfaltigen Konfigurationsmöglichkeiten der ArmyTek Predator wird hier zugunsten der leichten Bedienbarkeit und eines geringeren Preises verzichtet.
Video Ein Video aus unserer Serie Helle Taschenlampen@Night zeigt die ArmyTek Viking X sowie die ArmyTek Viking S beim nächtlichen Einsatz: ArmyTek Viking X 750 Lumen XM-L U2 LED
ArmyTek Viking S
Beamshots Alle Beamshots wurden im Modus High aufgenommen. Zum besseren Vergleich habe von beiden Taschenlampen Beamshots erstellt. 1. ArmyTek Viking X
2. ArmyTek Viking S
Luxmessung Die ArmyTek Viking X liefert 10900 Lux@1m, während die ArmyTek Viking S hingegen 15800 Lux@1m erreicht. Technische Details Viking X
Technische Details Viking S Wie ich weiter oben schon schrieb, hat es ArmyTek es nicht geschafft, mir noch rechtzeitig Informationen und technische Details zukommen zu lassen, deshalb gibt es an dieser Stelle leider (noch) keine entsprechenden Infos. Natürlich hätte ich an dieser Stelle lieber die Fakten präsentiert und hoffe, dass ich diese bald nachreichen kann. Pro und Contra + Beide Viking-Modelle sind sehr robust und stabil – Keine Bedienungsanleitung enthalten Fazit Meines Erachtens hat ArmyTek mit der Viking X und der Viking S wieder zwei ordentliche Lampen herausgebracht, die einen Vergleich mit der Konkurrenz auf keinen Fall scheuen müssen. ArmyTek-Taschenlampen gehören für mich definitiv zu den Produkten, die nicht nur auf dem Papier mit imposanten Features für den militärischen oder polizeilichen Einsatz im SEK/MEK-Bereich glänzen, sondern dies auch in der Praxis unter Beweis stellen – als Beispiel dafür möchte ich die speziell geschützte Elektronik oder den verstärkten Lampenkörper anführen. Apropos Papier: Eine gedruckte Bedienungsanleitung hätte beiden Lampen noch gut zu Gesicht gestanden, leider liegt eine solche nicht bei. Die Viking-Serie lässt sich aber auch hervorragend für "zivile" Zwecke nutzen, und zwar nicht nur dort, wo robuste Taschenlampen mehr oder weniger obligatorisch sind. Durch die kompakte Größe sind beide Taschenlampen ideale Begleiter für die Jagd, für Geocacher oder Hundebesitzer, die auch bei Dunkelheit ihren vierbeinigen Freund noch im Auge behalten wollen. Auch für Outdoor-Einsätze jeglicher Art, wo es mitunter etwas hart zugehen kann, sind beide Lampen sehr gut geeignet. Aus meiner Sicht sind sowohl Viking X als auch Viking S ihren Preis angesichts der gebotenen Leistung auf jeden Fall wert. Wer die volle Kontrolle über seine Taschenlampe haben möchte, wird mit der ArmyTek Predator besser bedient sein, da diese hinsichtlich ihrer vielseitigen Programmierungsmöglichkeiten nach wie vor fast alleine auf weiter Flur steht – wer hingegen darauf verzichten kann, erhält mit den den beiden Viking-Modellen eine Taschenlampe, mit der man nichts falsch machen kann. Von links nach rechts: Viking X, Viking S und Predator Bezugsquelle Die ArmyTek Viking-Serie ist im MSITC-Shop erhältlich. |