Einführung Die BST IF-001 ist kein Lumenmonster mit tausenden von Lumen, bietet dafür aber eine andere Besonderheit, und zwar das stufenlose Dimmen der Leuchtstärke mittels Seitenschalter. Wer noch die gute alte Eluma SA-Serie kennt, weiß, wie dieser Mechanismus funktioniert, und für alle anderen werde ich es in meinem Review erläutern.
Lieferumfang Ausgeliefert wird die BST IF-001 in einer Pappschachtel mit folgendem Lieferumfang:
Erster Eindruck Sieht man vom minimalistischen Lieferumfang ab, so hat die BST IF-001 durchaus was zu bieten. Mir gefällt besonders gut die stufenlose Regelung, denn diese findet man ansonsten in der Regel nur bei Taschenlampen mit Selektorring. Dieses Feature bietet die BST IF-001 nun auch und erlaubt sogar den Betrieb mit dem immer populärer werdenden 26650-Akkuformat.
Verarbeitung Für diesen Preis ist die Verarbeitung der Lampe gut gelungen, ohne Frage. Ich habe an meinem Review-Exemplar nichts entdeckt, was mich extrem gestört hätte oder als Makel bezeichnet werden müsste. Mit dem mitgelieferten 18650-Adapter ist ein klapperfreier Betrieb möglich, und das Ramping (stufenlose Änderung der Leuchtstärke) funktioniert über den Seitenschalter prima.
Bedienung Die Bedienung der BST IF-001 erfolgt über einen Seitenschalter am Lampenkopf: 1. Durch längeres Drücken des Seitenschalters wird die Lampe ein- oder ausgeschaltet 2. Durch einen Doppelklick auf den Seitenschalter wird der Strobe-Modus aktiviert 3. Wenn der Scheitenschalter im laufenden Betrieb gedrückt wird, ändert sich die Leuchtstärke. Sobald die BST IF-001 entweder die maximale Leuchtkraft oder die untere Grenze erreicht hat, blinkt sie zweimal kurz auf. Da die BST IF-001 über einen Mode Memory verfügt, wird die zuletzt eingestellte Leuchtstärke beim nächsten Einschalten automatisch wieder verwendet.
Leuchtmodi und Laufzeiten
Technische Details
Luxmessung Bei Betrieb mit einem 18650-Akku habe ich folgende Werte gemessen: Pro und Contra + Qualitativ gute Verarbeitung – spärlicher Lieferumfang Leuchtcharakteristik Die BST IF-001 liefert einen ausgewogenen Beam, der trotz OP-Reflektor einen deutlichen Spot erkennen lässt. Ich halte eine Reichweite von ca. 250-300 Metern für realistisch, da der OP-Reflektor groß und tief ist. Der Sidespill ist auch für die Ausleuchtung des nahen und mittleren Bereiches gut geeignet. Beamshots Alle Beamshots wurden im Modus High mit frisch geladenem 18650-Akku aufgenommen.
Fazit Dank der stufenlosen Leuchtkraftregulierung und dem wahlweisen Betrieb mit einem 18650- oder einem 26650-Akku kann die BST IF-001 zwei interessante Merkmale aufweisen, die nicht zum Standard gehören. Üblicherweise ist die die stufenlose Regulierung der Leuchtstärke eine Domäne von Taschenlampen mit Selektorring, die dann aber meistens Premium-Modelle sind und deshalb auch deutlich mehr als die BST IF-001 kosten. Wer mit dem spärlichen Lieferumfang kein Problem hat, bekommt mit der BST IF-001 meines Erachtens eine Lampe mit einem guten Preis-/Leistungsverhältnis, zumal ohne Aufpreis der Weg für künftige Akkugenerationen (26650) schon geebnet ist.
Bezugsquelle Die BST IF-001 ist im MSITC Shop erhältlich. |
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Urlaub in Zell am See
Den diesjährigen Sommerurlaub haben wir ausnahmsweise nicht wie die Jahre zuvor in Tirol oder Südtirol verbracht, sondern im Salzburger Land, genauer gesagt in der Region Zell am See/Kaprun. Unser Quartier haben wir für eine Woche im Hotel Badhaus bezogen, und um es gleich vorweg zu nehmen: Im Vergleich mit anderen Vier-Sterne-Hotels war das Essen im Hotel Badhaus wirklich absolut herausragend, doch dazu später noch mehr. Der Hauptgrund für die Entscheidung, dieses Jahr in Zell am See Urlaub zu machen, war u.a. das große Angebot an Ausflugszielen, denn hier hat diese Ferienregion einiges zu bieten. Darüber hinaus bekommt man in teilnehmenden Hotels die sog. Zell am See-Card, die neben zahlreichen freien Eintritten auch Ermäßigungen für weitere Attraktionen bietet – besonders als Familie kann man damit in einer Woche über 500 Euro(!) sparen, was ein nicht unerhebliches Argument ist. Ja, was gibt es denn nun alles in Zell am See bzw. der Kapruner Region? Einiges, um es mal so zu sagen. Da ich keinen Roman schreiben möchte, führe ich mal einige Ausflugsziele stichwortartig auf:
Zoll Hellbrunn bei SalzburgWenn man bereit ist, ein paar Kilometer mehr zu fahren, dann kann man z.B. auch den Zoo Hellbrunn bei Salzburg besuchen, was ich übrigens nur empfehlen kann. Da Salzburg gleich nebenan liegt, kann man mit dem Zoobesuch – so man kulturell interessiert ist – auch gleich noch weitere Sehenswürdigkeiten in Salzburg verbinden. Der kleine rote Panda, ein putziger Geselle… Dem Kerl geht man besser aus dem Weg…
SchmittenhöheDie Schmitten sollte man sich nicht entgehen lassen. Für Leute wie mich, die nur ungern in eine Gondel steigen, um den Berg hinauf- oder hinunterzuschweben, ist es ein empfehlenswertes Ausflugsziel, und auch für Kinder ist einiges geboten, u.a. eine zehnminütige Fahrt mit einem Elektrobike und Schmidolins Feuertaufe. Dabei handelt es sich um einen Rundwanderweg mit einigen Stationen, wo sogar selbst ansonsten eher wenig motivierte Kiddies gerne wandern. Ach so: Die Fahrt mit der Areitbahn I befördert einen auf 1400 Meter Höhe, die Aussicht auf zahlreiche Gebirgsketten ist einfach grandios, obwohl das Wetter bei uns an diesem Tag leider nicht ganz perfekt war.
Wildpark FerleitenMuss man nicht unbedingt machen, wenn man schon im Zoo Hellbrunn war, aber da der Eintritt mit der Zell am See-Card kostenlos ist, haben wir diesen Wildpark natürlich auch angeschaut. Er ist schön angelegt und bietet ebenfalls einen tollen Panoramablick. Der Wildpark liegt übrigens direkt vor der Mautstation der Großklocknerstraße – wer sie befahren möchte, wird mit 29 Euro(!) Maut zur Kasse gebeten, was ich für einen teuren Spaß halte. Nach dem Verlassen der Wildparks sind uns noch ein paar Teilnehmer einer Rally begegnet, die dann ziemlich flott Richtung Tal gefahren sind…
Sigmund-Thun-KlammEine Klamm ist mehr oder weniger eine Schlucht, die im Laufe der Zeit geformt wurde bzw. entstanden ist. Unbedingt anschauen sollte man sich meines Erachtens die Sigmun-Thun-Klamm, da sie ziemlich imposant und sehenswert ist. Es gibt hier zwei Routen, eine kürzere und eine längere – die längere führt um den Stausee und ist auch mit Kindern gut machbar. In der Mitte der Strecke gibt es einen Kinderspielplatz sowie eine Jausenstation, wo man sich zu zivilen Preisen stärken kann. Mein Maxpedition Falcon II hat uns sehr gute Dienste geleistet, mehr dazu ein andermal
Das waren natürlich längst nicht alle Lokationen, die wir besucht haben, aber wenn ich alle aufzählen würde, dann könnte ich stundenlang weiterschreiben. Ein klares Fazit unseres Urlaubs ist, dass es uns in dieser Region sehr gut gefallen hat und wir deshalb überlegen, nächstes Jahr dort nochmal vorbeizuschauen und wieder im Hotel Badhaus abzusteigen. Es mag sich vielleicht etwas überheblich anhören, aber nach diversen Erfahrungen mit All-Inklusive-Hotels auf Vier-Sterne-Niveau haben wir beschlossen, kein Hotel mehr anzusteuern, das nicht über 100% Weiterempfehlungen bei holidaycheck.de bekommt. Mittlerweile bin ich der Meinung (und das sieht der Rest der Familie auch so), dass man auf All-Inklusive durchaus verzichten kann, wenn dafür einmal am Tag ein wirklich leckeres Essen kredenzt wird, und das ist im Hotel Badhaus definitiv der Fall. Erlesene Vier-Gang-Menüs haben uns kulinarisch absolut begeistert und nie enttäuscht. Hinzu kommt, dass das Personal stets sehr freundlich und hilfsbereit war, und der Wellness-Bereich war nach einem langen Tagesausflug ein idealer Ort, um einfach mal eine Runde zu relaxen und es sich gutgehen zu lassen. |
Review: Niteye EYE40 4 x XM-L U2 3000 Lumen max.
Einführung Nachdem Niteye bereits im November/Dezember 2011 mit der EYE-30 ein sehr leistungsstarkes Modell auf den Markt gebracht hat, war es absehbar, dass im Zuge des allgemeinen Lumenwettrüstens ein kampfwertgesteigertes Modell kommen würde. Nun ist es soweit: Die neue Niteye EYE40 verfügt nun über vier XM-L U2-LEDs und liefert satte 3000 Lumen anstelle von 2000 Lumen gegenüber der Niteye EYE-30. Da ich zur Niteye EYE-30 bereits ein ausführliches Review veröffentlicht habe und sich die beiden Modelle nicht allzu sehr voneinander unterscheiden, werde ich in diesem Review schwerpunktmäßig auf die Unterschiede zwischen den beiden Lampen eingehen und gegebenenfalls auch einzelne Details gegenüberstellen, falls nötig.
Verpackung und Zubehör Hier gibt es schon den ersten offensichtlichen Unterschied. Während Niteye der EYE-30 noch einen schicken Alukoffer spendiert hat, kommt die EYE40 im schlichten Pappkarton daher. Das Zubehör hingegen ist wiederum identisch und besteht aus folgenden Komponenten:
Erster Eindruck Das ist zwar Jammern auf hohem Niveau, ich tue es aber trotzdem: Ehrlich gesagt steht einer hochwertigen (und auch nicht gerade zum Schnäppchenpreis erhältlichen) Taschenlampe vom Schlage einer Niteye EYE?? eine adäquate Aluschatulle deutlich besser zu Gesicht als eine schnöde Pappschachtel, und ich kann ehrlich gesagt nicht ganz nachvollziehen, warum Niteye sich hier für diese Verpackungsform entschieden hat. Nun gut, weiter im Text. Was einem natürlich sofort ins Auge sticht, sind vier LEDs anstelle von dreien wie bei der Niteye EYE-30. Außerdem ist die Niteye EYE40 mit einem Selektorring aus rostfreiem Edelstahl ausgestattet, der bei der EYE-30 dem Special Edition-Modell vorbehalten war. Last but not least ist die Niteye EYE40 mit 3000 Lumen natürlich heller als die EYE-30, und wie sich das luxmäßig niederschlägt, steht ein Stück weiter unten. Ach ja, einen Tick schwerer als die EYE-30 ist die EYE40 selbstverständlich auch. Sie passt zwar gut in das mitgelieferte Holster, aber das Gewicht macht sich beim Tragen am Gürtel durchaus bemerkbar.
Verarbeitung Auch hier gilt dasselbe wie bei der EYE-30: Top-Verarbeitung, und zwar durchgängig. Ich würde der EYE40 sogar einen etwas geschmeidigeren Selektorring attestieren, d.h. bei meinem Review-Modell ließ sich der Selektorring bei der Niteye EYE40 einen Tick leichtgängiger bedienen als bei der Niteye EYE-30. Ab Werk ist die Niteye EYE40 ebenfalls besser geschmiert, sie lässt sich leichter auf- und zuschrauben als die EYE-30.
Laufzeiten und Leuchtmodi
Die Laufzeit im Turbo Mode sollte man nicht wörtlich nehmen, denn wie sich manch einer schon denken kann, wird die EYE40 in diesem Modus bereits nach kurzer Zeit ziemlich warm, und ich halte es ehrlich gesagt für ziemlich unrealistisch, dass die Niteye EYE40 in diesem Modus 1,5 Stunden am Stück läuft. Ein Blick in die Bedienungsanleitung zeigt auch ganz schnell, dass dies rein technisch gar nicht funktioniert: Auch die EYE40 ist mit einem Überhitzungsschutz ausgestattet, der bei Erreichen einer bestimmten Temperatur am Lampenkopf (80°) die Lampe auf 60% herunterregelt. Sobald die Temperatur auf unter 70° gesunken ist, wird wieder auf die volle Leuchtkraft hochgeschaltet. Dieser Überwachungs- bzw. Schutzmechanismus lässt sich zwar auch deaktivieren, aber das würde ich auf keinen Fall empfehlen, denn ein solcher Mechanismus existiert nicht ohne Grund… Davon abgesehen wird die Niteye EYE40 aufgrund der höheren Lumenzahl und der vierten LED merklich schneller warm bzw. heiß als die EYE-30, wenn man sie längere Zeit im Turbo Mode betreibt. Last but not least wird der aufmerksame Leser vielleicht festgestellt haben, dass die Niteye EYE40 keinen Cruise Warning-Modus besitzt. Aus meiner Sicht ist das zu verschmerzen, denn die Einsatzbereiche dafür dürften nicht besonders zahlreich sein.
Technische Details
Luxmessung Bei der Luxmessung werden die Unterschiede zwischen der Niteye EYE-30 und der Niteye EYE40 besonders deutlich, denn die Differenz ist schon ordentlich: 1. Niteye EYE-30@1m: 29100 Lux 2. Niteye EYE40@1m: 44200 Lux Beide Luxmessungen habe ich mit frisch geladenen Keeppower 3100 mAh-Akkus durchgeführt.
Video Ein Video aus unserer Serie Helle Taschenlampen@Night zeigt die Niteye EYE40 beim nächtlichen Einsatz: Niteye EYE40 nightly video review
Beamshots Alle Beamshots sind im jeweils höchsten Modus aufgenommen, und zum besseren Vergleich habe ich Beamshots von der Niteye EYE40 und der Niteye EYE-30 gemacht. 1. Niteye EYE40 Turbo Mode 2. Niteye EYE-30 Turbo Mode 3. Direkter Vergleich EYE40 vs. EYE-30 Links EYE40, rechts EYE-30
Fazit Für mich persönlich war es nur eine Frage der Zeit, bis Niteye mit einem kampfwertgesteigerten Modell der EYE-30 auf dem Markt erscheinen würde, und warum das Rad neu erfinden, wenn man auf vorhandenes und bewährtes zurückgreifen kann? Im Prinzip ist die Niteye EYE40 eine Weiterentwicklung der EYE-30 und bietet neben einer weiteren LED auch eine höhere Leuchtleistung, und zwar um gute 1000 Lumen. Da mir schon einige Male die Frage gestellt wurde, ob sich ein Umstieg von der EYE-30 auf die EYE40 lohnt, möchte ich die Frage so beantworten: Wer ein Maximum an Helligkeit für einen überschaubaren Zeitraum benötigt, der kann bedenkenlos zur Niteye EYE40 greifen, denn 1000 Lumen Unterschied sind ein gewichtiges Argument. Ansonsten ist die EYE40 wie gesagt technisch nahezu identisch zur EYE-30 und aus meiner Sicht nach wie vor – oder genauer gesagt – ebenfalls wieder eine Taschenlampe auf einem qualitativ sehr hohen Niveau. Ein Suchscheinwerfer für stundenlange Einsätze auf höchster Stufe ist sie indes nicht, denn physikalische Grundsätze (Stichwort: Wärmeableitung) haben auch bei modernen High Tech-Taschenlampen immer noch ihre Gültigkeit. Ich für meinen Teil kann nur sagen, dass ich mit dem Vorgängermodell Niteye EYE-30 im praktischen Einsatz (u.a. auch bei der THW-Ausbildung und bei Nachtcaches) sehr gute Erfahrungen gemacht habe, denn bereits 2000 Lumen sind zur Ausleuchtung des nahen und mittleren Umfeldes eine interessante Sache, und mit 3000 Lumen wird hier nochmal eine ordentliche Schippe draufgelegt. Wer also wie gesagt ein Maximum an Helligkeit in einem noch einigermaßen griffigen Format benötigt, der sollte die Niteye EYE40 auf jeden Fall in die nähere Wahl einbeziehen.
Bezugsquelle Die Niteye EYE40 ist im MSITC Shop erhältlich.
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Review: BST HF-007 5 x CREE XM-L 2500 Lumen max.
Einführung Immer heller, immer leistungsfähiger, aber nicht unbedingt günstiger – das ist für mich ein aktueller Trend, den ich beobachte. Nachdem Niteye mit der EYE-30 einer der Vorreiter im Segment der Taschenlampen im Softdrink-Dosenformat war, haben auch andere Hersteller nachgezogen und toppen mittlerweile auch 2000 Lumen ohne Probleme, allerdings nicht in jedem Fall bei gleichbleibender Taschenlampengröße. Die Nachfrage nach hellen und leistungsstarken Taschenlampen ist zweifelsohne da, und ich werde mittlerweile regelmäßig gefragt, ob es nicht auch ähnlich leistungsstarke Modelle wie die Niteye EYE-30 oder die ThruNite TN30 gibt, allerdings zu einem günstigeren Preis. Ausgestattet mit diesem Wissen habe ich mich also auf die Suche gemacht und bin dabei auch fündig geworden. Ich möchte in diesem Review eine Taschenlampe vorstellen, die mir als neutrales OEM-Modell angeboten wurde und die zumindest rein leuchttechnisch gut mit den bekannten Modellen mithalten kann. Natürlich müssen zu einem günstigeren Preis auch gewisse Abstriche gemacht werden, und welche das sind, werde ich in meinem Review zur Sprache bringen.
Technische Details Da ich gelernt habe, dass viele meiner Review-Leser die technischen Daten sozusagen zur Einstimmung gerne am Anfang statt in der Mitte des Reviews sehen würden, will ich diesem Wunsch gerne nachkommen.
Verpackung und Lieferumfang Der Begriff "spartanisch" bringt es auf den Punkt, denn außer einem Lanyard sowie einem Ersatz-O-Ring ist im Karton nichts weiter enthalten. Die Verpackung ist hinsichtlich der graphischen Gestaltung etwas sonderbar, aber nun gut…
Erster Eindruck Wenn man die Top-Modelle in diesem Segment kennt und schon umfangreich testen konnte, ist man natürlich sehr gespannt, was einen mit einer No-Name-Taschenlampe erwartet. Bereits im Vorfeld war mir klar, dass man zum Preis der BST HF-007 keine absolut perfekte Verarbeitung oder die gleiche Ausstattung mit schickem Metallköfferchen und viel Zubehör erwarten kann wie bei einer preislich deutlich höher angesiedelten Taschenlampe, und genau aus diesem Grund hat mich die BST HF-007 umso mehr überrascht, und zwar im positiven Sinne – dazu aber gleich mehr. Verarbeitung Einen schicken anschraubbaren Handgriff wie bei der EYE-30 sucht man hier vergebens, wobei der mitgelieferte Haltebügel seinen Job auch ordentlich verrichtet. Zum An- und Abschrauben des Handgriffs ist ein Inbusschüssel erforderlich, der nicht im Lieferumfang enthalten ist; rein qualitativ würde ich den Handgriff als "geht in Ordnung" einstufen. Die Materialstärke der Taschenlampe ist überraschend stabil und die Verarbeitung angesichts des Preis-/Leistungsverhältnisses gut, einzig und allein das Gewinde dürfte einen Tick besser geschmiert sein, da es beim Öffnen doch ziemlich quietscht – hier würde ich auf jeden Fall ein paar Tropfen Nyogel oder Silikonfett empfehlen. Davon abgesehen habe ich bei meinen Tests gar keine Notwendigkeit gesehen, den Griff abzumontieren: Die Lampe lässt sich mit angebrachtem Griff fest mit der Hand umschließen, ohne dass man am Griff anstoßen würde. Um es auf den Punkt zu bringen: Die Verarbeitung ist meines Erachtens in Ordnung, wenn man mit einer nicht ganz perfekten Anodisierung keine Probleme hat, denn hier sind an der ein oder anderen Stelle minimale Kratzer zu sehen, zumindest bei meinem Review-Exemplar.
Bedienung/User Interface Die Bedienung erfolgt vollständig über den Clicky am Lampenende, mit der sich der Reihe nach die regulären Leuchtmodi sowie Strobe und SOS auswählen lassen. Noch kurz ein Wort zur Schaltreihenfolge: Ich bin ja bekanntlich kein Freund von Blinkmodi und hätte deshalb drei reguläre Leuchtmodi als völlig ausreichend erachtet, andererseits weiß ich, dass es auch Anwender gibt, die darauf nicht verzichten wollen und deshalb auch kein Problem mit dieser Schaltreihenfolge haben.
Ach ja, ein Mode Memory ist natürlich vorhanden und stellt den zuletzt verwendeten Modus nach dem Einschalten wieder her. Größenvergleich Hier der obligatorische Größenvergleich mit der Niteye EYE-30 und der Lumapower Signature LX. Von links nach rechts: Niteye EYE-30, BST HF-007 und Lumapower Signature LX Leuchtmodi und Laufzeiten
Die Herstellerangabe von 2500 Lumen dürfte meines Erachtens nicht ganz der Realität entsprechen, geschätzt und im visuellen Vergleich mit adäquaten Taschenlampen dürften es ca. 2200 Lumen sein, was immer noch ein sehr guter Wert ist. Luxmessung Mit frisch geladenen Cytac 18650 2900 mAh-Akkus habe ich 19600 Lux@1m und 67700 Lux@0,5m gemessen. Pro und Contra – Verarbeitung nicht auf High End-Niveau Leuchtcharakteristik Mit ihren fünf XM-L T6-LEDs ist die BST HF-007 ein sehr heller Flooder, der das nahe und mittlere Umfeld hervorragend ausleuchtet. Im direkten Vergleich mit der ThruNite TN30 und der Niteye EYE-30 würde ich sagen, dass die BST HF-007 ca. 250 Meter erreicht – ein Thrower indes ist sie nicht, da die Reflektoren dazu einfach nicht tief genug sind. Beamshots Alle Beamshots wurden im Modus High mit frisch geladenen Cytac 18650 2900 mAh-Akkus aufgenommen. Video Ein Video aus unserer Serie Helle Taschenlampen@Night zeigt die BST HF-007 beim nächtlichen Einsatz: BST HF-007 nightly video review
Fazit Ich war wie eingangs erwähnt sehr gespannt auf die BST HF-007, da ich bislang nur deutlich teurere und vergleichbare Modelle in diesem Lampensegment getestet und reviewed hatte. Insofern hat es mich brennend interessiert, ob eine No-Name-Taschenlampe mit bekannten Brands helligkeitsmäßig mithalten kann, und die kurze Antwort auf diese Frage lautet: Yes, she can!. Immer ausgehend vom Preis-/Leistungsverhältnis ist die BST HF-007 für mich eine empfehlenswerte und vor allem auch helle Alternative für den preisbewussten Taschenlampenkäufer, der zwar gerne viel Leistung haben, aber dafür nicht den Preis bezahlen möchte, der für Taschenlampen vom Schlage einer Niteye EYE-30 oder einer ThruNite TN30 zu entrichten ist. Wer auf Features wie eine Batteriestandanzeige oder eine integrierte Lademöglichkeit zugunsten eines niedrigeren Preises gerne verzichtet und dabei dennoch keine großen Abstriche bei der Leistung machen möchte, der sollte auf jeden Fall die BST HF-007 in seine nähere Auswahl einbeziehen. Ob die 2500 Lumen im High Mode wirklich erzielt werden, kann wohl nur ein Test mit entsprechendem Equipment zeigen. Ich habe stattdessen zur bewährten Testmethode gegriffen und die BST HF-007 sowohl mit der Niteye EYE-30 als auch mit der ThruNite TN30 verglichen und würde sie helligkeitsmäßig in der Mitte einstufen: Sie ist nach meinem Augenmaß einen kleinen Tick heller als die EYE-30, kommt an die ThruNite TN30 jedoch nicht heran. Um es nochmal ganz klar zu sagen: Die BST HF-007 hat nicht den Anspruch, in der Premium-Liga mitspielen zu wollen, aber rein helligkeitsmäßig muss sie den Vergleich mit anderen Modellen in dieser Größenklasse garantiert nicht scheuen, und wenn man mit dem minimalen Lieferumfang und der nicht ganz perfekten Anodisierung leben kann, dann ist sie aus meiner Sicht auf jeden Fall eine Empfehlung wert. Bezugsquelle Die BST HF-007 ist im MSITC Shop erhältlich. |
Kurzreview: Niteye ZIP20 Ti Limited Edition
Einführung Die Niteye ZIP20 Ti ist eine sehr hochwertige und limitierte Taschenlampe aus Titanium. Allein schon aufgrund des Preises ist die Niteye ZIP20 Ti mit Sicherheit keine Taschenlampe, die man jeden Tag mit sich herumträgt – dafür gibt es preiswertere Taschenlampen. Für Sammler ist sie aber geradezu prädestiniert, denn sie nur in einer begrenzten Stückzahl (Limited Edition) erhältlich.
Verpackung und Lieferumfang Ausgeliefert wird die Niteye ZIP20 Ti in einer schwarzen Pappbox. Außer zwei Ersatz-O-Ringen und einer englischen Bedieungsanleitung ist sonst nichts im Lieferumfang enthalten.
Verarbeitung und Qualität Hier muss man nicht viele Worte verlieren, denn wer Niteye-Taschenlampen kennt, der weiß, dass Qualität hier großgeschrieben wird. Das trifft auch auf die Niteye ZIP20 Ti zu, andererseits darf man das für den Preis dieser außergewöhnlichen Taschenlampe aber auch erwarten.
User Interface Die ZIP20 wird über einen Drehregler bedient, der sich direkt neben dem Lampenkopf befindet. Damit ist eine stufenlose Regelung von 1-500 Lumen möglich, außerdem wird die Lampe damit auch ein- und ausgeschaltet.
Leuchtmodi
Auf der Vorderseite der Niteye ZIP20 Ti befindet sich übrigens eine Batteriestandanzeige, die über den Zustand der eingelegten Zellen informiert. Ach ja, ein Hinweis noch an dieser Stelle: Bei den Lumenangaben widerspricht sich die Bedienungsanleitung selbst, denn einmal ist die Rede von einer Höchstleistung von 300 Lumen, während ein anderes Mal von maximal 500 Lumen gesprochen wird. Technische Details
Fazit Mir ist bekannt, dass die Niteye ZIP20 Ti derzeit ein heißes Eisen ist. Grund dafür sind zahlreiche Diskussionen in den einschlägigen Fachforen, in denen Niteye vorgeworfen wird, eine andere bekannte Taschenlampe kopiert zu haben. Wie stark Niteye tatsächlich abgekupfert hat, weiß ich nicht und will es auch nicht beurteilen, da ich das Original nicht kenne. Darüber hinaus beziehe ich hier einen neutralen Standpunkt und möchte ehrlich gesagt das Thema Plagiate an dieser Stelle auch gar vertiefen, denn das ist ein anderes und abendfüllendes Thema. Fakt ist aber, dass es sich bei der Niteye ZIP20 Ti dennoch um eine qualitativ sehr hochwertige Taschenlampe handelt, die für mich ganz klar ein Sammlerstück ist – sie ist nämlich nur in einer limitierten Auflage erhältlich. Und genau das ist auch der Grund, weshalb ich diese Taschenlampe in einem Kurzreview vorstelle: Sie ist für mich einfach etwas besonderes, und obwohl ich keine Glasvitrine voller Taschenlampen mein eigen nenne, löst die ZIP20 Ti sogar selbst bei mir ein starkes Habenwollen-Gefühl aus. Bezugsquelle Erhältlich ist die Niteye ZIP20 Ti im MSITC Shop. |
Review: NiteCore Explorer Series EC1 EC2
Einführung Mit der Explorer-Serie hat NiteCore eine Reihe von Taschenlampen auf den Markt gebracht, die sich durch interessante Features von gleichartigen Modellen anderer Hersteller absetzen. Wer schon andere Nitecore-Modelle wie die IFE2 kennt, der weiß, dass Taschenlampen von NiteCore zwar nicht zu den absoluten Schnäppchen gehören, aber dafür auch mit hoher Qualität glänzen können. Ob das auch auf die Explorer-Serie zutrifft und was diese Taschenlampen insgesamt zu bieten haben, werde ich in meinem Review vorstellen. Ich hätte gerne alle vier Modelle (neben der EC1 und der EC2 auch die AA-basierten Ausführungen EA1 und EA2) in einem Aufwasch vorgestellt, aber da bislang nur die EC-Modelle verfügbar sind und ich nicht noch länger mit meinem Review warten wollte, bleibt es eben bei zwei Modellen. Das ist aber nicht weiter tragisch, denn alle Explorer-Taschenlampen funktionieren genau gleich, so dass das hier gesagte auch für die NiteCore EA1 und die NiteCore EA2 gilt. Wie immer gilt: Alle Angaben sind Herstellerangaben, die ich bis auf die Luxmessung nicht selber getestet habe. Lieferumfang Die NiteCore Explorer-Taschenlampen werden in der mittlerweile bekannten schwarzgelben Verpackung ausgeliefert. Folgendes Zubehör ist im Lieferumfang enthalten:
Erster Eindruck Schon der erste Blick zeigt, dass die Nitecore Explorer-Serie mit den Modellen EA1, EA2, EC1 und EC2 etwas anders ist als vergleichbare Modelle von Mitbewerbern. Anders insofern, weil zum einen die Bedienung vom üblichen Schema abweicht, und zum anderen alle Modelle mit einer Batteriestandanzeige ausgestattet sind. Das ist für mich ein absolutes Novum, zumindest kenne ich keine Taschenlampe in dieser Größenklasse (1 x AA/2 x AA/1 x 16340/2 x 16340), die über ein derartiges Feature verfügt. Doch nicht genug damit: Die Batteriestandanzeige in Form einer roten LED dient zugleich als Notlicht mit nur 0,2 Lumen. Last but not least verfügen alle Explorer-Modelle über zahlreiche Leuchtmodi und Bedienungsmöglichkeiten, auf die ich weiter unten noch eingehe. Die mitgelieferten Holster finde ich ganz ok, da habe ich schon weitaus schlechter verarbeitete Holster gesehen und in der Hand gehabt. Verarbeitung Auch bei der Explorer-Serie ist die bekannt gute NiteCore-Qualität schnell erkennbar, denn einen konkreten Kritikpunkt habe ich nicht gefunden. Die Gewinde sind ordentlich verarbeitet, die Kontaktfeder ist vergoldet und die LEDs sind sauber zentriert.
User Interface Bitte nicht erschrecken, auf den ersten Blick mag die Handhabung bzw. Bedienung der Explorer-Lampen etwas umständlich aussehen, aber das ist sie nicht. Aus meiner Sicht hat man die Handgriffe schnell intus, wenn man mal längere Zeit mit den Lampen herumgespielt hat. Alle essentiellen Funktionen wie Lockout, Umschalten der Leuchtmodi usw. werden über die beiden elektronischen Schalter am Lampenkopf ausgewählt, ein Clicky am Lampenende ist nicht vorhanden. Der Einfachheit halber erläutere ich die Funktionen anhand der Nitecore Explorer EC1, gleichwohl ist die Bedienung bei allen Explorer-Taschenlampen identisch: 1. Ein- und ausschalten Dazu wird ein einmal der On/Off-Schalter betätigt, zum Ausschalten wird der On/Off erneut betätigt. 2. Umschalten der Leuchtmodi Wenn der Mode-Schalter betätigt wird, werden die Leuchtmodi umgeschaltet, und zwar in folgender Reihenfolge: Ultra-Low Mode > Low Mode > Medium Mode > High Mode Sobald diese Sequenz durchlaufen ist, beginnt sie wieder von vorn. Dank einem Mode Memory wird der zuletzt verwendete Modus gespeichert und beim Einschalten der NiteCore EC1 automatisch ausgewählt. 3. Turbo Mode aktivieren Wird bei eingeschalteter Taschenlampe der Mode-Schalter für mehr als eine Sekunde gedrückt, dann wird der Turbo Mode aktiviert. Durch erneutes Drücken des Mode-Schalters wird der Turbo Mode wieder deaktiviert. Um die EC1 vor Überhitzung zu schützen, schaltet die Lampenelektronik nach drei Minuten im Turbo Mode automatisch wieder auf den zuletzt verwendeten Modus zurück. Die Leuchtkraft erhöht sich bei einem Wechsel in den Turbo Mode um ca. 80 Lumen. 4. Strobe und SOS aktivieren Wenn bei eingeschalteter Taschenlampe der On/Off-Schalter für mehr als eine Sekunde gedrückt wird, dann wird der Strobe Mode aktiviert. Ausgeschaltet wird der Strobe Mode auf die gleiche Art und Weise, in dem der On/Off-Schalter wieder für länger als eine Sekunde gedrückt wird. Der SOS Mode wird hingegen aktiviert, wenn die Taschenlampe ausgeschaltet ist; auch hier muss der On/Off-Schalter länger als eine Sekunde gedrückt werden. Zum Ausschalten genügt ein Druck auf einen der beiden Schalter (On/Off oder Mode). 5. Notlicht aktivieren Um das Notlicht mit 0,2 Lumen zu aktivieren, muss bei ausgeschalteter Taschenlampe der Mode-Schalter betätigt werden. Zum Ausschalten des Notlichts muss erneut der Mode-Schalter betätigt werden. 6. Lockout Mode aktivieren Im Lockout Mode werden die meisten elektronischen Funktionen der NiteCore EC1 heruntergefahren, um Energie zu sparen – die EC1 verbraucht in diesem Modus nur noch 0,1 mA. Der Lockout Mode kann aktiviert werden, indem der On/Off-Schalter bei eingeschalteter Lampe für mehr als eine Sekunde gedrückt wird. Außerdem werden im Lockout Mode beide Schalter deaktiviert, was die Taschenlampe auch vor dem unbeabsichtigen Einschalten schützt. Um den Lockout Mode zu deaktivieren, muss der On/Off-Schalter für mehr als eine Sekunde im ausgeschalteten Zustand gedrückt werden. Beim Wechsel in den Lockout Mode blinkt übrigens die rote LED, um die Batterie- bzw. Akkuspannung zu signalisieren. 7. Batteriestandanzeige Mit Hilfe der Batteriestandanzeige signalisiert die NiteCore EC1 die Batteriekapazität. Wenn nach dem Einschalten der EC1 die Batteriekapazität unter 50% liegt, blinkt die Batteriestandanzeige (rote LED) alle sechs Sekunden. Beträgt die Batteriekapazität weniger als 50%, dann blinkt die Anzeige alle drei Sekunden. Darüber hinaus ermittelt die Taschenlampen-Elektronik beim Wechsel in den Lockout Mode die Batteriespannung und zeigt diese durch Blinksignale an. Beispiel: Die Batteriespannung beträgt 4,2V. Dargestellt wird dies durch viermaliges Blinken, gefolgt von einer kurzen Pause (eine Sekunde) und nochmaligem zweimaligen Blinken. Laufzeiten und Leuchtmodi Nitecore EA1
Technische Details Nitecore EA1
Laufzeiten und Leuchtmodi Nitecore EA2
Technische Details Nitecore EA2
Laufzeiten und Leuchtmodi Nitecore EC1
Technische Details Nitecore EC1
Laufzeiten und Leuchtmodi Nitecore EC2
Technische Details Nitecore EC2
Pro und Contra + Qualitativ gute Verarbeitung – User Interface am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig
Luxmessung Folgende Werte habe ich @1m ermittelt:
Leuchtcharakteristik Alle Modelle aus der NiteCore Explorer-Serie sind mit einem SMO-Reflektor ausgestattet, der für einen fokussierten Beam mit einem klaren Spot sorgt. Die Reichweitenangaben kann ich in der Praxis so nicht bestätigen, zumindest würde ich beispielsweise der NiteCore EC1 keine Reichweite von 141 Metern attestieren, die sie laut Hersteller bietet – hier halte ich 50-70 Meter für realistisch. Was mir aber ausgesprochen gut gefällt, ist die integrierte Notbeleuchtung mit nur 0,2 Lumen. Ich habe diese Beleuchtung sowohl draußen bei Dunkelheit als auch in einem abgedunkelten Raum getestet, und die gering erscheinende Leuchtkraft von nur 0,2 Lumen reicht meiner Meinung aus, um sich auch im Dunklen zumindest im Nahbereich (< 1 Meter) kurzfristig orientieren zu können. Speziell für Cacher dürfte dieses Gimmick auch interessant sein – wer schon mal einen Nachtcache im Rudel gemacht und erlebt hat, wie stark man von etlichen Taschenlampen geblendet wird, die allesamt auf die Stationsbeschreibung eines Multis bzw. Nachtcaches gerichtet sind, der weiß, wie angenehm Rotlicht hier sein kann, da damit auch die Nachtsichtfähigkeit erhalten bleibt und nicht zerstört wird. Beamshots Alle Beamshots wurden im Modus High mit frisch geladenen Akkus aufgenommen. Das letzte Bild zeigt die NiteCore EC2 (links) im direkten Vergleich mit der NiteCore EC1 (rechts), und man kann gut erkennen, dass die EC2 doch noch ein Quentchen heller ist.
1. NiteCore EC1 High Mode
2. NiteCore EC2 High Mode
3. Direkter Vergleich: Links NiteCore EC2, rechts NiteCore EC1 Video Ein Video aus unserer Serie Helle Taschenlampen@Night zeigt die NiteCore EC1 und die NiteCore EC2 beim nächtlichen Einsatz, und zwar sowohl mit Rotlicht als auch mit normalem Licht: NIteCore Explorer Series nightly video review
Fazit Mit der Explorer Series hat Nitecore zweifelsohne ein paar echte Ausnahme-Taschenlampen auf den Markt gebracht. Modelle mit XP-G R5-LED und Batterie- bzw. Akkubetrieb sind auf dem Markt zwar zahlreich vorhanden, aber nicht mit Features wie einer Batteriestandanzeige oder einem Notlicht. Nicht nur für den Technik-Fetischisten sind die Explorer-Taschenlampen interessant, sondern schlichtweg für jeden, der Wert auf eine qualitativ hochwertige Taschenlampe mit nicht alltäglichen Produktmerkmalen legt. Dass alle NiteCore-Taschenlampen noch mit einem Turbo Mode ausgestattet sind, der für einen kurzen Zeitraum abgerufen werden kann, kann zwar mittlerweile schon als normal bezeichnet werden, es zeigt aber auch, dass die Entwicklungsingeniere bei NiteCore sich auch über solche Kleinigkeiten Gedanken gemacht haben. Mir persönlich hat das rote Notlicht sehr gut gefallen, da man es tatsächlich auch in der Praxis einsetzen kann. Darüber hinaus sind die NiteCore-Modelle EC1, EC2, EA1 und EA2 die idealen Taschenlampen für all jene, die dazu neigen, Dinge zu verlieren. Standardmäßig blinkt die rote LED im Drei-Sekunden-Takt und signalisiert damit zum einen die Betriebsbereitschaft und zum anderen lässt sich die Position der Taschenlampe damit schnell ausmachen; wem dieses "Warnbaken-Feature" nicht gefällt, der kann es mit Hilfe der Lockout-Funktion auch deaktivieren. Bezugsquelle Die Nitecore Explorer-Serie EA1, EA2, EC1 und EC2 ist im MSITC Shop erhältlich. |
Kurzreview: MTE U-12 EDC R5 Stainless Steel 110 Lumen max.
Ich möchte in diesem Kurzreview die neue MTE U-12 EDC-Taschenlampe aus poliertem Edelstahl und einer Leuchtleistung von 110 Lumen vorstellen.
Die MTE U-12 kommt in einer ordentlichen Plastikbox mit Magnetverschluss daher und enthält als Zubehör einen abnehmbaren Clip sowie einen Ersatz-O-Ring und einen Ring zur Befestigung am Schlüsselbund oder am Autoschlüssel.
Im Gegensatz zu anderen EDC- oder Schlüsselbundlampen bietet die MTE U-12 zwar nur einen Leuchtmodus, dafür liefert sie dann aber 110 Lumen und macht damit ordentlich hell. Da die MTE U-12 aus Edelstahl gefertigt wird, kann sie wärmeableitungstechnisch nicht mit regulärem Flugzeugaluminium mithalten, aber für stundenlanges Leuchten ist dieses sehr wertig wirkende und gut verarbeitete Leucht-Kleinod auch gar nicht gedacht. Ein- und ausgeschaltet wird die MTE U-12 übrigens durch Drehen des Lampenkopfes. Die Linse der MTE U-12 erinnert mich ein klein wenig an die legendäre “Bullet proof”-Linse der MTE M3-2, die von MTE angegebene Reichweite von ca. 20 Metern entspricht der Realität. Am Lampenende befindet sich ein kleines Loch zum Befestigen des mitgelieferten Ringes.
Größenvergleich Hier die MTE U-12 im direkten Größenvergleich mit einer anderen EDC-Taschenlampe auf AAA-Basis, und zwar der Lumapower LM21.
Technische Details:
Lieferumfang:
Fazit Alles in allem hat MTE mit der U-12 das Rad sicher nicht neu erfunden, aber das Produktportfolio durch eine ordentlich verarbeitete und elegante Edelstahltaschenlampe nach unten abgerundet, die nicht nur am Schlüsselbund eine gute Figur macht, sondern sich auch als Geschenk sehr gut eignet, zumal das Preis-/Leistungsverhältnis aus meiner Sicht in Ordnung ist.
Bezugsquelle Erhältlich ist die MTE U-12 im MSITC Shop. |
Review: Fenix LD41 CREE XM-L U 520 ANSI-Lumen
Einführung Wenn Fenix neue Modelle auf den Markt bringt, dann geht dem für gewöhnlich eine längere Gerüchtephase voraus. Das ist bei den neuen Modellen LD41 mit max. 520 ANSI-Lumen und E40 mit max. 220 ANSI-Lumen nicht viel anders gewesen, und deshalb war ich persönlich umso gespannter auf die neuen Kandidaten. Ich möchte gleich vorweg nehmen, dass Fenix hier wieder einen guten Job gemacht hat, doch schön der Reihe nach… Ursprünglich wollte ich sowohl die E40 als auch die LD41 reviewen, habe mich dann aber kurzfristig anders entschieden – ich hätte die Verpackung der E40 aufreißen müssen, und das wollte ich nicht. Aus diesem Grund beschränke ich mich auf die Fenix LD41, werde aber trotzdem auch auf die technischen Daten der Fenix E40 in diesem Review eingehen. Alle Angaben sind wie immer Herstellerangaben, die ich von der Fenix-Homepage übernommen habe. Lieferumfang Beide Modelle werden in der typischen Fenix-Verkaufsverpackung ausgeliefert und enthalten folgendes Zubehör:
Sehr viel mehr gibt es an dieser Stelle nicht zu sagen, deshalb springe ich gleich weiter zum nächsten Abschnitt. Eines noch: Für einen Händler ist die Verpackung der E40 meiner Meinung nach ein Unding, selbst wenn es sich um eine relativ günstige Lampe handelt – einmal aufgerissen, ist die Verpackung hinüber, deshalb habe ich wie gesagt auf einen Test der E40 verzichtet. Erster Eindruck Die Fenix LD41 hat mich im ersten Augenblick an eine flachgebügelte Fenix TK35 erinnert, was nicht bösartig gemeint ist. Ganz im Gegenteil: Ich halte die Fenix TK35 nach wie vor für einen unverwüstlichen Allrounder, der erst vor kurzem eine Kampfwertsteigerung durch Fenix in Form einer CREE XM-L U2-LED mit einem Tick mehr Helligkeit als das Vorgängermodell erfahren hat. Sowohl die Fenix LD41 als auch die Fenix E40 sind beide 4 x AA-basiert und können mit normalen AA-Batterien bzw. NiMH-Akkus (z.B. eneloop) betrieben werden. Wie ich eingangs erwähnte, halte ich das insofern für bemerkenswert, alldieweil die Auswahl an qualitativ hochwertigen Taschenlampen in dieser Lampenklasse bisher sehr überschaubar war. Wer sich nun fragt, warum es zwei Taschenlampen mit 4 x AA-Betrieb geworden sind, dem möchte ich kurz die Unterschiede zwischen der LD41 und der E40 erläutern:
Ich bin davon überzeugt, dass Fenix hier zwei Zielgruppen gut bedient: Es gibt Anwender, die gerne etwas mehr für bestmögliche Leistung bezahlen, während andere wiederum sich eher im Budget-Bereich unter 50 Euro umschauen und sich auch mit weniger Leistung einhergehend mit einem niedrigeren Preis begnügen. So, nun aber zurück zum Thema. Die LD41 hinterlässt einen sehr robusten ersten Eindruck und liegt angenehm in der Hand. Beide Schalter am Lampenende (von Fenix als Dual Switch bezeichnet) lassen sich auch mit Handschuhen noch gut bedienen.
Verarbeitung Um es auf den Punkt zu bringen: Die Verarbeitung ist so, wie man es von Fenix erwarten darf, nicht mehr und nicht weniger. Die Fenix LD41 kann ein sauber verarbeitetes und leichtgängiges Gewinde aufweisen, und auch das Alugehäuse macht einen stabilen Eindruck. Bei meinem Review-Exemplar war die LED sauber zentriert.
Bedienung Hier hat Fenix ganz ungeniert das UI der Fenix TK35 übernommen, und das ist auch gut so. Bedient wird die LD41 über einen sog. Dual Switch am Lampenende; mit dem großen Schalter wird die Lampe ein- und ausgeschaltet, und mit dem anderen kleineren Schalter werden die einzelnen Leuchtmodi ausgewählt. Wird der kleine Schalter für eine Sekunde oder länger gedrückt, dann werden die versteckt untergebrachten Blinkmodi (SOS und Strobe) aktiviert. In der Schaltreihenfolge kommt Strobe zuerst, und mit einem leicht anhaltenden Druck wird auf SOS umgeschaltet. Möchte man zu den regulären Leuchtmodi zurückwechseln, dann muss der kleine Schalter ebenfalls wieder für eine Sekunde oder länger gedrückt werden. Momentlicht ist natürlich auch möglich, dazu muss dann der große Schalter leicht bis zur Mitte angedrückt werden.
Leuchtmodi und Laufzeiten Fenix E40 High Mode: 220 ANSI-Lumen/3 Stunden
Technische Details Fenix E40
Laufzeiten und Leuchtmodi Fenix LD41
Technische Details Fenix LD41
Luxmessung Mit den beiliegenden Batterien habe ich folgende Werte gemessen:
Low voltage protection Klingt wieder stark noch Marketing-Buzzword, ist aber ein sehr interessantes und vor allem brauchbares Feature. Sobald die Kapazität der Akkus bzw. der Batterien nachlässt und unter einen bestimmten Wert fällt, schaltet die LD41 automatisch in den Low Mode zurück. Sollte die Kapazität so gering sein, dass bereits im Low Mode kaum noch Restenergie vorhanden ist, dann blinkt die Taschenlampe dreimal pro Sekunde, und das alle fünf Minuten. Das finde ich insofern sehr geschickt, weil die Lampe dadurch nicht schlagartig ausgeht, sondern deutlich signalisiert, dass es Zeit für einen Akku- bzw. Batteriewechsel ist. Apropos: In der Bedienungsanleitung empfiehlt Fenix ausdrücklich den Einsatz von NiMH-Akkus in der LD41, weil dadurch die Laufzeit deutlich verlängert wird. Leuchtcharakteristik Schlicht und ergreifend: Die Fenix LD41 würde ich als guten Allrounder bezeichnen. Trotz glattem Reflektor ist die LD41 nicht die Reichweitenmeisterin, dafür leuchtet sie den nahen und mittleren Bereich gut aus. Ein konzentrierter Spot ist dennoch gut auszumachen, und die Reichweite von ca. 200 Metern dürfte in etwa hinhauen. Beamshots Alle Beamshots wurden im Modus Turbo mit den beiliegenden Batterien aufgenommen. Video Ein Video aus unserer Serie Helle Taschenlampen@Night zeigt die Fenix LD41 beim nächtlichen Einsatz: Fenix LD41 nightly video review
Fazit Wie ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann, gibt es auf jeden Fall einen Markt für leistungsstarke Taschenlampen auf 4 x AA-Basis. Vielen Anwendern sind 2 x AA-Taschenlampen nicht leistungsfähig genug, während man mit 4 x AA-Taschenlampen wie der JETBeam PA40 oder nun auch der Fenix LD41 helligkeitsmäßig in Bereiche vordringt, in denen sonst üblicherweise Taschenlampen mit Lithium- bzw. Lithium-Ionen-Technologie zu finden sind. Der große Charme einer 4 x AA-Taschenlampe besteht für mich darin, dass man auch abseits der Zivilisation nahezu immer an AA-Batterien herankommt, während das bei Lithium-Primärzellen schon schwer werden kann; von einem Anschluss für ein Ladegerät zum Laden von Lithium-Ionen-Akkus möchte ich erst gar nicht reden. Um so besser gefällt mir deshalb die Fenix LD41, die mit 520 ANSI-Lumen momentan ziemlich an der Spitze dessen liegen dürfte, was mit 4 x AA-Zellen möglich ist. Die Fenix LD41 bietet die gewohnt gute Fenix-Qualität und darüber hinaus eine Menge Leistung fürs Geld. Wer – aus welchen Gründen auch immer – keine Taschenlampe mit Lithium-Ionen-Akkus sein Eigen nennen möchte, aber trotzdem eine möglichst hohe Leuchtleistung auch mit handelsüblichen Batterien erzielen möchte, dem sei die Fenix LD41 nahegelegt. Bezugsquelle Erhältlich sind die Fenix LD41 und die Fenix E40 im MSITC Shop. |
Produktankündigung: Fenix LD41 und Fenix E40
Sowohl die Fenix LD41 als auch die Fenix E40 sind beide 4 x AA-basiert und können mit normalen AA-Batterien bzw. NiMH-Akkus (z.B. eneloop) betrieben werden. Die LD41 ist eher der Allrounder und besitzt eine CREE XM-L U2-LED, wwährend die E40 hingegen dank XP-E-LED eher throw-orientiert ist. Selbstverständlich gibt es noch weitere Unterschiede zwischen den beiden Lampen:
Technische Details Fenix LD41:
Technische Details Fenix E40:
Ich bin davon überzeugt, dass Fenix hier zwei Zielgruppen gut bedient: Es gibt Anwender, die gerne etwas mehr für bestmögliche Leistung bezahlen, während andere wiederum sich eher im Budget-Bereich unter 50 Euro umschauen und sich auch mit weniger Leistung einhergehend mit einem niedrigeren Preis begnügen. Wie sich die beiden neuen Fenix-Taschenlampen in der Praxis schlagen, werde ich in Kürze in einem Review zur Fenix LD41 und zur Fenix E40 vorstellen. Beide Taschenlampen sind wahrscheinlich ab Mittwoch, den 24. Juli 2012 im MSITC Shop verfügbar. |
Review: R&J RJ-T9C
Einführung Heute möchte ich eine der ersten Taschenlampen vorstellen, die auf der neuen Luminus SBT70-LED basieren. Die Rede ist von der R&J RJ-T9C, und wem es so geht wie mir, der kann mit dieser Bezeichnung zunächst auch nichts anfangen. Hinter der R&J RJ-T9C steckt der Hersteller VB-16 bzw. R&J Lighting, und zumindest VB-16 wird dem einen oder anderen vielleicht etwas mehr sagen. Nicht, dass VB-16 ein besonders bekannter Hersteller ist, aber auf jeden Fall haben die Jungs von VB-16 den Trend erkannt und als eine der ersten ein Modell mit der neuen Luminus LED-Generation auf den Markt gebracht. Ich möchte gleich vorweg nehmen, dass es sich bei dem mir vorliegenden Modell um eine Pre-Production-Version handelt, bei der sich hinsichtlich der Ladetechnik vor dem Release laut Hersteller noch was ändern kann; auch Feedback und Kritik – sofern berechtigt und umsetzbar – soll in die finale Produktversion einfließen. Aus diesem Grund fehlen mir auch noch konkrete Angaben zu Lumen und Laufzeiten, und obwohl ich schon zweimal nachgehakt habe, harre ich immer noch der Informationen und werde diese eben nachliefern. So, bevor es nun losgeht, noch ein Hinweis: Das mir vorliegende Exemplar kam nicht im schicken Köfferchen, wie es auf der Herstellerseite zu sehen ist, sondern in einem schnöden Karton. Das tut der Sache aber keinen Abbruch, denn die Funktionalität der Taschenlampe wird dadurch ja glücklicherweise nicht eingeschränkt, und die Leuchtleistung kann sich sehen lassen, doch dazu gleich mehr.
Technische Details Da ich gelernt habe, dass viele meiner Review-Leser die technischen Daten sozusagen zur Einstimmung gerne am Anfang statt in der Mitte des Reviews sehen würden, will ich diesem Wunsch gerne nachkommen.
Lieferumfang Im Lieferumfang des Pre-Production-Modells sind folgende Komponenten erhalten:
Ich gehe davon aus, dass alles zusammen im Final Release in einem Alukoffer geliefert wird, evtl. sogar mit dem Tragegurt, der auf einigen Bildern zu sehen ist. Erster Eindruck Den ersten Eindruck würde ich mit wuchtig und massiv umschreiben. Bedingt durch den 32650-Akku hat die RJ-T9C ein stattliches Lebendgewicht von 980 Gramm, was sie nicht als EDC-Taschenlampe prädestiniert. Wenn man den Blick über die Lampe schweifen lässt, dann sticht einem sofort der Selektorring ins Auge, der in einem Farbton gehalten ist, den ich als magenta bezeichnen würde. Das mag zwar zunächst angesichts der grauen und schwarzen Dominanz im Taschenlampen-Bereich etwas ungewöhnlich wirken, aber andererseits finde ich den Kontrast zur Anodisierung in hellgrau ganz gut – und nein, die RJ-T9C ist garantiert keine Mädchentaschenlampe… Die neue Luminus-LED unterscheidet sich ebenfalls deutlich von einer CREE XM-L/XP-G R5-LED und sorgt in Kombination mit dem tiefen Reflektor (6,4 cm) für einen stark gebündelten Beam, doch dazu weiter unten mehr. Wer sich über das etwas ungewöhnlich aussehende Endstück mit den Ringen wundern sollte, dem sei gesagt, dass darüber die Lampe geladen wird.
Dazu wird die RJ-T9C auf den Kopf gestellt und das "Ladehütchen" übergestülpt. Innerhalb dieser Kappe befindet sich zwei Kontaktpunkte, die wiederum Kontakt mit dem Ladering bekommen und so den Akku aufladen, der während des Ladens in der Lampe verbleibt. Zusätzlich befindet sich neben dem Clicky eine LED, die den Zustand des Akkus anzeigt. Bei einer Restkapazität von 30% fängt die RJ-T9C zu blinken an und signalisiert damit, dass ihr so langsam die Puste ausgeht. Verarbeitung Dafür, dass ich von diesem Hersteller bislang kaum etwas wahrgenommen habe, hat er seine Hausaufgaben mit der R&J RJ-T9C gut gemacht. Die Verarbeitung ist gut gelungen, einzig und allein das Gewinde an der Tailcap dürfte einen Tick besser geschmiert sein. Um den Selektorring zu drehen, muss man etwas Kraft walten lassen. Das hat natürlich auch wiederum den Vorteil, dass sich der Selektorring nicht unbeabsichtigt verstellen kann. Bedienung Ein- und ausgeschaltet wird die RJ-T9C über den Clicky am Lampenende, die Auswahl der Leuchtmodi erfolgt über den Selektorring unterhalb des Lampenkopfes. Befindet sich der Selektorring am linken Anschlag, dann wird der SOS-Modus aktiviert. Durch Drehen des Selektorrings nach rechts bzw. nach links kann die Leuchtkraft von 1-100% geregelt werden – wird der Selektorring ganz nach rechts bis an den Anschlag gedreht, dann aktivert das den Strobe. Das funktioniert soweit auch ganz gut; das einzige, was ich mir hier noch gewünscht hätte, wäre ein Rastpunkt vor dem Strobe- und SOS-Modus. Das werde ich aber als Feedback an VB-16 weitergeben, denn es handelt sich wie gesagt um ein Pre-Production-Modell, dem man sicher noch etwas Feintuning angedeihen lassen kann. Leuchtmodi und Laufzeiten Leider muss dieser Abschnitt erst mal leer bleiben, da ich immer noch keine Infos vom Hersteller erhalten habe. Ich reiche die Infos nach, sobald sie mir vorliegen. Größenvergleich Hier noch der obligatorische Größenvergleich mit Niteye EYE-30 und Lumapower Signature LX. Von links nach rechts: RJ-T9C, Niteye EYE-30 u. Lumapower Signature LX Luxmessung Mit frisch geladenem 32650-Akku habe ich ca. 55600 Lux@1m gemessen.
Pro und Contra – Selektorring dürfte einen Tick leichtgängiger sein Leuchtcharakteristik Die R&J RJ-T9C ist ein reinrassiger Thrower, dem ich im Vergleich mit anderen Throwern eine Reichweite von gut 400-450 Meter attestieren würde, vielleicht sogar noch mehr. Offensichtlich scheint die Kombination aus Luminus SBT70-LED und tiefem SMO-Reflektor gut für viel Throw zu sein, und auch der Beam lässt nichts zu wünschen übrig: Es handelt sich um einen stark gebündelten Beam mit einem klar erkennbaren Spot. Beamshots Alle Beamshots wurden im Modus High mit frisch geladenem 32650 mAh-Akku aufgenommen. Video Ein Video aus unserer Serie Helle Taschenlampen@Night zeigt die R&J RJ-T9C beim nächtlichen Einsatz:
Fazit Zumindest verarbeitungsmäßig gibt es aus aus meiner Sicht nicht mehr viel, was VB-16 hier vor dem Release noch tun müsste. Es handelt sich um eine sehr gut verarbeitete Taschenlampe mit einem interessanten Ladekonzept, die mit einem 32650-Akku betrieben wird. Eine gute Figur macht die RJ-T9C definitiv beim Ausleuchten über größere Entfernungen, und hier kann sie mit anderen bekannten Throwern nach einem visuellen Vergleich sehr gut mithalten. Gleichwohl gilt: Wer eine kompakte Taschenlampe in der Größenordnung einer Niteye EYE-30 sucht, sollte seinen Blick weiterschweifen lassen. Die RJ-T9C ist ein hervorragender Suchscheinwerfer, der dafür allerdings auch in Form des Gewichts seinen Tribut für die gebotene Leistung fordert. Die RJ-T9C ist für mich übrigens ein schönes Beispiel dafür, dass auch eher unbekannte Taschenlampen-Hersteller sehr innovativ sein können, denn sie ist tatsächlich eine der ersten Taschenlampen mit der neuen Luminus SBT70 auf dem Markt und nutzt diese LED zumindest lichttechnisch sehr gut. |