Mit der neuen S3A bedient XENO die EDC-Fraktion, denn mit nur 11,1 cm Länge und guten 300 ANSI-Lumen an Leuchtkraft in der höchsten Stufe weiß diese kompakte Taschenlampe nicht nur rein helligkeitsmäßig zu überzeugen. Verarbeitung und Qualität der XENO S3A bewegen sich auf dem bekannt hohen Niveau, das man auch von anderen XENO-Taschenlampen wie beispielsweise der XENO G42 oder der XENO G10 kennt. Erhältlich ist die S3A in den Geschmacksrichtungen Cool White und Neutral White. Übrigens: Bei den gemischten Angaben zur Leuchtleistung (OTF/ANSI) handelt es sich nicht um einen Tipp- oder Übersetzungsfehler von mir, es sind die Originalangaben von XENO.
Laufzeiten und Leuchtmodi a) Leuchtmodi
b) Hidden Modes
Technische Details
Ausgeliefert wird die XENO S3A in einer kleinen Pappschachtel mit folgendem Zubehör:
Generell kennt die XENO S3A zwei Hauptbetriebsmodi. Der reguläre Leuchtmodus kennt die Abstufungen High, Low und Ultra low; darüber hinaus gibt es noch die Hidden Modes mit Strobe, Beacon und SOS. Aktiviert werden die Hidden Modes, indem dreimal hintereinander der Clicky bis zur Hälfte durchgedrückt wird; analog dazu funktioniert das Zurückschalten in die normalen Leuchtmodi. Wenn die XENO S3A für mehr als zwei Sekunden ausgeschaltet bleibt, dann startet sie beim nächsten Einschalten automatisch wieder im High Mode. Eine kurze Anmerkung an dieser Stelle: Was bei anderen Herstellern die mittlere Leuchtstufe ist (Medium/Mid), ist bei XENO Low – warum auch immer. Mit Hilfe des mitgelieferten Clips lässt sich die XENO S3A beispielsweise prima als improvisierte Stirnlampe an einer Basecap befestigen; selbstverständlich ist der Clip auch abnehmbar. Von der Leuchtcharakteristik her würde ich die XENO S3A eher als Flooder für den nahen Bereich einstufen. Bezugsquelle Erhältlich ist die XENO S3A im MSITC Shop. |
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2 x AA-Taschenlampen für Geocacher
Als günstige 2 x AA-Taschenlampe für Geocacher bietet sich beispielsweise die Lumapower LM32-Taschenlampe an. Die Lumapower LM32 verzichtet auf meistens unnütze Blinkmodi wie SOS und Strobe und bietet drei reguläre Leuchtmodi. Betankt wird sie mit normalen Batterien oder NiMH-Akkus und liefert max. 250 Lumen, was für die meisten Einsatzbereiche (Nachtcaches usw.) ausreichend sein dürfte. Mehr Leistung gibt es selbstverständlich auch, aber nicht zum Preis der Lumapower LM32, denn diese gibt es bereits für kleines Geld. Die Lumapower LM32 ist derzeit mit einem OP-Reflektor für eine breitflächige Ausleuchtung erhältlich (Flooder), es wird von Lumapower auch noch eine Version mit einem SMO-Reflektor geben, die dann eine höhere Reichweite liefert. |
Cacheempfehlung: Chuck Jones– Die Suche nach dem Kryptex (Nachtcache)
Nachdem es schon länger her ist, dass ich hier im Blog auch gut gemachte Caches empfohlen habe, werde ich das in Zukunft wieder häufiger tun. Den Anfang mache ich mit einem neuen Nachtcache namens Chuck Jones – Die Suche nach dem Kryptex, (PM only!) der vor kurzem hier in der Nähe aktiv wurde. Ohne allzuviel verraten zu wollen, aber dieser Nachtcache lohnt sich absolut. Die OwnerInnen haben sich einen schon fast legendären Ruf erworben, wenn es um ausgefallene Stages und Rätsel geht. Wer diesen NC im Frühjahr oder im Sommer angehen möchte, sollte unbedingt genügend Autan am Mann haben, denn es gibt dort Insekten ohne Ende, was mitunter wirklich lästig werden kann… |
Review: ThruNite TN30 und ThruNite TN31
Einführung Lange erwartet und nun endlich da: Das trifft auf die ThruNite TN30 und die ThruNite TN31 definitiv zu, denn schon die ersten Bilder und durchgesickerten technischen Details ließen jedem Flashaholic das Wasser im Munde zusammen laufen, und das auch zu Recht. Mit der TN30 und der TN31 hat ThruNite wieder zwei sehr interessante Taschenlampen auf den Markt gebracht, die in der "Kompakt, aber unheimlich leistungsfähig"-Liga spielen. Wenn es nur um die reinen Lumen geht, dann hat die ThruNite TN30 mit 3000 Lumen(!) die Nase eindeutig vorn. Ist hingegen maximale Reichweite gefragt, dann liegt wiederum klar die ThruNite TN31 in Führung. Wie sich beide Taschenlampen in der Praxis schlagen, möchte ich in diesem Review vorstellen. Da beide Lampen meines Erachtens technisch (bis auf die Laufzeiten, die maximale Helligkeit und die Reflektoren/Leuchtcharakteristik) ziemlich identisch sind, habe ich beschlossen, beide Modelle in einem Review zu behandeln und hierbei auch auf die konkreten Unterschiede zwischen der TN30 und der TN31 einzugehen. Wie immer gilt: Alle Angaben sind Herstellerangaben, die ich bis auf die Luxmessung nicht selber getestet habe. Lieferumfang Beide ThruNite-Modelle werden in einem schicken Aluköfferchen ausgeliefert. Die TN30 wird in einem silbernen Koffer an den Mann bzw. die Frau gebracht, die TN31 hingegen in einem schwarzen, der darüber hinaus auch größer ist.
Erster Eindruck Beide TN-Modelle werden über die Kombination Clicky und Selektorring bedient. Das mag zunächst etwas komisch anmuten, denn die meisten anderen Lampen in diesem Marktsegment (z.B. Niteye EYE30) werden ausschließlich über den Selektorring gesteuert, also auch aus- und eingeschaltet. Bei der ThruNite TN30 und TN31 funktioniert das etwas anders, denn ein- und ausgeschaltet werden diese beiden Taschenlampen über den Clicky am Lampenende. Dies hat nur nicht den Vorteil, dass sich die beiden Modelle "richtig" ausschalten lassen – auf diesem Weg ist dann auch taktisches Momentlicht möglich. Sowohl TN31 als auch TN30 sind mit großzügigen sechs Leuchtstufen ausgestattet, die ein umfangreiches Lumenrepertoire von ganz dunkel bis ganz hell bieten. Da im Internet bereits verschiedene Lumenangaben kursieren, möchte ich gleich auf folgendes aufmerksam machen: Auf der Facebook-Seite von ThruNite waren irgendwo auch OTF- bzw. ANSI-Lumen für die beiden Modelle angegeben, allerdings habe ich diese Angaben nicht mehr gefunden, und auf der Homepage ist davon auch nichts zu lesen – ich belasse es deshalb bei den normalen Lumenangaben. Verarbeitung Wer andere Taschenlampen von ThruNite kennt, der weiß, dass ThruNite einen guten Ruf hinsichtlich der Produktqualität genießt. Nicht anders sieht es bei der TN30 und der TN31 aus, denn beide Modelle können ebenfalls mit einer sehr guten Verarbeitung glänzen. Ordentlich geschnittene und gefettete Gewinde sind ebenso an der Tagesordnung wie vergoldete Kontakte, und auch hier hat ThruNite den beiden Taschenlampen ein griffsicheres Knurling spendiert. Der Clicky hat einen definierten Druckpunkt, und die Gängigkeit des Selektorringes ist genau richtig: Nicht schwergängig, aber auch nicht so leicht, dass bei der geringsten Berührung gleich ein anderer Leuchtmodus ausgewählt wird. Auch das Akku-Magazin ist sauber ausgeführt. Goldene Kontaktfedern sorgen für einen sicheren Halt der Akkus im Batterierohr bzw. Magazin, Klappergeräusche sind nicht zu vernehmen.
Unterschiede zwischen TN30 und TN31 Die Unterschiede zwischen den beiden Modellen sind schnell aufgezählt:
Der Rest ist – bis auf die Lampenköpfe – zumindest rein äußerlich gleich, sogar die Akku-Magazine sind untereinander austauschbar. Auch das User Interface ist in beiden Fällen gleich.
User Interface Das User Interface (UI) lässt sich einfach bedienen, wobei es hier aus meiner Sicht im Vergleich mit adäquaten Taschenlampen wie beispielsweise der Niteye EYE-30 einen kleinen, aber feinen Unterschied gibt: Sowohl ThruNite TN30 als auch ThruNite TN31 besitzen neben dem Selektorring einen taktischen Clicky an der Tailcap, der nicht zur zum Ein- und Ausschalten, sondern auch für Momentlicht gut ist – dazu wird der Clicky wie üblich einfach kurz angetippt. Davon abgesehen werden die einzelnen Leuchtmodi genau so ausgewählt, wie man es von einer Taschenlampe mit Selektorring-Bedienung erwartet: Einfach den gewünschten Modus durch Drehen des Reglers auswählen – fertig. Während sich die regulären Leuchtmodi auf der linken Seite befinden, stehen auf der rechten Seite ein Standby-Modus sowie Strobe zur Verfügung. Ich bin ja bekanntermaßen kein Freund von Geblinke und Gedöns, aber wenigstens hat ThruNite den Strobe-Modus so untergebracht, dass er sich nicht in der normalen Schaltreihenfolge befindet. Was mir andererseits wiederum sehr gut an beiden Lampen gefällt, ist zum einen die umfangreiche Auswahl an Leuchtmodi sowie die Abstufungen hinsichtlich der Helligkeit. Die Entwicklungsingenieure der großen Hersteller toppen sich ja regelmäßíg, wenn es darum geht, wer eine noch hellere Taschenlampe herausbringen kann, aber nicht für alle Anwendungsbereiche ist immer maximale Helligkeit gefragt. So weiß ich von Jägern, dass ihnen bei der Nachsuche oftmals ein dunkler Leuchtmodus mit geringer Eigenblendung wesentlich lieber ist als ein gleißend heller Lichtstrahl, und in diesem Punkt können sowohl die TN30 mit einem Lumen als auch die TN31 mit 0,5 Lumen überzeugen. Aber auch die sonstige Abstufung ist wie gesagt aus meiner Sicht bei beiden Modellen gut und praxisgerecht.
Vergleichbare Taschenlampen Nachdem schon mehrfach der Wunsch an mich herangetragen wurde, ob ich nicht einmal vergleichbare Taschenlampen in meinen Reviews nennen könnte, die dem Review-Modell einigermaßen ähnlich sind, möchte ich das heute zum ersten Mal machen, doch vorab noch ein wichtiger Hinweis an dieser Stelle: Ich werde generell nur Taschenlampen erwähnen, zu denen ich bereits ein Review geschrieben habe oder die ich selber schon in der Praxis getestet habe. Unter keinen Umständen werde ich das Review-Modell mit dutzenden von anderen Taschenlampen vergleichen, die ich selber nur vom Hörensagen kenne. So, nachdem das nun geklärt wäre, gibt es hier nun ein paar kompatible Modelle, die nach meinem subjektiven Empfinden einigermaßen (aber selbstverständlich nicht in allen Details!) vergleichbar mit den ThruNite-Modellen sind. 1. TN30
2. TN31
Größenvergleich Auch hier gibt es wieder einen Größenvergleich mit meinen beiden Referenzlampen, und zwar der Lumapower Signature LX und der Niteye EYE30. Von rechts nach links: Lumapower Signature LX, Niteye EYE30, ThruNite TN30 und ThruNite TN31
Leuchtmodi und Laufzeiten ThruNite TN31
Technische Details ThruNite TN31
Leuchtmodi und Laufzeiten ThruNite TN30
Technische Details ThruNite TN30
Pro und Contra + Jeweils sechs gut abgestimmte Leuchtmodi – Akku-Magazin bei der TN31 ist etwas schwergängig
Leuchtcharakteristik Obwohl sich beide Lampen (mit Ausnahme des Reflektors) ziemlich ähnlich sehen, unterscheiden sie sich hinsichtlich ihrer Leuchtcharakteristik deutlich. Die ThruNite TN30 wird vom Hersteller als Flooder eingestuft, wobei eine Reichweite von ca. 370 Meter deutlich über die übliche Reichweite eines Flooders hinausgeht. Ich attestiere der ThruNite TN30 deshalb eine gelungene Mischung aus Flood und Throw, die den vom Hersteller genannten Bereich gut abdeckt, zumal hier auch noch die brachiale Helligkeit im höchsten Leuchtmodus ihr übriges zur Ausleuchtung beiträgt. Das Gegenstück zur TN30 ist demnach die ThruNite TN31, denn mit einer Reichweite von über 700 Metern (Herstellerangabe) kommt sie nicht nur weiter, sondern bietet dank ihres tiefen und glatten SMO-Reflektors einen sauberen und gebündelten Beam mit viel Throw. Ob die ThruNite TN31 tatsächlich volle 700 Meter erreicht, kann ich nicht mit Sicherheit sagen – im subjektiven Vergleich mit anderen Throwern gehört sie aber auf jeden Fall zu den weitreichendsten Taschenlampen, was ich aber ehrlich gesagt schon alleine aufgrund des gewaltigen Reflektors nicht anders erwartet hätte. Reichweite ist die eine Sache, das Erkennen von Details über größere Distanzen bei Nacht die andere, und hier tut sich die ThruNite TN31 mit ihrer höchstmöglichen Leuchtleistung von 1147 Lumen abermals hervor. Beim Anleuchten meines ca. 450 Meter entfernten Referenzobjektes (Obstlagerhalle, im Video leider nicht immer so gut sichtbar wie in der Realität) konnte ich jedenfalls deutlich mehr Details als mit anderen Throwern erkennen – hier können die 1147 Lumen in Kombination mit dem tiefen und großen Reflektor deutlich punkten. Last but not least ist der von mir gemessene Luxwert von 76900 Lux@1m der höchste Wert von allen Taschenlampen in dieser Lampenklasse (3 x 18650), deren Beam schon einmal mit dem Sensor meines Luxmeters in Berührung kam. Wie auch immer: Die Reichweite der ThruNite TN31 ist wirklich beeindruckend, um das noch abschließend zu erwähnen.
Luxmessungen Alle Luxmessungen habe ich mit frisch geladenen Cytac 18650-Akkus mit 2900 mAh und aus einem Meter Entfernung durchgeführt. Wie immer gilt: Es handelt sich dabei um Messungen nach bestem Wissen und Gewissen, die als grober Anhaltspunkt dienen sollen.
Beamshots Ich habe jeweils von beiden Modellen Beamshots beim Betrieb in Level 6 und in Level 3 erstellt. Zum einen wird dadurch die maximale Leuchtkraft im direkten Vergleich besser sichtbar, und zum anderen möchte ich damit zeigen, dass auch die mittleren Leuchtmodi der TN30 und der TN31 für viele Einsatzwecke mehr als ausreichend sind. a) ThruNite TN31 b) ThruNite TN30 Helle Taschenlampen@Night Zwei Videos aus unserer Serie Helle Taschenlampen@Night zeigen die ThruNite TN30 und die ThruNite TN31 beim nächtlichen Einsatz: ThruNite TN30 at night
ThruNite TN31 at night
Pro und Contra + Jeweils sechs gut abgestimmte Leuchtmodi – Akku-Magazin bei der TN31 ist etwas schwergängig
Fazit Großes Kino, kann ich da nur sagen. Mit diesen beiden Modellen ergänzt ThruNite das bestehende Produktportfolio sehr gut, zumal sowohl TN30 als auch TN31 unterschiedliche Schwerpunkte haben – die ThruNite TN31 ist ein Thrower mit einer Reichweite, die sich gewaschen hat, und die ThruNite TN30 bietet mit ca. 370 Metern immer noch eine sehr ordentliche Reichweite, leuchtet dafür aber deutlich breitflächiger und heller aus. Die TN30 macht als Suchscheinwerfer mit ihrer breitflächigen und hellen Ausleuchtung eine gute Figur, sie kann ihre Stärken jedoch auch noch in anderen Bereichen ausspielen: Durch die Vielzahl der Leuchtmodi bietet sie für viele Anwendungen gut abgestimmte Leuchtstufen. Reichweite pur hingegen bietet die ThruNite TN31, und das zudem in einem (noch) kompakten Format; das bereits zur TN30 gesagte hinsichtlich der Leuchtmodi und der Abstufung gilt gleichwohl auch für dieses Modell. Mit diesen beiden neuen Taschenlampen dürfte dem geneigten Flashaholic (und dem, der er es noch werden will) die Auswahl an leistungsfähigen Taschenlampen in dieser Preis-, Leistungs- und Größenklasse noch schwerer fallen, und eines ist sicher: Beide Lampen sind eine klare Empfehlung wert.
Bezugsquelle Die ThruNite-Modelle TN31 und TN30 sind im MSITC Shop erhältlich. |
Review: Lumapower LM series LM21 LM31 LM32 LM33
Einführung Bereits vor einigen Jahren hat Lumapower die LM-Serie aufgelegt, die recht erfolgreich war. Aufgrund der Fokussierung auf die neueren Produktlinien wie IncenDio, TRUST oder MRV wurde die LM-Serie jedoch ein wenig stiefmütterlich behandelt und die Weiterentwicklung wurde zugunsten der anderen Modelle zurückgestellt. Da die meisten bekannten Hersteller mittlerweile auch Taschenlampen im Budget-Bereich anbieten, wollte Lumapower sich diesem Trend nicht verschließen und hat deshalb die LM-Serie wieder aufleben lassen. Bevor es nun mit dem Review weitergeht, möchte ich an dieser Stelle noch eines anmerken: Ich bekomme viele Anfragen von Kunden, die das Wort "Budget" fälschlicherweise mit schlechterer Qualität verbinden. Das ist auf keinen Fall so, denn Budget bedeutet in diesem Kontext nicht, dass die Produktqualität wesentlich schlechter ist, sondern dass einfach auf kostentreibende Faktoren wie eine topmoderne LED vom Schlage einer CREE XM-L-LED oder auf weitere Elektronik wie einen Mode Memory verzichtet wird. Das Ergebnis sind Taschenlampen, die nicht alle Gimmicks wie die höherpreisigen Modelle bieten, aber qualitativ in der Regel genauso gut sind. Schließlich gibt es auch Käufer, für die es einen großen Unterschied macht, ob eine Taschenlampe 60 Euro oder 33 Euro kostet, und nicht für jeden Einsatzbereich benötigt man auch tatsächlich immer das Premium-Modell mit einem großen Sack voll Features. Last but not least möchte ich noch erwähnen, dass es zwei weitere Taschenlampen aus der LM-Serie nicht mehr in dieses Review geschafft haben. Wie jetzt, wird sich vielleicht der ein oder andere denken – die LM-Serie besteht doch aus vier Taschenlampen? Das ist natürlich auch richtig, doch hat Lumapower es sich nicht nehmen lassen, noch zwei weitere LM-Modelle zu entwickeln, die mich allerdings nicht rechtzeitig erreicht haben, aber in Kürze auch verfügbar sein werden. Zum einen handelt sich dabei um ein LM-Modell mit 18650-Betrieb, und zum anderen um eine Stiftlampe, die man auch prima in der Hemdtasche tragen kann. Technische Details kenne ich derzeit noch nicht, ich werde sie aber nachreichen bzw. mein Review entsprechend ergänzen. Wie immer gilt: Alle Angaben wie Lumen, Laufzeiten usw. sind Herstellerangaben, die ich nicht selber überprüft habe. Lieferumfang Bereits anhand der Verpackung unterscheiden sich die LM-Taschenlampen von den anderen Modellen, denn hier setzt Lumapower auf eine transparente Verkaufsverpackung, in der sich folgendes Zubehör befindet:
Ein Holster ist im Lieferumfang nicht enthalten. Die technischen Daten sind zudem auf der Rückseite der Verpackung aufgedruckt, so dass man alle wichtigen Details auf einen Blick sieht. Erster Eindruck und Verarbeitung Wem die Lumapower IncenDio V3U gefällt, dem dürften auch die Taschenlampen aus der LM-Serie gefallen. Im Ernst: Ganz so einfach ist das natürlich nicht, aber ich habe den Bezug zur bekannten IncenDio V3U nicht umsonst hergestellt – die LM-Lämpchen orientieren sich rein farblich an der IncenDio V3U und weichen damit schon mal rein äußerlich vom sonst üblichen Einheitsschwarz ab. Dass es sich um Budget-Modelle handelt, ist zumindest der Verarbeitung nicht anzumerken: Die Wandstärken der Batterierohre machen vor allem bei den größeren Modellen LM31, LM32 und LM33 einen stabilen Eindruck, und auch auch zum Rest der Taschenlampen lässt sich nichts schlechtes sagen – die Gewinde sind sauber geschnitten, und die Anodisierung ist nun doch noch Type III geworden. Ursprünglich wollte Lumapower nämlich aus Kostengründen nur HA II Plus verwenden, hat sich dann aber letztendlich doch für die bessere und kratzfestere Anodisierung entschieden – meiner Meinung nach war das eine gute Entscheidung. Im Vergleich mit anderen Clickies muss man bei der LM-Serie etwas fester drücken, bis die Taschenlampen ein- und ausgeschaltet oder die Modi gewechselt sind. Ich persönlich kann damit gut leben, zumal damit auch verhindert wird, dass der Clicky bereits bei der geringsten Berührung reagiert. Bis auf die LM21 bieten die LM-Taschenlampen keinen Wegrollschutz in Form eines Clips oder dergleichen, dafür lässt sich das mitgelieferte Lanyard in den Bohrungen an der Tailcap anbringen. Typisch für Lumapower sind die nachleuchtende Endschalterkappe sowie die GITD-Dichtung (GITD = Glow in the dark) im Lampenkopf; beides erleichtet das Auffinden der Taschenlampen im Dunkeln deutlich, insbesondere dann, wenn die Lampen vorher in Betrieb waren. Von links nach rechts: Lumapower LM33, Lumapower LM32, Lumapower LM31 u. Lumapower LM21 Links Lumapower IncenDio V3U, rechts Lumapower LM33 Von links nach rechts: Lumapower LM21, Lumapower LM31, Lumapower LM32, Lumapower LM33 Größenvergleich, v.l.n.r: Lumapower Signature LX, Lumapower LM21, Lumapower LM31, Lumapower LM32, Lumapower LM33, Lumapower IncenDio V3U
Änderungen und Neuheiten gegenüber der ursprünglichen LM-Serie Gegenüber der ersten LM-Serie haben sich bei der aktuellen Auflage folgende Änderungen ergeben:
Die Auswahl an Modellen ist größer:
Das User Interface (UI) wurde bewusst simpel gehalten und verzichtet vollständig auf SOS und Strobe. Es besteht aus drei Leuchtstufen (Low, Medium und High) und startet immer im Low Mode. Bleibt eine Taschenlampe aus der LM-Serie länger als 1,5 Sekunden aus, dann schaltet sie automatisch wieder auf den Low Mode um. Laufzeiten und Leuchtmodi a) Laufzeit LM21
b) Laufzeit LM31
c) Laufzeit LM32
d) Laufzeit LM33
Technische Details a) Lumapower LM21
b) Lumapower LM31
c) Lumapower LM32
d) Lumapower LM33
Die volle Leistung wird bei den Modellen LM21, LM31 und LM33 ausschließlich mit Lithium-Ionen-Akkus erreicht, was sich im Emitter Output widerspiegelt. Allerdings sollte man sich auch darüber im Klaren sein, dass eine so kleine EDC-Taschenlampe wie die LM21 nicht dafür geeignet ist, längere Zeit mit einem 10440-Akku betrieben zu werden, da sie dadurch stark erhitzt. Das ist allerdings kein Problem der LM21, sondern technisch durch den 10440-Akku bedingt. Bedienung Die Bedienung der LM-Taschenlampen ist bewusst einfach gehalten. Mit einem Druck auf den Clicky werden die Taschenlampen ein- und ausgeschaltet, und wenn der Clicky halb durchgedrückt wird, werden der Reihe nach die drei Leuchtmodi (Strobe und SOS gibt es nicht, ebensowenig wie einen Mode Memory) durchgeschaltet. Wenn die Lumapower LM21, LM31, LM32 und LM33 für mehr als 1,5 Sekunden ausgeschaltet bleiben, dann starten die Lämpchen beim nächsten Einschalten wieder im Low Mode. Die Sache mit dem Start im Low Mode gefällt mir gut, da somit auch bei nächtlichen Einsätzen die Nachtsichtfähigkeit erhalten bleibt und die Eigenblendung auf ein Minimum reduziert wird.
Video Ausnahmsweise fehlt das Video aus der Serie Helle Taschenlampen@Night an dieser Stelle. Das ist zum einen der Tatsache geschuldet, dass es zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Reviews ziemlich geschüttet hat, und zum anderen möchte ich noch warten, bis die beiden anderen LM-Taschenlampen (18650/Stiftlampe) eingetroffen sind, um alles auf einem Video zu verewigen. Beamshots Alle Beamshots wurden jeweils im Modus High aufgenommen. Da die LM21 nur mit einem Lithium-Ionen-Akku ihre volle Leuchtkraft erreicht und ich keinen 10440-Akku zur Hand hatte, war die Leuchtkraft mit dem NiMH-Akku zu schwach für meine Kamera, deshalb fehlt dieser Beamshot auch. a) Lumapower LM31
b) Lumapower LM32
c) Lumapower LM33 Der Helligkeitsunterschied zwischen LM32 und LM33 ist in der Realität deutlich höher, auf den Beamshots kommt der Unterschied nicht so richtig zur Geltung.
Fazit Schicke Sache, die neue Lumapower LM-Serie. Obgleich Lumapower nicht der erste Hersteller ist, der Taschenlampen im Budget-Bereich baut, so finde ich die neue Lumapower LM-Serie richtig gelungen. Die Verarbeitung ist meines Erachtens sehr ordentlich, die LM-Taschenlampen machen allesamt einen stabilen Eindruck – in der Summe erhält man einen guten Gegenwert für sein Geld. Natürlich – und das möchte ich noch einmal extra erwähnen – ist die LM-Serie ausstattungsmäßig nicht mit teureren Taschenlampen vergleichbar, aber das ist auch nicht die Intention von Lumapower. Die LM-Serie wurde explizit für die "Ich suche eine günstige Taschenlampe"-Zielgruppe aufgelegt, und genau für diese Zielgruppe ist es meiner Erfahrung nach völlig unwichtig, ob noch weiteres Zubehör wie Holster, Endschaltergummikappen usw. im Lieferumfang enthalten ist oder nicht. Primär zählt hier nur der Preis, und mit der LM-Serie kann Lumapower nun auch in diesem Segment sehr gut mithalten, und das sogar noch in einer wirklich ordentlichen Qualität. Egal, ob als EDC-Taschenlampe (LM21, LM31, LM32) oder als etwas größere Taschenlampe (LM32) fürs Auto, fürs Wohnmobil, beim Geocaching oder beim Campen: Wer auf Mode Memory und Geblinke verzichten kann, wird von der Lumapower LM-Serie nicht enttäuscht werden. Bezugsquelle Die Lumapower LM-Serie ist im MSITC Shop erhältlich. |
Mini Review: ThruNite Ti 60 Lumen max.
Einführung Da ich für eines meiner Reviews in der Regel mehrere Stunden benötige, habe ich beschlossen, ein neues Format für einfache Taschenlampen wie die ThruNite Ti einzuführen, das sich auch für mich mit weniger zeitlichem Aufwand realisieren lässt, aber trotzdem informativ ist und die wichtigsten Fakten vermittelt. Deshalb gibt es heute nun mein erstes Mini Review, das (der Name lässt es schon vermuten) insgesamt kürzer ausfällt als meine sonstigen Werke. Den Anfang mache ich mit der ThruNite Ti, einer klassischen Schlüsselbund-/EDC-Taschenlampe, die mit einer AAA-Batterie betrieben wird und max. 60 Lumen liefert.
Lieferumfang Die ThruNite Ti wird in der bekannten grauen ThruNite-Verpackung ausgeliefert und enthält folgendes Zubehör:
Verarbeitung Ich konnte an meinem Testexemplar keine nennenswerten Mängel entdecken. Das Knurling sorgt für einen sicheren Griff, und eine Öse am Ende der ThruNite Ti kann dazu verwendet werden, dieses kleine EDC-Lämpchen mit Hilfe des mitgelieferten Edelstahlringes an einem Schlüsselbund oder auch am Autoschlüssel zu befestigen. Größenvergleich v.l.n.r: Niteye EYE-30, Lumapower Signature VX, ThruNite Neutron 1C, ThruNite Ti
Technische Details
Bedienung Hier muss man gar nicht viel erzählen. Die ThruNite Ti besitzt zwei Leuchtmodi, und zwar einmal den Firefly Mode mit nur drei Lumen und den High Mode mit 60 Lumen, die jeweils durch Drehen des Lampenkopfes aktiviert werden. Ein- und ausgeschaltet wird die Ti ebenfalls durch Drehen des Lampenkopfes.
Beamshots Tja, mit richtigen Beamshots tut sich die ThruNite Ti naturgemäß etwas schwer, deshalb gibt es an dieser Stelle zwei Bilder, auf denen jeweils der Firefly Mode und der High Mode zu sehen sind. High Mode mit 60 Lumen Firefly Mode mit drei Lumen Fazit Mit einer AAA-Zelle zur Energieversorung, einer wirklich simplen Bedienung und gerade einmal zwei Leuchtmodi hat ThruNite mit der Ti eine Taschenlampe auf den Markt gebracht, die geradezu nach einer Verwendung als Schlüsselbund- bzw. EDC-Taschenlampe schreit. Zwei Leuchtmodi sind meiner Meinung für eine Schlüsselbundlampe genug, und der Firefly Mode mit nur drei Lumen ist für viele Aufgaben aus meiner Sicht schon ausreichend, zumal er die Eigenblendung bei Nacht deutlich reduziert. Sollte doch einmal mehr Helligkeit erforderlich sein, dann steht immer noch der High Mode mit 60 Lumen zur Verfügung. Darüber hinaus möchte ich der ThruNite Ti ein attraktives Preis-/Leistungsverhältnis attestieren, zumal die Ti die von ThruNite gewohnt gute Qualität bietet. Egal, ob am Schlüsselbund, am Autoschlüssel oder einfach nur als Backup-Taschenlampe im Handschuhfach oder im Rucksack: Die ThruNite Ti ist ein schickes kleines Lämpchen und erledigt ihre Aufgabe mit Bravour. Bezugsquelle Die ThruNite Ti ist im MSITC Shop erhältlich.
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Ab sofort verfügbar: Lumapower MRV SideKick IV Turbo Force Head
Obwohl der Turbo Force Head für die Lumapower MRV SideKick IV schon früher hätte erscheinen sollen, hat sich das Warten meiner Meinung nach dennoch gelohnt. Mit dem neuen Turbo Force Head wird die Lumapower MRV SK-4 deutlich kampfwertgesteigert, d.h. die Reichweite ist erkennbar höher, ebenso wie die erreichten Lux. Luxmessung Die Reichweitensteigerung spiegelt sich auch in den Luxwerten wieder, die ich wie folgt gemessen habe: a) Turbo Force Head b) Standard-Lampenkopf MRV SK-4 Turbo Force Head MRV SK-4 Standard Head
Upgrade Kit Im Lieferumfang des Turbo Force Heads ist ein sog. Upgrade Kit enthalten, das aus einigen Teilen besteht. Vor dem Einsatz des Turbo Force Heads ist ein kleiner Umbau notwendig, um die volle Leistung aktivieren zu können. Nach wie vor erreicht man die bestmögliche Leistung hinsichtlich Helligkeit und Reichweite beim Betrieb mit zwei 18650-Akkus. Ich finde die Leistungssteigerung beim Betrieb ohne Extender bzw. mit nur einem 18650-Akku im Vergleich zum normalen Lampenkopf bemerkenswert, denn der Lux-Unterschied ist gut erkennbar. Größenvergleich: Links Lumapower Signature LX mit Flooder Head, rechts Lumapower MRV SK-4 mit Turbo Force Head Bezugsquelle Der Lumapower MRV SideKick IV Turbo Force Head ist ab sofort im MSITC Shop verfügbar. |
Review: ThruNite Catapult V3 XM-L 780 ANSI-Lumen max.
Einführung Obgleich die ThruNite Catapult V3 XM-L schon seit einiger Zeit erhältlich ist, ist sie meiner Meinung nach immer noch einer der leistungsstärksten Thrower mit CREE XM-L-LED sowie einer vom Hersteller angegebenen Reichweite von ca. 470 Metern. Was die Catapult V3 besonders gut kann und was weniger, werde ich in meinem Review näher erläutern. Wie immer gilt: Alle Angaben sind Herstellerangaben, die ich bis auf die Luxmessung nicht selber getestet habe.
Lieferumfang Die ThruNite Catapult V3 XM-L wird in einer stabilen Pappschachtel mit einigem Zubehör ausgeliefert:
An dieser Stelle möchte ich gleich auf einen wichtigen Punkt hinweisen: Im Gegensatz zu anderen Taschenlampen mit Extendern für den Betrieb mit zwei 18650-Akkus wird der Extender der ThruNite Catapult V3 XM-L nicht zwischen Heckschalter und Batterierohr geschraubt, sondern zwischen Lampenkopf und Batterierohr. Auf ein Holster hat ThruNite leider verzichtet. Erster Eindruck Mit als erstes fällt einem unweigerlich die sehr massive Bauweise der Catapult XM-L V3 auf, genauer gesagt die Wandstärke des Batterierohrs. Ich kenne viele Taschenlampen und habe schon etliche reviewt oder in den Händen gehalten, aber die ThruNite Catapult V3 XM-L ist eine der wenigen, die hinsichtlich der Stabilität des Batterierohrs einen wahrhaft brachialen Eindruck hinterlässt. Ich bin sicher, dass man damit eine ganze Reihe von langen Nägeln in eine Wand donnern könnte, ohne dass das Batterierohr Beschädigungen davontragen würde. Aber nicht nur das Batterierohr zeichnet sich durch seine Stärke aus, auch der Rest der Lampe hinterlässt einen sehr guten ersten Eindruck. Sie ist zwar bedingt durch die massive Verarbeitung etwas schwerer als vergleichbare Lampen, dafür hat man aber auch das Gefühl, etwas in der Hand zu halten. Obgleich es mittlerweile hellere Taschenlampen geben mag, so ist für mich die Reichweite der ThruNite Catapult V3 XM-L nach wie vor überzeugend. ThruNite gibt eine Reichweite von ca. 470 Metern an, was ich aus mehreren Gründen für realistisch halte: Zum einen kenne ich die Reichweite und die Leuchtcharakteristik von anderen Taschenlampen in der Thrower-Klasse und kann die Lampe damit gut vergleichen, und zum anderen besitzt die Catapult V3 einen speziell entwickelten glatten Parabol-Reflektor, der für eine hohe Reichweite optimiert wurde. Zu guter Letzt gibt es für die ThruNite Catapult V3 XM-L auch noch weiteres Zubehör wie Farbfilter in den Farben grün, blau und rot, was die Catapult V3 wiederum auch für jagdliche Zwecke wie Nachsuchen und dergleichen interessant macht.
Verarbeitung Die Verarbeitung der ThruNite Catapult V3 XM-L ist ausgesprochen gut. Wie bereits erwähnt, ist die Stärke des Batterierohrs sehr beeindruckend, und auch der Rest der Taschenlampe kann sich definitiv sehen lassen. Ordentlich geschnittene und gefettete Gewinde sind ebenso an der Tagesordnung wie vergoldete Kontakte. Das spürbare Knurling sorgt für einen sicheren Grip auch bei Nässe oder schlechten Wetterverhältnissen. Mit den ausreichend vorhandenen Kühlrippen kann die Catapult V3 entstehende Hitze gut ableiten, wobei es natürlich auch hier physikalische Grenzen gibt. Größenvergleich: Links Lumapower Signature LX, rechts ThruNite Catapult V3 XM-L ohne Extender
User Interface Im Vergleich mit der Catapult V2 hat die Catapult V3 ein neues User Interface (UI) erhalten. Da es in diesem Review um die Catapult V3 geht, beschränke ich mich an dieser Stelle auf die Neuerungen hinsichtlich der Bedienung, welche die ThruNite Catapult V3 XM-L mitbringt. Die ThruNite Catapult V3 XM-L bietet zwei Hauptbetriebsmodi, die durch Drehen und Lösen des Lampenkopfes aktiviert werden. Mit angezogenem Lampenkopf wird der Turbo Mode aktiviert; wird der Lampenkopf hingegen gelöst, dann stehen die restlichen Leuchtmodi sowie Strobe zur Verfügung, die dann mittels Clicky ausgewählt werden können. Positiv fällt hierbei auf, dass der High Mode mit 590 ANSI-Lumen ebenfalls so viel Bums besitzt, dass in vielen Fällen dieser Modus schon ausreichend sein kann und die Catapult V3 nicht permanent im Turbo Mode betrieben werden muss, was wiederum der Laufzeit zugute kommt. Da die Catapult V3 einen Mode Memory besitzt, wird die zuletzt gespeicherte Leuchtstufe nach dem Einschalten automatisch wieder hergestellt. Dieses Merkmal ist insbesondere bei nächtlichen Einsätzen sehr nützlich, wenn die Nachtsichtfähigkeit erhalten bleiben und die Catapult V3 deshalb im Low Mode starten soll. Warum jedoch ein Strobe Mode in einem Thrower vorhanden sein muss, will sich mir nicht erschließen – ich für meinen Teil bin kein Freund von Blink-Gedöns und hätte deshalb gut auf den Strobe verzichten können.
Laufzeiten und Leuchtmodi a) Mit Extender und Betrieb mit 4 x CR123A/16340-Akkus
b) Ohne Extender und Betrieb mit 2 x CR123A/16340-Akkus
Technische Details
Leuchtcharakteristik Hier bedarf es nicht vieler Worte, denn die ThruNite Catapult ist schon seit der ersten Generation ein Thrower. Mit ihrem Mix aus optimierten Parabol-Reflektor, einer maximalen Leuchtkraft von 780 ANSI-Lumen sowie einer Reichweite von gut 470 Metern lässt sie keine Wünsche offen, wenn es um eine helle und weitreichend Ausleuchtung geht. Erwähnenswert sind hier noch die Aufsatzfilter, die es in verschiedenen Farben gibt. Wie bei anderen Taschenlampen schlucken sie zwar einen großen Teil des austretenen Lichts, dennoch erzielt die ThruNite Catapult immer noch eine gute Reichweite – über 400 Meter sind es jedoch nicht. Luxmessung Alle Luxwerte wurden wie immer mit frisch geladenen Akkus durchgeführt. Bei den 18650-Akkus habe ich Cytac-Akkus mit 2900 mAh verwendet, bei den kleinen Akkus kamen 16340-Zellen von Keeppower mit 700 mAh zum Einsatz. a) Messung mit 2 x 18650-Akku: 45100 Lux@1m b) Messung mit 1 x 18650-Akku: 32000 Lux@1m c) Messung mit 4 x 16340-Akku: 44300 Lux@1m Beamshots Alle Beamshots wurden in den Leuchtmodi Turbo und High aufgenommen. a) Turbo Mode b) High Mode Video Ein Video aus unserer Serie Helle Taschenlampen@Night zeigt die ThruNite Catapult V3 XM-L beim nächtlichen Einsatz: ThruNite Catapult V3 XM-L nightly video review
Pro und Contra + Exzellenter Thrower – Kein Holster im Lieferumfang enthalten Fazit Die ThruNite Catapult V3 XM-L ist sicher nicht der Über-Thrower mit einer Reichweite von 700 Metern oder mehr. Sie macht ihren Thrower-Job aber dennoch sehr gut, denn eine Reichweite von ca. 470 Metern ist meiner Meinung nach für 90% aller Anwendungsbereiche völlig ausreichend. Zur vollen Leistung läuft sie selbstverständlich nur bei Bestückung mit zwei 18650- oder vier 16340-Akkus auf, wobei ich den 18650-Akkus aufgrund der höheren Laufleistung den Vorzug geben würde; mit gewissen Abstrichen hinsichtlich der maximalen Leuchtleistung (s. Luxmessung) kann sie auch ohne Extender betrieben werden. Wie ich eingangs bereits erwähnte, ist die Catapult V3 XM-L für mich nach wie vor einer der besten Thrower, zumal sie mit dem optional erhältlichen Zubehör wie Farbfilter in verschiedenen Farben auch für den Einsatz im jagdlichen Bereich (Nachsuche) bestens gerüstet ist. Einzig und allein der Strobe Mode ist für mich diskussionswürdig, ich halte ihn für unnütz. Das ist aber wie immer Geschmackssache und tut der Leistungsfähig der Catapult V3 XM-L keinen Abbruch. Bezugsquelle Die ThruNite Catapult V3 XM-L ist im MSITC Shop erhältlich. |
Review: XTAR S1 3 x XM-L U2 LED 2350 ANSI-Lumen max.
Einführung XTAR dürfte den meisten bislang eher als Hersteller von Ladegeräten und Akkus ein Begriff sein. Zwar hatte XTAR bereits in der Vergangenheit schon Taschenlampen im Portfolio, doch im Vergleich mit den bekannten Marken wie Olight, Fenix oder JETBeam rangierten diese bislang eher unter ferner liefen, was die "brand awareness" angeht. Dass XTAR aber auch anders kann, zeigt das neue Top-Modell XTAR S1, denn hier hat XTAR sich nicht lumpen lassen, sondern eine Taschenlampe aus dem Ärmel geschüttelt, die mit Sicherheit für viele Flashaholics interessant sein dürfte. Kurz zu den Fakten: Die XTAR S1 ist mit drei XM-L U2-LEDs ausgestattet, die insgesamt 2350 ANSI-Lumen liefern. Ein besonderes Schmankerl ist der Selektorring, der auch die Möglichkeit zur Programmierung einer eigenen Helligkeitseinstellung (Preset) bietet, doch dazu später noch mehr. Wie immer gilt: Alle Angaben (bis auf die Luxmessung) wie Lumen oder Laufzeiten sind Herstellerangaben, die ich nicht selbst verifiziert habe. Verpackung und Zubehör Die XTAR S1 wird in einem stabilen großen Pappkarton mit folgendem Zubehör ausgeliefert:
Man möge es mir verzeihen, aber der Aufbewahrungsbeutel für die XTAR S1 hat mich an die Turnbeutel der frühen 70er-Jahre erinnert. Das ist nicht böse gemeint, zumal diese Art der Aufbewahrung allemal besser ist, als die XTAR S1 längere Zeit in der Hand zu halten, denn der daran befestigte Arm wird ob des Kampfgewichts der S1 nämlich irgendwann einmal länger… Auch Katzen würden XTAR kaufen…
Erster Eindruck Die XTAR S1 macht bereits beim Auspacken unmissverständlich klar, wohin die Reise geht: Mit einem Gewicht von 888 Gramm ohne Akkus sowie einer imposanten Länge von 24 cm ist schnell erkennbar, dass es sich nicht um die klassische EDC-Taschenlampe für die Hosentasche handelt. Nicht umsonst wird die XTAR S1 vom Hersteller als Search and Rescue-Taschenlampe eingestuft, wobei dieses Attribut natürlich kein Alleinstellungsmerkmal ist – auch andere Hersteller haben S&R-Taschenlampen im Angebot. Interessanter hingegen wird es bei einem Blick hinter die Kulissen, sprich: die Verarbeitung der S1. Wer XTAR-Taschenlampen bislang eher naserümpfend betrachtet und in die Kategorie "Taugt eh nix!" eingestuft hat (obgleich er noch nie eine XTAR-Taschenlampe in der Hand hatte), den wird die XTAR S1 eines besseren belehren, denn die S1 kann sich zweifellos hinsichtlich Verarbeitung und Qualität mit anderen bekannten Marken messen. Obwohl die XTAR S1 wahrhaft kein Leichtgewicht ist, so liegt sie dennoch aufgrund der gut platzierten Griffmulden gut in der Hand. Einzig und allein der Selektorring dürfte etwas aufgerauhter sein bzw. mehr Grip machen, aber notfalls muss man eben die zweite Hand zum Umschalten zu Hilfe nehmen, und üblicherweise schaltet man die Leuchtmodi auch nicht alle drei Minuten um. Betankt wird die XTAR S1 übrigens mit drei Akkus vom Typ 18650. Wichtig: Ein Betrieb mit CR123A-Batterien oder RCR123-/16340-Akkus ist nicht vorgesehen, und da ich kein danger seeker bin, habe ich auch nicht ausprobiert, was passiert, wenn man trotzdem solche Zellen eingelegt – hier sollte man den gesunden Menschenverstand walten lassen und dem Hinweis des Herstellers Folge leisten.
Verarbeitung Die Anodisierung der Lampe ist ordentlich und ohne erkennbare Kratzer oder fehlerhafte Stellen, und auch an den Gewinden gibt es nichts auszusetzen. Sie sind ordentlich gefettet und geschnitten, so dass man die XTAR S1 ohne großen Kraftaufwand auf- und zusammenschrauben kann. Insgesamt betrachtet hinterlässt die XTAR S1 einen durchweg hochwertigen Eindruck, was aber angesichts der Konkurrenz in diesem Preissegment auch selbstverständlich sein sollte. Größenvergleich: Links Lumapower Signature VX, Mitte XTAR S1, rechts Niteye EYE-30
Bedienung Die Bedienung der XTAR S1 erfolgt vollständig über den Selektorring, der sich unterhalb des Lampenkopfes befindet. Eine Besonderheit ist dabei die Programmierbarkeit der XTAR S1, die ich weiter oben schon kurz angedeutet hatte. Diese Möglichkeit kann, muss aber nicht genutzt werden – wer die Lampe nicht an seine eigenen Leuchtbedürfnisse anpassen möchte, verwendet einfach Factory Presets, oder auf gut deutsch die voreingestellten Leuchtmodi. Diese werden ausgewählt, indem der Selektorring nach rechts gedreht wird. Hier stehen unterschiedliche Abstufungen im Bereich von 30-2350 ANSI-Lumen zur Verfügung bzw. können dort programmiert werden.
User Interface (UI) Das User Interface der XTAR S1 ist für mich ein Highlight dieser Taschenlampe, denn es ermöglicht nicht nur die schnelle Auswahl der fabrikmäßig eingestellten Leuchtmodi per Selektorring, sondern auch die Programmierung von Leuchtmodi nach eigenem Gusto. Zunächst zur Auswahl der vorhandenen Modi, die sich ausgehend von der Nullstellung durch eine Drehung nach links auswählen lassen: High > Strobe > SOS. Mit einer Drehung nach rechts erreicht man die Modi Preset und Select. Die Bedienung ist dabei recht simpel. Im einfachsten Fall ist die Lampe aus, wenn die Markierung auf dem Selektorring auf Position 0 zeigt. Programmiert werden kann die S1 wie folgt: 1. Position "Select" mit dem Selektorring auswählen 2. Die Lampe wechselt nun zwischen minimaler und maximaler Helligkeit in einem moderaten Tempo 3. Sobald die gewünschte Helligkeit erreicht ist, muss der Selektorring auf "Preset" gestellt werden – damit wird die eingestellte Helligkeitsstufe gespeichert Diese programmierte Helligkeitsstufe bleibt solange erhalten, bis mit dem Selektorring erneut der Modus "Select" ausgewählt oder die Endschalterkappe gelockert wird. Nach dem lockern und anziehen der Endschalterkappe wird Preset wieder auf einen vorgegebenen Helligkeitswert zurückgesetzt. Obgleich mir diese Möglichkeit gut gefällt, so hätte ich es für meinen Geschmack noch besser gefunden, auf Blinkgedöns wie SOS und Strobe zu verzichten und stattdessen zwei Presets zur Programmierung zur Verfügung zu stellen, denn so bleibt lediglich die Auswahl zwischen High und einer zweiten frei zu konfigurierenden Leuchtstufe. Wem diese zwei Leuchtmodi reichen, der erhält dafür im Gegenzug ein interessantes und einfach zu bedienendes User Interface.
Leuchtmodi und Laufzeiten
Auch für die XTAR S1 gilt, was ich bereits in meinem Niteye EYE-30-Review erwähnt hatte, deshalb wiederhole ich es an dieser Stelle nochmal: Ein ganz wichtiger Punkt ist das Thema Akkus. Wer meint, dass er sich einen Gefallen tut, wenn er seine frisch erworbene XTAR S1 (war ja teuer genug!) mit sagenhaften eBay-XYZ-Akkus mit 4000 mAh für zwei Euro das Stück betreiben kann (warum teure Markenakkus kaufen, wenn es auch günstige von eBay tun?), der sollte sich nochmal ernsthaft Gedanken darüber machen. Der Umgang mit Lithium-Ionen-Akkus ist nicht ganz ohne – das gilt auch schon für Taschenlampen, die mit einem oder zwei 18650-Akkus betrieben werden. Da es im Internet genug Informationen zum Thema "Richtiger Umgang mit Lithium-Ionen-Akkus" gibt, verweise ich an dieser Stelle auf weiterführende Informationen und beschränke mich hier auf die wichtigsten Punkte: 1. Ausschließlich Qualitätsakkus vom selben Modell/Hersteller verwenden 2. Auf keinen Fall Akkus mit unterschiedlichen Ladeständen oder Kapazitäten mischen 3. Ausschließlich Akkus verwenden, die gleich alt sind Luxmessung Mit frisch geladenen Cytac 2900 mAh-Akkus habe ich 64200 Lux@1m gemessen.
Sonstiges Offensichtlich haben sich die Ingenieure bei XTAR Gedanken darüber gemacht, wie man die XTAR S1 hinsichtlich der Energieversorgung kompatibel zu möglichst vielen 18650-Akkus macht. Dabei wurde zu einem einfachen, aber probaten Mittel gegriffen: Die Negativkontakte in der Tailcap sitzen auf einer Feder und sind somit flexibel, was die Länge des eingelegen 18650-Akkus angeht. In der Praxis gibt es nämlich durchaus Längenunterschiede von ein paar Milimetern, die mitunter dafür sorgen, dass bestimmte 18650-Akkus nicht in allen Taschenlampen funktionieren, die eigentlich für den Betrieb mit derartigen Lithium-Ionen-Akkus vorgesehen sind.
Beamshots Alle Beamshots wurden im Modus High mit 2350 ANSI-Lumen erstellt. Video Ein Video aus unserer Serie Helle Taschenlampen@Night zeigt die XTAR S1 im praktischen Einsatz:
XTAR S1 at night
Technische Details
Leuchtcharakteristik Mit einer von XTAR angegebenen Leuchtweite von 359 Metern ist die S1 als Thrower einzuordnen, wenngleich sie hinsichtlich der maximalen Reichweite nicht mit reinrassigen Throwern wie einer Olight M3X mithalten kann. Das ist aber auch gar nicht die Intention der XTAR S1, denn als Suchlampe ist sie wenig hilfreich, wenn sie lediglich einen stark konzentrierten Spot besitzt und der Spill außerhalb vom Beam ansonsten nichts erkennen lässt. Die XTAR S1 bietet eine meiner Meinung gelungene Mischung aus Flood und Throw, d.h. sie bietet einerseits genügend Reichweite und andererseits leuchtet sie auch den nahen und mittleren Bereich gut aus. Durch die Verwendung von drei LEDs wirkt der Beam an den Rändern nicht ganz homogen, wenn man an eine weiße Wand leuchtet, aber ganz ehrlich: Für mich ist eine Taschenlampe ein Gebrauchsgegenstand, den ich nicht dazu verwende, um weiße Wände anzustrahlen und mir dann Gedanken über das Lichtbild zu machen – eine Taschenlampe muss für mich im praktischen Einsatz (und das ist nun mal in der Regel draußen) ordentlich leuchten, und genau das tut die XTAR S1 ohne wenn und aber.
Fazit Mit der S1 hat XTAR eine Lampe auf den Markt gebracht, die meiner Meinung nach speziell im Bereich der "großen" Taschenlampen das Zeug dazu hat, ebenfalls vorne mitzumischen, wenn es um die Verteilung des großen Kuchens geht. 2350 ANSI-Lumen sind eine ordentliche Ansage, und wer maximale Leuchtleistung benötigt, dürfte mit der XTAR S1 gut bedient sein. Ebenso interessant finde ich die Möglichkeit, einen eigenen brightness preset zu definieren, denn so lässt sich der zweite Leuchtmodus individuell konfigurieren. Optimal wäre es aus meiner Sicht gewesen, wenn dieser Einstellung auch nach dem Öffnen der Tailcap erhalten bliebe, denn so muss man jedesmal nach dem Laden der Akkus die Einstellung erneut vornehmen. Nichtsdestotrotz wird die Leistung der S1 dadurch nicht geschmälert. Mit einer Reichweite von knapp 360 Metern bietet die XTAR S1 nicht nur eine sehr gute Reichweite für Thrower-Freunde, sondern überzeugt auch durch den floodigen Beam. Die Bedienung über den Selektorring geht schnell und einfach vonstatten, zumal die Lampe komplett darüber gesteuert wird – auch das Ein- und Ausschalten erfolgt über den Selektorring. Man sollte sich allerdings auch darüber im Klaren sein, dass die XTAR S1 kein Leichtgewicht ist. Mit 888 Gramm ohne Akkus macht sich diese Taschenlampe schon am Arm bemerkbar, andererseits ist das beim Betrieb mit drei 18650-Akkus auch kein Wunder. Wer mit zwei Leuchtmodi leben kann, erhält mit der XTAR S1 eine Taschenlampe – oder genauer gesagt, einen Suchscheinwerfer – mit einer exzellenten Leuchtleistung und einem frei programmierbaren Leuchtmodus, die ihren Preis nach meinem Dafürhalten auch wert ist. Bezugsquelle Die XTAR S1 ist im MSITC Shop erhältlich. |
Review: ThruNite TN12 XM-L U2 605 ANSI-Lumen max.
Einführung Die ThruNite TN12 ist eine EDC-Taschenlampe, die es lumenmäßig faustdick hinter den Ohren hat. Gemessen an der Größe ist diese Taschenlampe eine der hellsten Lampen, die ich kenne – kein Wunder, denn schließlich erreicht sie maximal 605 ANSI-Lumen bzw. 705 LED-Lumen bei einer Länge von gerade mal 12,6 cm. Dass bei einer solchen Leuchtleistung auch einige Dinge zu beachten sind, versteht sich von selbst – welche das genau sind, werde ich weiter unten näher erläutern. Warum ich die ThruNite TN12 für eine der interessantesten Taschenlampen im EDC-Segment halte, werde ich im Rahmen meines Reviews ausführlicher erörtern. Alle Angaben wie Lumen, Laufzeiten usw. sind Herstellerangaben, die ich nicht selber überprüft habe. Last but not least: Ich werde in Zukunft in jedem meiner Reviews mindestens ein Bild mit einem Größenvergleich mit meiner Referenztaschenlampe – der Lumapower Signature LX mit 13,5 cm Länge – machen. Das mache ich deshalb, weil sich der eine oder andere mit einem direkten Größenvergleich leichter tut als mit nüchternen Größenangaben.
Lieferumfang Ausgeliefert wird die ThruNite TN12 in der schon von anderen ThruNite-Taschenlampen bekannten grauen Verpackung. Beim Lieferumfang lässt sich ThruNite nicht lumpen, denn neben der TN12 ist noch folgendes Zubehör in der Verpackung enthalten:
Das Holster ist recht ordentlich verarbeitet und passgenau, da habe ich schon schlechteres gesehen. Erster Eindruck ThruNite hat sich nicht ohne Grund den Ruf einer Premium-Marke erarbeitet, und diesem Ruf wird auch die ThruNite TN12 gerecht. Die TN12 sieht nicht nur rein äußerlich schon gut aus, sondern liegt darüber hinaus auch – dank Knurling mit viel Grip – gut in der Hand. Mit einer Länge von 12,6 cm ist die TN12 nun nicht mehr die typische EDC-Taschenlampe für den Schlüsselbund, aber sie passt noch problemlos in die Jacken- oder Hosentasche. Der Clip aus Edelstahl ist abnehmbar und lässt sich ohne große Gewalteinwirkung entfernen. Dass ThruNite auch der TN12 einen Firefly Mode mit ganz wenig Lumen spendiert hat, finde ich sehr gut. So bietet die ThruNite TN12 nicht nur maximale, sondern auch minimale Helligkeit. Größenvergleich: Links ThruNite TN12, rechts Lumapower Signature LX Verarbeitung Die Verarbeitung der ThruNite TN12 befindet sich einem qualitativ hohen Niveau und bietet alles, was man sich von einer Premium-Taschenlampe wünscht: Sauber geschnittene Trapezgewinde, eine rundum gut aufgebrachte Anodisierung ohne Kratzer oder Einschlüsse sowie eine sauber zentrierte LED. Beim Thema Wärmeentwicklung setzt die TN12 auf eine elektronische Schutzschaltung, um den Treiber und die LED vor Überhitzung zu schützen. Das funktioniert rein technisch betrachtet wie folgt: Die Temperatur wird alle 10 Sekunden gemessen und dafür die Maximaltemperatur von 85°C nicht übersteigen. Falls die Temperatur höher ein sollte, dann wird die Spannung in 50 mA-Schritten alle 10 Sekunden zurückgefahren – dieser Vorgang wird so lange wiederholt, bis eine Temperatur unterhalb von 85°C erreicht ist. Wenn die Temperatur auf unter 80°C fällt, dann beginnt das Spiel in umgekehrter Reihenfolge, denn dann wird die Spannung wieder in 50 mA-Schritten im Abstand von 10 Sekunden hochgeregelt.
Bedienung 1. Ein- und ausgeschaltet wird die ThruNite T12 über den Clicky am Lampenende 2. Momentlicht (Morselicht) kann aktiviert werden, indem der Clicky halb gedrückt wird 3. Die drei regulären Leuchtmodi werden umgeschaltet, indem der Lampenkopf jeweils gelockert und dann wieder festgedreht wird 4. Die Schaltreihenfolge ist immer Firefly > Low > Medium > High > Strobe und wird zyklisch wiederholt Die ThruNite TN12 besitzt darüber hinaus noch einen Mode Memory, der den zuletzt verwendeten Leuchtmodus speichert und ihn automatisch nach dem Einschalten wieder herstellt. Je nach Einsatzzweck der TN12 kann dies sehr nützlich sein, da man beispielsweise den Firefly Mode als Voreinstellung auswählen und somit sicherstellen kann, dass die Nachtsichtfähigkeit beim Einschalten im Dunkeln erhalten bleibt.
Leuchtmodi und Laufzeiten
Technische Details
Luxmessung Bei Betrieb mit einem 18650-Akku habe ich 6700 Lux@1m gemessen, während das Luxmeter bei zwei 16340-Akkus 7300 Lux@1m angezeigt hat. Die 600 Lux entsprechen 25 Lumen Unterschied in der Praxis, was ich aber nicht wahrgenommen habe. Pro und Contra + Qualitativ gute Verarbeitung – Strobe taucht in normaler Schaltreihenfolge auf Leuchtcharakteristik Die von ThruNite angegebene Reichweite von knapp 200 Metern halte ich für recht großzügig gemessen, die "echte" Reichweite dürfte trotz SMO-Reflektor tatsächlich darunter liegen. Angesichts der Tatsache, dass die ThruNite TN12 auch kein Thrower ist, halte ich das für vernachlässigbar, denn in ihrer Paradedisziplin als größere EDC- oder Backup-Taschenlampe kann sie dafür umso mehr glänzen. Mit maximal 705 Lumen beim Betrieb mit 2 x 16340-Akkus oder 680 Lumen beim Betrieb mit einem 18650-Akku ist die TN12 ein grandioser Flooder, der den nahen und mittleren Bereich bis ca. 70 Meter gut und hell ausleuchtet. Beamshots Alle Beamshots wurden im Modus High mit frisch geladenem 18650-Akku aufgenommen. Video Ein Video aus unserer Serie Helle Taschenlampen@Night zeigt die ThruNite TN12 beim nächtlichen Einsatz: Nightly video review of ThruNite TN12
Fazit Die ThruNite TN12 schafft den Spagat zwischen einer EDC-Taschenlampe und einer größeren Taschenlampe mit Bravour. Mit max. 705 Lumen zählt die ThruNite TN12 ohne Zweifel zu den hellsten Taschenlampen in der Größenklasse bis 13 cm Länge. Ich möchte an dieser Stelle ganz klar darauf hinweisen, dass die TN12 nicht für stundenlange Einsätze auf höchster Leuchtstufe entwickelt wurde, denn trotz Überhitzungsschutz fehlen weitere wärmereduzierende Maßnahmen wie Kühlrippen. Für Einsätze, bei denen höchste Helligkeit in einem überschaubaren Zeitraum wichtig ist, spreche ich der ThruNite TN12 hingegen eine ganz klare Empfehlung aus. Das einzige, was ich mir noch gewünscht hätte, wäre ein Strobe Mode, der nicht über die normale Schaltreihenfolge aufgerufen wird. Da die Geschmäcker hier aber bekanntlich verschieden sind und dem einen ein Strobe gefällt und dem anderen nicht, will ich das auch nicht als großen Kritikpunkt betrachten, denn dank Mode Memory lässt sich die ThruNite TN12 so konfigurieren, dass der Strobe nicht unbeabsichtigt aktiviert werden kann. Bezugsquelle Die ThruNite T12 ist im MSITC Shop erhältlich. |