Das XTAR XP4 ist ein Multifunktionsladegerät mit vier voneinander unabhängigen Ladeschächten, mit dem sowohl Lithium-Ionen-Akkus als auch NiMH-Akkus geladen werden können. Wie auch schon beim XTAR WP2s wird eine große Anzahl von Akkutypen unterstützt, was das XTAR XP4 zu einem sehr flexiblen und universellen Ladegerät macht. Im Gegensatz zum XTAR WP2 II bietet das XTAR XP4 darüber hinaus die Möglichkeit, als mobiles Power Pack (5.0V/1.0A) zu fungieren und damit per USB angeschlossene mobile Endgeräte wie Smartphones usw. mit Hilfe eines eingelegten Akkus zu laden. Die Stromversorgung wird beendet, sobald die Kapazität des Akkus weniger als 3V beträgt. Eine sehr gute Wahl ist das XTAR XP4 vor allem dann, wenn man regelmäßig sowohl NiMH- als auch Lithium-Ionen-Akkus laden möchte. Speziell für NiMH-Akkus bietet das XTAR XP4 auch eine Reparaturfunktion an. Mit einer maximalen Ladespannung von 1A pro Schacht lädt das XTAR XP4 auch vier NiMH- bzw. Lithium-Ionen-Akkus parallel in einer erträglichen Zeit. Ein Review zum XTAR XP4 wird in Kürze folgen. Erhältlich ist das neue XTAR XP4-Ladegerät im MSITC Shop. |
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NSA, go home: Schnell und einfach anonym surfen mit Tails (The Amnesic Incognito Live System)
Es wurde mittlerweile wirklich viel über die amerikanische NSA sowie den britischen Geheimdienst GCHQ und deren Überwachung des Internet-Verkehrs geschrieben, deshalb möchte ich an dieser Stelle nicht näher darauf eingehen. Nach wie vor sollte aber jedem klar sein, dass das Ausspähen durch internationale Nachrichtendienste fleißig weitergeht, und vielleicht ist es auch ganz gut, dass wahrscheinlich noch längst nicht alle Dokumente von Edward Snowden zu diesem Thema veröffentlicht wurden… Nichtsdestotrotz muss man sich nicht alles bieten und gefallen lassen und kann die Abhörarbeit der NSA und des GCHQ deutlich erschweren, indem man sich anonym im Internet bewegt. Dazu gibt es mehrere Varianten, wie z.B. die Verwendung von VPN-Tunnels oder die Nutzung des Tor-Netzwerks. In beiden Fällen wird jedoch ein gewisser technischer Background beim Nutzer vorausgesetzt, und viele Anwender scheitern an der Konfiguration der entsprechenden Software. Erschwerend wirkt sich überdies aus, dass Konfigurations- oder Flüchtigkeitsfehler zu Anonymitätslecks führen können, die schlimmstenfalls bewirken, dass man sich im Schutz der Anonymität wähnt, es in Wahrheit jedoch gar nicht ist. Wie lässt sich also sicherstellen, dass man tatsächlich anonym surft, und das noch auf einfache Art und Weise? Ganz einfach: Man verwendet ein Linux-basiertes Live System wie Tails, das unabhängig vom verwendeten bzw. installierten Betriebssystem ist und vom USB Stick gestartet wird. Ausgestattet mit einer deutschen Oberfläche und speziell vorkonfigurierter Software macht Tails es auch unerfahrenen Anwendern leicht, sich anonym im Internet zu bewegen: Die Vorteile von Tails (The Amnesic Incognito Live System) liegen meiner Meinung nach klar auf der Hand:
Tails basiert auf Debian Linux, ist Open Source-Software und damit frei nutzbar. Für technisch weniger versierte Anwender bieten wir in Kürze im MSITC Shop vorkonfigurierte Tails USB Sticks an, die einen schnellen Start in die Welt des anonymen Surfens ermöglichen. Sie müssen dazu lediglich den Tails USB Stick einstecken, Ihren Computer starten, vom USB Stick booten und sind dann wenige Minuten später schon anonym im Internet unterwegs. Alle Tails USB Sticks werden übrigens mit einer deutschen Bedienungsanleitung ausgeliefert, was den Einstieg enorm vereinfacht. Selbstverständlich bieten wir auch gerne weitere Anpassungen und Support an (kostenpflichtig); falls Sie daran interessiert sind, sprechen Sie uns bitte darauf an. |
Review: Lumapower D-mini VX2 Pocket Rocket XM-L2 650 OTF-Lumen max.
EinführungBereits die erste Ausgabe der Lumapower D-mini VX war ein echter kleiner Kraftprotz für die Hosentasche, und mit der überarbeiteten und neuen Version D-mini VX2 hat Lumapower dieser Lampe neben der Möglichkeit der modularen Erweiterbarkeit natürlich auch wieder Neuerungen angedeihen lassen. Welche das im einzelnen sind und was die neue Lumapower D-mini VX2 sonst noch zu bieten hat, werde ich in diesem Review näher vorstellen.
Verpackung und ZubehörAusgeliefert wird die Lumapower D-mini VX2 nicht in der bekannten Lumapower-Verpackung, sondern in einem schwarzen Plastikcase, das zwar spritzwassergeschützt, aber nicht wasserdicht ist. Nichtsdestotrotz gefällt mir die Box, da neben der Lampe auch noch weiteres Zubehör wie beispielsweise Akkus oder Batterien hineinpassen. Im Lieferumfang enthalten sind:
Ein Holster findet man nicht in der Verpackung, und soweit mir bekannt ist, wird es auch keines geben.
Erster EindruckZunächst möchte ich kurz auf die Neuerungen eingehen. Da wäre zum einen eine aktuelle und moderne XM-L2-LED, die nun gute 650 OTF-Lumen im Ultra Mode (höchste Leuchtstufe) liefert. Zum anderen wurde der Lampenkopf inkl. Reflektor überarbeitet; die D-mini VX2 ist dadurch im Vergleich zum Vorgängermodell D-mini VX etwas kompakter geworden, da der Lampenkopf insgesamt schmaler wurde. Nichtsdestrotztrotz erzielt die Lumapower D-mini VX2 auch mit diesem Standardlampenkopf recht ordentliche Leistungen hinsichtlich Helligkeit und Reichweite, doch dazu gleich mehr.
Last but not least wurde der D-mini VX2 ein neuer Treiber mit höherer Effizienz spendiert, der für einen geregelten Betrieb der Lampe mit optimalen Laufzeiten sorgt. Die höchste Helligkeit erzielt die Lumapower D-mini VX2 bei Betrieb mit einem 16340-Akku. Farblich hat sich gegenüber dem Vorgängermodell nicht viel getan, denn auch bei der D-mini VX2 kommt eine schwarze Anodisierung nach HA III zum Einsatz.
VerarbeitungDie Verarbeitung der D-mini VX2 bietet aus meiner Sicht keinen Grund zur Klage. Ausgestattet mit O-Ringen, sauber geschnittenen Gewinden und einer ordentlichen Anodisierung bringt die D-mini VX2 alles mit, was eine qualitativ hochwertige Taschenlampe besitzen sollte. Wie bei vielen Lumapower-Lampen üblich, ist die Endschaltergummikappe nachleuchtend, d.h. man kann die Lumapower D-mini VX2 auch bei Dunkelheit gut lokalisieren, und wem das nicht gefällt, der kann die GITD-Endschalterkappe durch eine mitgelieferte in schwarz austauschen. Eine Besonderheit der D-mini VX2 ist übrigens der silberne Ring am Lampenkopf. Dieser signalisiert nämlich, dass es sich um eine Lampe mit “normaler” LED handelt. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen laut Lumapower noch weitere D-mini VX2-Modelle auf den Markt kommen, die dann beispielsweise mit einem Infrarot- oder UV-Modul bestückt sind und dann eine andere Markierung tragen werden; so lässt sich gleich auf Anhieb erkennen, mit was für einem LED-Typ die Lampe bestückt ist.
User InterfaceMit einem taktischen Forward Clicky lassen sich die vier Leuchtmodi bequem auswählen, und darüber hinaus bietet die D-mini VX2 das bereits vom Vorgänger bekannte Smart UI. Was zunächst wie ein Marketing-Schlagwort klingt, ist in Wahrheit ein interessantes Merkmal einiger Lumapower-Lampen: Neben den üblichen vier Leuchtmodi mit Memoryfunktion (der zuletzt eingestellte Modus wird gespeichert und nach dem Einschalten wieder verwendet) bietet die D-mini VX2 auch die Möglichkeit, eine beliebige Helligkeitseinstellung zu fixieren und diese abzuspeichern. In der Praxis funktioniert das wie folgt: Die Lampe muss für mindestens eine Sekunde oder länger an sein, um den Speichermodus vorzubereiten. Nun kann man die D-mini VX2 ausschalten und innerhalb einer Sekunde viermal den Clicky betätigen, um die Helligkeitseinstellung zu speichern; diese ist nun fix einprogrammiert und wird solange verwendet, bis vom Single Mode wieder in den Standard-Modus mit vier Betriebsarten gewechselt wird. Umgekehrt funktioniert das übrigens genau gleich: Lampe ausschalten, wieder viermal innerhalb einer Sekunde den Clicky betätigen und schon läuft die Lumapower D-mini VX2 wieder im Normalbetrieb. Blinkmodi wie SOS und Strobe fehlen der D-mini VX2 übrigens komplett, was ich aber eher als Vorteil sehe.
BesonderheitenIch hatte eingangs erwähnt, dass die Lumapower D-mini VX2 auch wieder modular erweiterbar ist. Dieses Lumapower-Lego hat aus meiner Sicht entscheidende Vorteile:
Im Standardbetrieb wird die Lumapower D-mini VX2 mit einer CR123A-Primärzelle oder einem 16340-Akku betankt. Bedingt durch den neuen Treiber zeigt die D-mini VX2 nun selbst beim Betrieb mit kleinen Zellen eine deutlich längere Laufzeit, als es noch beim Vorgängermodell der Fall war. Wer ein Optimum an Laufzeit aus der D-mini VX2 herauskitzeln will, kommt jedoch um die Batterierohrverlängerung D-65v für den Betrieb mit einem 18650-Akku nicht umhin – diese wird einfach anstelle des normalen Batterierohrs auf die Lampe geschraubt und erlaubt dann längere Laufzeiten. Hervorragend pimpen lässt sich die D-mini VX2 auch, was den Lampenkopf angeht. Dieser lässt sich nämlich durch den als Zubehör erhältlichen Turbo Force Head ersetzen und verdoppelt die Reichweite der Lampe auf über 400 Meter. Selbstverständlich lässt sich auch alles zusammen kombinieren (D-65v plus Turbo Force Head), und wer bereits eine D-65v Battery Tube Extension und/oder einen Turbo Force Head für die D-mini EX2 sein eigen nennt, kann diese Teile auch mit der Lumapower D-mini VX2 verwenden. Wichtig: Der Turbo Force Head für die D-mini VX ist nicht kompatibel zur D-mini VX2!
Leuchtmodi und Laufzeiten
GrößenvergleichAuch in diesem Review gibt es wieder den obligatorischen Größenvergleich mit meinen Referenzlampen Niteye EYE30 und Lumapower Signature LX: Von links nach rechts: Niteye EYE30, Lumapower D-mini VX2, und Lumapower Signature LX
Technische Details
Pro und Contra+ Universelle Energieversorgung + Möglichkeit, verschiedene Batterierohre und Extender von anderen Lumapower-Taschenlampen zu verwenden + Effizienter und neu entwickelter Treiber, der sich an die jeweilige Energiequelle optimal anpasst – Kein Holster im Lieferumfang
LuxmessungHier habe ich die nachfolgenden Werte ermittelt; für die Luxmessung kam ein frisch geladener Keeppower-Akku zum Einsatz.
BeamshotsAlle Beamshots wurden mit einem frisch geladenen 16340-Akku aufgenommen. Zuerst folgen die Bilder mit dem Standardlampenkopf, danach ist die D-mini VX2 mit Turbo Force Head zu sehen. Standardlampenkopf Turbo Force Head
VideoDas folgende Video aus unserer Serie Helle Taschenlampen@Night zeigt die Lumapower D-mini VX2 im praktischen Einsatz mit beiden Lampenköpfen (Standard u. Turbo Force Head) bei Nacht: Lumapower D-mini VX2 nightly video review
FazitMit der D-mini VX2 bleibt Lumapower der Tradition der “Pocket Rocket” treu und hievt mit einem aktualisierten technischen Unterbau (XM-L2-LED, neuer Treiber und Lampenkopf/Reflektor) eine erprobte EDC-Taschenlampe auf den momentanen Stand der Taschenlampen-Technik. Durch den schmaleren Lampenkopf ist die D-mini VX2 auf jeden Fall deutlich hosentaschenkompatibler als beispielsweise die Lumapower D-mini EX2. Bedingt durch die Erweiterungsmöglichkeiten ist auch die D-mini VX2 ein kleiner Tausendsassa. Die Wandlungsfähigkeit reicht zwar nicht ganz an die Möglichkeiten der IncenDio V3U heran, ist aber für die meisten Einsatzbereiche aus meiner Sicht mehr als ausreichend. Hinzu kommt, dass Lumapower die Kompatibilität zu bereits vorhandenen Komponenten wie der D-65v Battery Tube Extension oder dem Turbo Force Head beibehalten hat, denn wer dieses Zubehör bereits besitzt, kann es auch mit der D-mini VX2 verwenden und spart sich dadurch neue Investitionen. Auch was die Helligkeiten und Laufzeiten angeht, hat Lumapower dank eines neuen Treiber deutlich nachgelegt. So beträgt beispielsweise die Laufzeit mit einer CR123A-Batterie 3000 Minuten auf Stufe Low, was ich für einen recht ordentlichen Wert halte. Eine gute Figur macht die Lumapower D-mini VX2 überall dort, wo kleine Maße und große Helligkeit bzw. lange Laufzeiten gefragt sind. Egal, ob bei der abendlichen oder morgendlichen Hunderunde in der dunklen Jahreszeit, beim Geocaching, Wandern, Camping oder sonstigen Outdoor-Aktivitäten: Die Reichweite dürfte auch mit dem regulären Lampenkopf für viele Anwendungsbereiche ausreichend sein, und wer seine Lampe wirklich richtig pimpen möchte, kann dies mit dem Turbo Force Head und der D-65v Battery Tube Extension tun – im Video zur D-mini VX2 sieht man die Unterschiede zwischen normalem Lampenkopf und Turbo Force Head deutlich.
Bezugsquelle |
Produktankündigung: XTAR XP4 4-Schacht-Ladegerät für Lithium-Ionen/NiMH-Akkus mit Power Pack-Funktion
Das XTAR XP4 ist ein Multifunktionsladegerät mit vier voneinander unabhängigen Ladeschächten, mit dem sowohl Lithium-Ionen-Akkus als auch NiMH-Akkus geladen werden können. Wie auch schon beim XTAR WP2s wird eine große Anzahl von Akkutypen unterstützt, was das XTAR XP4 zu einem sehr flexiblen und universellen Ladegerät macht. Im Gegensatz zum XTAR WP2 II bietet das XTAR XP4 darüber hinaus die Möglichkeit, als mobiles Power Pack (5.0V/1.0A) zu fungieren und damit per USB angeschlossene mobile Endgeräte wie Smartphones usw. mit Hilfe eines eingelegten 18650-Akkus zu laden. Die Stromversorgung wird beendet, sobald die Kapazität des Akkus weniger als 3V beträgt. Ein weiterer Vorteil ist nun, dass für kleinere Akkus keine Spacer mehr verwendet werden müssen, da sich die Ladeschächte automatisch der Größe des eingelegten Akkus anpassen. Ebenfalls sehr interessant ist eine Funktion, die von Xtar als 0V activation bezeichnet wird: Damit lassen sich Akkus, bei denen die Schutzschaltung ausgelöst wurde, wieder zurücksetzen und weiterverwenden. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass XTAR mit dem neuen XP4 ein sehr interessantes Ladegerät auf den Markt gebracht hat. Vorbei die Zeiten, wo für unterschiedliche Akkus (Lithium-Ionen/NiMH) verschiedene Ladegeräte benötigt wurden – mit dem XTAR XP4 lassen sich nun alle üblichen Formate laden, und das sogar mit bis zu 1A Ladespannung, was den Ladevorgang deutlich beschleunigt. Das XTAR XP4 ist in Kürze im MSITC Shop erhältlich, Vorbestellungen sind möglich und empfehlenswert. |
Review: Lumapower CT One XM-L2 580 Lumen max.
EinführungMit der CT One (CT = Compact Technical) hat Lumapower eine sehr interessante Taschenlampe auf den Markt gebracht, die mit Merkmalen aufwarten kann, die andere Hersteller nicht im Portfolio haben. Die Lumapower CT One ist kein Lumenkraftprotz mit mehreren tausend Lumen, sondern wird vom Hersteller als kompakte taktische Lampe positioniert. Technisch betrachtet ist sie mit maximal 580 Lumen und einer XM-L2-LED jedenfalls auf der Höhe der Zeit. Obgleich die Lumapower CT One für den Betrieb mit Lithium-Ionen-Akkus vom Typ 14500 optimiert wurde, ist sie hinsichtlich der Energieversorgung ein kleiner Tausendsassa, denn sie lässt sich außer mit 14500-Akkus auch noch mit Batterien bzw. Akkus betreiben, doch dazu später mehr.
Verpackung und ZubehörAusgeliefert wird die Lumapower CT One nicht in der bekannten Lumapower-Verpackung, sondern in einem schwarzen Plastikcase, das zwar spritzwassergeschützt, aber nicht wasserdicht ist. Nichtsdestotrotz gefällt mir die Box, da neben der Lampe auch noch weiteres Zubehör wie beispielsweise Akkus oder Batterien hineinpassen. Im Lieferumfang enthalten sind:
Ein Holster findet man nicht in der Verpackung, laut Lumapower wird jedoch an einem passenden Holster gearbeitet. Was für alternative Befestigungsmöglichkeiten es (nicht nur) für die Lumapower CT One gibt, zeige ich noch weiter unten. Apropos Zubehör: Ich greife hier ein wenig voraus, aber da es an dieser Stelle auch passt, möchte ich es hier nicht unerwähnt lassen – voraussichtlich im Oktober 2013 wird die E65 Battery Extension Tube als Zubehör lieferbar sein, also ein Batterierohr, mit dem die CT One dann auch mit einem 18650-Akku betrieben werden kann.
Erster EindruckSchick, würde ich sagen. Wenngleich die mit einer GITD-Gummikappe ausgestatteten Schalter vielleicht nicht jedermanns Geschmack treffen, so sind sie auf jeden Fall praxistauglich. Im Gegensatz zu Lampen mit Seitenschalter, die mit einer schwarzen Gummikappe versehen sind, leuchten diese nämlich in der Dunkelheit, was das Auffinden der Schalter deutlich erleichtert – das gilt inbesondere für den Seitenschalter. Als Farbe kommt hier nicht das klassische Schwarz zum Einsatz, sondern ein grauer Farbton, der auch bei anderen Lumapower-Taschenlampen wie der LM32 oder der IncenDio V3U Verwendung findet. Ich erwähne das deshalb ausdrücklich, weil dieses kompatible Farbschema noch in einem anderen Zusammenhang wichtig ist, doch dazu gleich mehr. Im Gegensatz zu den meisten anderen Lampen im Kompaktsegment ist die Lumapower CT One mit einem SMO-Reflektor ausgestattet, der eine etwas höhere Reichweite als ein OP-Reflektor erlaubt. In Kombination mit der XM-L2-LED und der höchsten Leuchtstufe ist die Reichweite für eine so kompakte Lampe aus meiner Sicht ganz ordentlich, aber Wunder darf man natürlich angesichts des kleinen Reflektors auch nicht erwarten – man erkennt zwar beim Whitewall-Beamshot einen Spot, aber dennoch hat die CT One eher ein flutiges Lichtbild. Noch ein Wort zur Materialstärke: Die Lumapower CT One ist etwas schwerer als vergleichbare Taschenlampen, was der robusten Konstruktion geschuldet ist. Ohne das Thema näher vertiefen zu wollen, eignet sich die CT One auch hervorragend als Kubotan.
VerarbeitungHier gibt es aus meiner Sicht nichts auszusetzen. Die Anodisierung ist fehlerfrei aufgebracht, und die Lampe lässt sich ohne große Kraftanstrengung auf- und zuschrauben, da das Gewinde ausreichend gefettet ist. Die Ausstattung mit Bezel und Tailcap aus silber verleiht der Lumapower CT One einen eleganten Touch. Darüber hinaus ist die Wandstärke des Lampenkörpers – wie oben schon erwähnt – neben der gesamten Verarbeitungsqualität so beschaffen, dass die CT One sicher auch härtere Einsätze klaglos übersteht.
User InterfaceBeim User Interface der CT One hat Lumapower das Rad nicht neu erfunden, sondern auf bewährtes zurückgegriffen, und zwar auf das sog. Smart Switch-Konzept der MRV SideKick IV. Ein- und ausgeschaltet wird die Lumapower CT One mittels Clicky am Lampenende, und die Auswahl der einzelnen Leuchtmodi erfolgt über den Seitenschalter. Im Gegensatz zu Modellen wie MRV SideKick III-Ultra oder Signature GX/LX sind reguläre Leucht- und Blinkmodi jedoch getrennt voneinander untergebracht und per Smart Switch erreichbar. Smart Switch bietet zwei Hauptmodi, die als Mode A und Mode B bezeichnet werden. Innerhalb dieser Hauptmodi gibt es nun weitere Modi, die schnell erreicht werden können. Während Mode A Zugriff auf die regulären Leuchtmodi in verschiedenen Abstufungen erlaubt, beinhaltet Mode B die Blinkmodi. Demgemäß wird die Lumapower CT One wie folgt bedient: 1. Ein- und ausschalten der Lampe erfolgt über den Clicky am Lampenende 2. Die beiden Hauptmodi werden aktiviert, indem der Seitenschalter für zwei Sekunden gedrückt gehalten wird 3. Wenn ein Hauptmodus (Mode A oder Mode B) aktiviert wurde, können die einzelnen Modi durch schnelles Drücken des Seitenschalters selektiert werden Ein versehentlicher Wechsel ist übrigens kaum möglich, da man den Seitenschalter zwei Sekunden lang drücken muss.Dank Mode Memory wird der letzte Zustand gespeichert, so dass man beispielsweise auch direkt den Tactical Strobe nach dem Einschalten zur Verfügung hat, sofern dieser Modus vor dem Ausschalten aktiviert war.
BesonderheitenWie in der Einleitung schon angekündigt, zeichnet sich die Lumapower CT One trotz ihrer kompakten Größe durch einige interessante Ideen und Merkmale aus, die ich nun näher vorstellen möchte. In der Standardkonfiguration bzw. im Auslieferungszustand ist die CT One zunächst einmal eine Taschenlampe, die mit einer AA-Batterie, einem NiMH-Akku oder einem 14500-Akku betrieben werden kann, wobei die höchste Leuchtleistung von 580 Lumen mit einem 14500-Akku erreicht wird. Doch damit nicht genug: Da Lumapower für die CT One eine völlig neue Steuerungselektronik entwickelt hat, zeigt sich dieses Lämpchen sehr flexibel, was die Energieversorgung angeht. Wer seine Lumapower CT One gerne mit anderen Batterien bzw. Akkus betreiben möchte, kann dies problemlos mit Hilfe des folgenden und optional erhältlichen Zubehörs tun:
Dieses Feature ist aus meiner Sicht eine spitzenmäßige Geschichte, da bereits vorhandene Komponenten von anderen Lumapower-Taschenlampen verwendet werden können, was die Sache unter ökonomischen Gesichtspunkten sehr interessant macht. Bereits jetzt (Stand September 2013) ist das Batterierohr der LM32 als Zubehör erhältlich, und Besitzer einer IncenDio V3U/+ und/oder eines I-65 Battery Tube Extenders können ihr vorhandenes Zubehör sofort mit der Lumapower CT One weiter verwenden. Geplant ist seitens Lumapower, das Batterierohr der IncenDio V3U/+ zu einem späteren Zeitpunkt auch separat als Zubehör zu verkaufen. Last but not least gibt es mit dem E65 Battery Tube Extender noch ein Batterierohr für den Betrieb mit einem 18650-Akku, das speziell für die CT One konzipiert wurde und ebenfalls im Oktober 2013 als Zubehör erhältlich sein soll. Lumapower CT One mit IncenDio V3U-Batterierohr Lumapower CT One mit LM32-Batterierohr Lumapower CT One mit I-65 Battery Tube Extender So, das war jetzt bislang aber nur die halbe Miete. Jetzt wird es nämlich noch viel interessanter: Lumapower hat einen hohen Entwicklungsaufwand in den neuen Treiber der CT One gesteckt, und dieser Aufwand macht sich meiner Meinung nach voll und ganz bezahlt. Mit einem Feature, das von Lumapower als “Auto Switch” bezeichnet wird, passt sich die Lampe automatisch und ohne weiteres Zutun des Nutzers dem verwendeten Batterie- bzw. Akkutyp an und justiert ihre Elektronik so, dass jeweils die bestmöglichen Laufzeiten erreicht werden. Bei Betrieb mit 2 x AA-Zellen erreicht die Lumapower CT One beispielsweise 300 Lumen (höchster Leuchtmodus) bei einer Laufzeit von zwei Stunden, was ich für ein sehr gutes Ergebnis halte. Falls es jemand gerne noch etwas technischer hätte, dann verweise ich an dieser Stelle auf die Laufzeitdiagramme, die ich diesbezüglich von Lumapower erhalten habe und die im nächsten Abschnitt vorzufinden sind. Dort kann mehr schön erkennen, wie die CT One sich jeweils auf Batterie-, NiMH- und Lithium-Ionen-Betrieb einstellt.
Leuchtmodi und LaufzeitenIch hatte gerade erwähnt, dass die Lumapower CT One dank ihrem neu entwickelten Treiber in der Lage ist, sich optimal an die verwendete Energiequelle anzupassen. Technisch betrachtet sieht die Bestromung der Lampe dann so aus:
Nun zu den Leuchtmodi und Laufzeiten: Mode A (Leuchtmodi)
Mode B (Blinkmodi)
Der Lowest Mode (Level 5) eignet sich vor allem für Einsätze bei Dunkelheit sehr gut, da er mit über ca. 12 Lumen noch genügend Licht zum Kartenlesen oder für Stationsbeschreibungen bei Nachtcaches liefert und eine Eigenblendung dennoch verhindert.
GrößenvergleichAuch in diesem Review gibt es wieder den obligatorischen Größenvergleich mit meinen Referenzlampen Niteye EYE30 und Lumapower Signature LX: Von links nach rechts: Niteye EYE30, Lumapower CT One, und Lumapower Signature LX
Technische Details
Pro und Contra+ Universelle Energieversorgung + Möglichkeit, verschiedene Batterierohre und Extender von anderen Lumapower-Taschenlampen zu verwenden + Effizienter und neu entwickelter Treiber, der sich an die jeweilige Energiequelle optimal anpasst – Kein Holster im Lieferumfang
Alternative BefestigungsmöglichkeitenIch hatte weiter oben schon kurz angedeutet, dass ich für kleine und auch etwas größere Taschenlampen durchaus auch noch andere Befestigungsmöglichkeiten sehe. Eine davon ist z.B. die Befestigung am Karabiner oder einem Umhängeband, von dem die angehängte Lampe mitsamt Schlüsselring schnell entfernen kann:
LuxmessungHier habe ich die nachfolgenden Werte ermittelt; für die Luxmessung kam ein frisch geladener Keeppower-Akku (14500) zum Einsatz.
BeamshotsAlle folgenden Beamshots wurden mit einem frisch geladenen 14500-Akku aufgenommen, und da die Outdoor-Beamshots meiner Meinung nach nicht das komplette Lumenspektrum der CT One wiedergeben, gibt es auch noch Indoor-Beamshots in allen fünf Leuchtmodi. Outdoor Indoor CT One Ultra Mode |
Produktankündigung: Lumapower CT-One XM-L2 580 OTF-Lumen max.
Die Lumapower CT-One ist das neueste Pferd im Hause Lumapower und bietet einige Besonderheiten. Standardardmäßig ist die CT-One (Compact Technical One) für den Betrieb mit einer AA-Zelle (Batterie, NiMH- oder 14500-Akku) ausgelegt, wobei die höchste Leistung von 580 OTF-Lumen (über 600 LED-Lumen) bei Verwendung eines Lithium-Ionen-Akkus vom Typ 14500 erzielt wird. Darüber hinaus hat die Lumapower CT-One aber noch deutlich mehr zu bieten, denn sie lässt sich alternativ auch mit folgenden Batterierohren betreiben:
Besitzer einer LM32 oder einer IncenDio V3U/+ können also Komponenten ihrer bereits vorhandenen Taschenlampen problemlos mit der CT One weiter verwenden. Doch das ist nicht noch nicht alles, denn für die CT-One hat Lumapower auch einen völlig neuen Treiber entwickelt, der sich nicht nur durch hervorragende Effizienz auszeichnet, sondern sich auch automatisch und ohne weiteres Zutun des Anwenders auf die verwendete Energiezelle einstellt und damit in jedem Betriebsmodus optimale Laufzeit und Helligkeit liefert. Laufzeiten und LeuchtstufenMode A (Leuchtmodi)
Mode B (Blinkmodi)
Technische Details
BezugsquelleErhältlich ist die neue Lumapower CT-One in Kürze im MSITC Shop. |
Lumapower IncenDio V3U: Kauftipp beim EDC-Taschenlampenvergleich in der gear 3/2013
In der aktuellen Ausgabe der Outdoor-Zeitschrift gear (September/Oktober 2013) wurden sechs Taschenlampen im EDC-Format getestet. Teilgenommen haben folgende Modelle:
Als einzige getestete Taschenlampe hat die Lumapower IncenDio V3U den Kauftipp der gear erhalten, was mich als Lumapower-Importeur besonders freut. Die Lumapower IncenDio V3U ist allerdings auch ein echter Tausendsassa mit Features, die andere Taschenlampen in diesem Marktsegment nicht bieten.
So kann die Lumapower IncenDio V3U beispielsweise auch mit Hilfe des I-65 Extenders mit einem 18650-Akku betrieben werden, was deutlich längere Laufzeiten ermöglicht.
Außerdem lässt sich die IncenDio V3U mit dem GT All-in-one upgrade kit noch zu einem echten Hosentaschen-Thrower mit Turbo Force Head umbauen, der eine deutlich höhere Reichweite als der normale Lampenkopf der IncenDio V3U ermöglicht.
Die Lumapower IncenDio V3U ist nicht nur in Cool White, sondern auch in Neutral White erhältlich. Außerdem ist die Lumapower IncenDio V3U auch als Limited Edition mit XM-L-LED verfügbar, die erstaunliche 580 Lumen(!) in der höchsten Leuchtstufe bietet. |
Lampenvergleich: Niwalker Black Light Vostro BK-FA01 vs. SupBeam K40 L2
Nachdem von Kundenseite der Wunsch aufkam, die Niwalker Black Light Vostro BK-FA01 mit der SupBeam K40 L2 zu vergleichen, möchte ich dem gerne nachkommen. Da ich in meinen Reviews zu beiden Modellen schon das wichtigste zusammengefasst habe, möchte ich mich hier auf die groben Unterschiede beschränken und verweise stattdessen auf die entsprechenden Reviews: Review Niwalker BK-FA01: http://helle-taschenlampen.de/threads/review-niwalker-black-light-vostro-bk-f01-xm-l2-1280-ansi-lumen-bk-fa02-mt-g2-2420-ansi-lumen.220/ Review SupBeam K40: http://helle-taschenlampen.de/threads/review-supbeam-k40-xm-l-u2-1147-lumen-max.189/ Wichtig: In meinem SupBeam K40-Review habe ich die erste Version der K40 mit XM-L U2-LED vorgestellt, die aktuelle Ausführung der K40 mit XM-L2-LED ist heller – davon abgesehen sind die beiden Modelle technisch identisch. Unterschiede zwischen Niwalker BK-FA01 und SupBeam K40 L2Nun, wie eingangs erwähnt, möchte ich die wesentlichen Punkte zusammenfassen. Die Niwalker BK-FA01 ist ganz klar größer und schwerer als die SupBeam K40 L2, was ich aber nicht als Nachteil ansehe. Der Grund dafür ist schlicht und ergreifend der, dass die Niwalker BK-FA01 zum einen mit vier 18650-Akkus betrieben wird und zum anderen einen größeren Lampenkopf bzw. Reflektor besitzt, was sich natürlich auch direkt auf die Luxwerte auswirkt:
Die Luxwerte dürften für sich sprechen, die Niwalker BK-FA01 schneidet hier im direkten Vergleich eindeutig besser ab. Kommen wir nun zu den Laufzeiten: Niwalker BK-FA01Laufzeiten und Leuchtmodi
SupBeam K40 L2Leuchtmodi und Laufzeiten
Auf dem Papier mag es zunächst so aussehen, als hätte die SupBeam K40 L2 bei der maximalen Laufzeit die Nase vorn, aber in der Praxis sieht das anders aus. Zum einen hat SupBeam einfach nur die Lumenwerte gegenüber der SupBeam K40 XM-L U2 geändert und die Laufzeiten nicht angepasst, und zum anderen schaltet die SupBeam K40 L2 im Vergleich mit der Niwalker BK-FA01 nach einer gewissen Zeit (wird von SupBeam nicht spezifiert) herunter (Step down). Im Gegensatz dazu wurde die Niwalker Black Light Vostro BK-FA01 von Anfang an so entwickelt, dass sie auch im höchsten Leuchtmodus dauerbetriebsfest ist und nicht nach wenigen Minuten herunterregelt, wie es die SupBeam K40 L2 tut. Last but not least ist die Niwalker Black Light Vostro BK-FA01 auch deutlich toleranter, was 18650-Akkus mit 3400 mAh angeht. Diese Akkus basieren in der Regel auf der Panasonic 18650B-Zelle und sind je nach Hersteller etwas dicker, so dass sie nicht in jede Taschenlampe passen. Die Niwalker BK-FA01 lässt sich auch problemlos mit meinen Referenz-Akkus Keeppower 18650 3400 mAh bestücken, während sie hingegen in der SupBeam K40 L2 nicht funktionieren, weil der Akku-Käfig dann nicht mehr in das Batterierohr passt. FazitUm es gleich vorweg zu nehmen: Technisch sind beide Lampen sehr gut, doch mittlerweile bin ich der Meinung, dass die Summe der oben aufgeführten Faktoren das Pendel mehr zur Niwalker BK-FA01 ausschlagen lässt. Sie ist zwar teurer und benötigt vier Akkus zum Betrieb, erfordert dafür aber keine mögliche Neuinvestition in 18650-Akkus, weil schon vorhandene Akkus mit 3400 mAh Kapazität nicht in den Akku-Käfig passen. Außerdem regelt die Niwalker BK-FA01 auf der höchsten Leuchtstufe nicht herunter, sondern liefert dank eines großen Kühlkörpers am Lampenkopf eine konstante Leuchtleistung, bis die Akkus erschöpft sind. Wer seine Taschenlampe maximal ein paar Minuten auf höchster Stufe laufen lässt, den mag das nicht weiter stören, aber im professionellen Umfeld (Rettungsdienste, Wach- und Sicherheitsdienste, Polizei usw.) spielt das sehr wohl eine Rolle. |
Review: EagleTac SX25L3 XM-L2 (1505 LED-Lumen) und EagleTac SX25L3 MT-G2 P0 (2750 LED-Lumen)
EinleitungGrundsätzlich sind Hochleistungstaschenlampen, die mit drei 18650-Akkus befeuert werden, heutzutage nichts besonderes mehr. Nichtsdestotrotz ist es EagleTac mit der neuen SX25L3-Serie gelungen, schon vorab für glänzende Augen bei vielen Flashaholics zu sorgen, woran auch die brandneue CREE MT-G2-LED nicht ganz unschuldig ist. In der Vergangenheit waren Flooder (Taschenlampen mit Schwerpunkt auf breitflächiger Ausleuchtung ohne besonders hohe Reichweite) in der Regel mit mehreren XM-L-LEDs ausgestattet, um ein entsprechendes Lichtbild zu erzeugen, was jedoch oftmals mit gewissen Artefakten im Spill einherging. Die EagleTac SX25L3 MT-G2 P0 ist nun eine der ersten Taschenlampen, die mit lediglich einer einzigen LED das gleiche Ergebnis erzielen wollen, und das sogar noch in einer eher neutralweißen Lichtfarbe, während die SX25L3 XM-L2 ein kompakter Thrower mit der aktuellen XM-L2-LED ist. Wie sich beide Lampen in der Praxis schlagen und was vor allem die SX25L3 MT-G2 P0 zu bieten hat, soll Gegenstand dieses Reviews sein. Wie immer gilt: Die Luxmessung stammt von mir, die restlichen Angaben wie Laufzeit, Lumen usw. stammen von der EagleTac-Homepage.
Verpackung und ZubehörWie bei den meisten anderen Taschenlampen von EagleTac gibt es auch die SX25L3-Modelle als Kit- und Base-Variante. Der große Unterschied zwischen Kit und Base ist zunächst mal der Preis (Kit ist teurer), aber auch der Lieferumfang. Leistungsmäßig sind beide Modelle jedoch gleich, hier gibt es keinen Unterschied. Beide Modelle werden in einer Pappschachtel ausgeliefert und enthalten je nach Version (Kit oder Base) folgendes Zubehör: Base:
Zusätzlich bei der Kit-Version:
Auch das Holster der EagleTac SX25L3 gehört zu den besser verarbeiteten, die Lampe passt jedoch ohne große Gewaltanwendung nur mit dem Kopf nach oben hinein. Wichtig: Auf den meisten Bildern ist die SX25L3 mit Edelstahlbezel zu sehen – dieser ist jedoch wie gesagt nur in der Kit-Variante enthalten, in der Base-Version ist er nicht abnehmbar und außerdem schwarz.
Erster EindruckEagleTac-Taschenlampen genießen nicht ohne Grund einen sehr guten Ruf hinsichtlich ihrer Qualität, und das ist auch bei der neuen SX25L3-Serie nicht anders. Die Lampen machen einen hochwertigen und stabilen Eindruck, und ich bin mir sicher, dass sie auch härtere Einsätze gut überstehen. Die Anodisierung ist ohne Makel, die LED ordentlich zentriert und die Gewinde sind sauber geschnitten, ganz so, wie es sich gehört und wie man es auch von einer Taschenlampe in dieser Preisklasse erwarten kann. Links: SX25L3 MT-G2, rechts SX25L3 XM-L2
Bedient werden die EagleTac SX25L3 XM-L2 sowie die EagleTac SX25L3 MT-G2 über das Drehen des Lampenkopfes, ein- und ausgeschaltet werden sie mit dem Seitenschalter. Ein pfiffiges Feature ist meiner Meinung nach die mitgelieferte Tailcap mit Clicky (nur Kit-Version), die sich anstelle der flachen Standard-Tailcap aufschrauben lässt – damit lässt sich die EagleTac SX25L3 auch ganz konventionell über den Schalter am Lampenende ein- und ausschalten, falls das jemand bevorzugen sollte. Der Seitenschalter ist darüber hinaus noch für weitere Konfigurationseinstellungen zuständig, die sich entweder auf das User Interface oder die Settings der Lampe beziehen, doch dazu mehr im Abschnitt User Interface. Ebenfalls nur Bestandteil der Kit-Version sind aufschraubbare Farbfilter in den Farben rot, grün, gelb und blau sowie ein Diffusor. Um die Filter bzw. den Diffusor zu verwenden, muss lediglich der Edelstahlbezel am Lampenkopf abgeschraubt werden.
GrößenvergleichWie üblich gibt es hier den Größenvergleich mit meinen Referenzlampen Niteye EYE30 und Lumapower Signature LX. Außerdem durfte dieses Mal auch die Niwalker Black Light Series Vostro BK-FA01 mit aufs Gruppenfoto, damit man auch hier deutlich den Größenunterschied gegenüber der EagleTac SX25L3 erkennen kann. Größenvergleich (v.l.n.r): Niwalker BK-FA01, EagleTac SX25L3, Niteye EYE-30 und Lumapower Signature LX
AkkukompatibilitätDa ich regelmäßig Anfragen wie “Passt mein Akku vom Typ xyz auch in die im Review vorgestellte Taschenlampe?” erhalte, gibt es in Zukunft in jedem Review noch eine kurze Übersicht über Akkus, die ich mit der entsprechenden Lampe getestet habe. Ich möchte allerdings auch gleich vorausschicken, dass ich hier keine Sammlung von dreißig Akkus habe, sondern mich auf die bei uns im Shop erhältlichen Akkus konzentrieren werde.
Ein ganz wichtiger Punkt, auf den ich an dieser Stelle etwas detaillierter eingehen möchte, ist das Thema Akkus. Wer meint, dass er sich einen Gefallen tut, wenn er seine frisch erworbene EagleTac SX25L3 mit sagenhaften eBay-XYZ-Akkus mit 4000 mAh für zwei Euro das Stück betreibt, der sollte sich nochmal ernsthaft Gedanken darüber machen. Der Umgang mit Lithium-Ionen-Akkus ist nicht ganz ohne – das gilt auch schon für Taschenlampen, die mit einem oder zwei 18650-Akkus betrieben werden. Da es im Internet genug Informationen zum Thema "Richtiger Umgang mit Lithium-Ionen-Akkus" gibt, verweise ich an dieser Stelle auf weiterführende Informationen und beschränke mich hier auf die wichtigsten Punkte:
SonstigesAdäquat zur kleineren GX25A3 kann auch die EagleTac SX25L3 in einigen Punkten konfiguriert werden auf die ich im folgenden näher eingehen möchte. 1. Die EagleTac SX25L3 besitzt neben dem Regular Mode auch einen Tactical Mode. Beide Modes können wie folgt vertauscht werden: a) Erste Leuchtstufe aktivieren, dann auf die zweite Leuchtstufe umschalten b) Nun muss der Lampenkopf innerhalb von fünf Sekunden mindestens zehnmal zwischen der ersten und zweiten Leuchtstufe hin- und hergedreht werden Klingt zunächst etwas kompliziert, ist es aber nicht. Außerdem wird man diese Prozedur üblicherweise nicht täglich durchführen, sondern einmal, um vom Tactical Mode in den Regular Mode oder vice versa zu wechseln. 2. Energiesparmodus: Standardmäßig ist der Energiesparmodus aktiv, d.h. die SX25L3 schaltet nach 200 Sekunden Betrieb im Turbo Modus den Output um 25% herunter. Wer das nicht mag, der kann den Energiesparmodus auch deaktivieren, so dass der Output lediglich um 10% heruntergeschaltet wird. Um dieses Feature ein- und auszuschalten, muss die Lampe in der dritten Leuchtstufe eingeschaltet werden. Anschließend wird der Lampenkopf mindestens 10-mal zwischen der zweiten und dritten Leuchtstufe hin- und hergedreht. 3. Instant Turbo Output: Ermöglicht aus jeder Betriebsart und jedem Level heraus die sofortige Aktivierung des Turbo Mode. Dazu muss lediglich bei eingeschalteter Taschenlampe der Seitenschalter gedrückt werden; sobald dieser losgelassen wird, schaltet die EagleTac SX25L3 sofort in den vorhergehenden Leuchtmodus um. Ich halte das für ein ganz nettes Features, denn so erspart man sich einmal das Drehen des Lampenkopfes, um auf normale Art und Weise in den Turbo Mode zu wechseln. 4. Instant Strobe: Damit kann aus jedem Level heraus (und auch bei ausgeschalteter Lampe) der Strobe-Modus aktiviert werden, indem der Seitenschalter zweimal gedrückt und gehalten wird. Sobald der Seitenschalter losgelassen wird, schaltet die SX25L3 auf den zuletzt verwendeten Modus zurück. Wie auch bei anderen EagleTac-Lampen gilt, dass die SX25L3 am besten mit Akkus mit einem erhöhten Pluspol betrieben wird, Flathead-Akkus funktionieren damit entweder nur teilweise oder gar nicht. Zur Erwärmung möchte ich noch anmerken, dass diese bei der EagleTac SX25L3 MT-G2 deutlicher spürbar ist als bei der EagleTac SX25L3 XM-L2. Schon nach wenigen Minuten im High Mode wird der Lampenkopf ziemlich heiß, was jedoch nicht tragisch ist: Zum einen ist das ein Zeichen von guter Wärmeableitung, und zum anderen schalten beide Lampen je nach eingestelltem Energiesparmodus nach ca. 200 Sekunden die Leuchtleistung um 25% bzw. 10% im Turbo Mode herunter. Nichtsdestotrotz möchte ich an dieser Stelle ganz klar zum Ausdruck bringen, dass speziell die SX25L3 MT-G2 aus meiner Sicht kein Suchscheinwerfer für stundenlange Einsätze ist, da aufgrund der Größe keine entsprechenden Kühlrippen und erweiterten Wärmeableitungsmöglichkeiten wie beispielsweise bei der Niwalker Vostro BK-FA02 vorhanden sind, die ebenfalls mit einer MT-G2-LED ausgestattet ist. Auch sollte man darauf achten, dass man nach längerer Betriebszeit in einem der oberen Leuchtmodi nicht unbedingt an den Lampenkopf fasst, denn der erwärmt sich wie gesagt deutlich.
Bedienung/User InterfaceDie EagleTac SX25L3 wird – wie oben bereits erwähnt – über einem Seitenschalter direkt am Lampenkopf ein- und ausgeschaltet. Wie bei EagleTac üblich, erfolgt auch die Bedienung der SX25L3 über den Lampenkopf. Selbst wenn sich die Handhabung der einzelnen Modi etwas umständlich anhören sollte. so möchte ich an dieser Stelle gleich darauf hinweisen, dass man gar nicht alles einstellen muss, was die Lampe an Möglichkeiten bietet. Ich für meinen Teil benötige z.B. keine versteckten Blinkmodi, mit den drei regulären Leuchtmodi bin ich ausreichend bedient. Nichtsdestotrotz möchte ich kurz erläutern, welche Optionen die EagleTac SX25L3 so bietet. Grundsätzlich kennt die SX25L3 zwei Hauptbetriebsmodi, die als Regular Mode und als Tactical Mode bezeichnet werden. Es mag sicherlich Anwendungsbereiche für den Tactical Mode geben, ich für meinen Teil halte den Regular Mode mit seinen vier gut abgestuften Leuchtmodi für praxisgerechter. 1. Basisfunktionen Ein- und ausschalten der Taschenlampe erfolgt über den Seitenschalter oder wahlweise über den mitgelieferten Endkappenschalter bei der Kit-Version. Durch Drehen des Lampenkopfes wird einer von vier vordefinierten Leuchtmodi ausgewählt Der gewünschte Leuchtmodus lässt sich bereits vor dem Einschalten durch das Drehen des Lampenkopfes auf die entsprechende Position auswählen
Leuchtreihenfolge im taktischen Modus: 1. Full, 100% Output 4. Strobe 2
Leuchtreihenfolge im regulären Modus: 1. 100% Output 4. Strobe 2
2. Versteckte Modi Sollte man mal gehört haben, nutzen muss man diese Hidden Modes nicht unbedingt. Ich persönlich habe bislang noch kein sinnvolles Einsatzgebiet für einen Modus gefunden, der nur aus Geblinke, Strobe und sonstigem Gedöns besteht, was nun aber nicht heißen soll, dass es keines gibt. Die SX25L3 besitzt folgende versteckte Modi: – Strobe (I/II) Erreicht werden diese versteckten Modi, indem der Lampenkopf von der ersten Leuchtstufe (Kopf angezogen) innerhalb von einer Sekunde auf die dritte Leuchtstufe und sofort wieder zurück auf die erste Leuchtstufe gedreht wird. Sobald der Lampenkopf gelockert oder die Lampe ausgeschaltet wird, wird dieser Modus beendet.
Leuchtmodi und Laufzeiten EagleTac SX25L3 XM-LIm Regular Mode:
Im Tactical Mode:
Leuchtmodi und Laufzeiten EagleTac SX25L3 MT-G2
Im Regular Mode:
Im Tactical Mode:
Ich hatte ja weiter oben schon erwähnt, dass sowohl die EagleTac SX25L3 XM-L2 als auch die EagleTac SX25L3 MT-G2 nach ca. 200 Sekunden im Turbo Mode herunterschalten. Nichtsdestotrotz kann sich die Leuchtleistung der beiden Lampen – vor allem bei der SX25L3 MT-G2 – absolut sehen lassen. Hinzu kommt, dass die MT-G2 ein sehr angenehmes neutralweißes Licht erzeugt, dass sogar selbst mir als überzeugtem Cool White-Anhänger gut gefällt.
Technische Details SX25L3 XM-L2
Technische Details SX25L3 MT-G2 P0
LuxmessungMeine Luxmessungen weichen minimal von denen von EagleTac ab, was aber im Rahmen der üblichen Messtoleranz liegen dürfte. Ermittelt habe ich folgende Werte im Turbo Mode mit frisch geladenen Keeppower 18650 3400 mAh-Akkus: 1. EagleTac SX25L3 XM-L2: 52300 Lux@1m 2. EagleTac SX25L3 MT-G2: 26660 Lux@1m
BeamshotsAlle Beamshots wurden mit frisch geladenen Keeppower 18650 3400 mAh-Akkus und im Turbo Mode erstellt. a) EagleTac SX25L3 XM-L2 b) EagleTac SX25L3 MT-G2
VideoEin Video aus unserer Serie Helle Taschenlampen@Night zeigt die EagleTac SX25L3 XM-L2 und die EagleTac SX25L3 MT-G2 beim nächtlichen Einsatz: EagleTac SX25L3 XM-L2 at night
EagleTac SX25L3 MT-G2 at night
FazitEs gibt Taschenlampen, die man mit mehr oder weniger großem Interesse erwartet – die neue EagleTac SX25L3 gehört zweifelsohne zu den Taschenlampen, denen mit allergrößtem Interesse entgegengesehen wurde. Zu Recht, wie ich meine, denn schließlich hat EagleTac mit der SX25L3 XM-L2 sowie der SX25L3 MT-G2 aus meiner Sicht wieder eine echte Punktlandung geschafft. Die SX25L3 XM-L2 ist ein kompakter Taschenthrower, der eine ansprechende Reichweite von über 400 Metern bietet, was für die meisten Einsatzbereiche durchaus ausreichend sein dürfte. Mit der SX25L3 MT-G2 hingegen hat EagleTac einen astreinen kleinen Handscheinwerfer auf den Markt gebracht, der mit seiner Leistung zu überzeugen weiß. Waren in der Vergangenheit echte Boliden mit mehreren XM-L-LEDs notwendig, um den nahen und mittleren Bereich entsprechend gut auszuleuchten, so hat sich das mit Einführung der MT-G2-LED aus meiner Sicht grundlegend geändert. Diese LED in Zusammenarbeit mit einem entsprechend optimierten Reflektor liefert ein ein sehr angenehmes und homogenes Lichtbild ohne ausgefranste Ränder oder sonstige Artefakte im Beam. Man muss die EagleTac SX25L3 MT-G2 einmal live gesehen haben, sonst glaubt man nicht, welche gewaltige Leuchtleistung diese kompakte Taschenlampe erbringen kann. Selbst wenn die Lampe im Turbo Mode nach ca. 200 Sekunden automatisch herunterschaltet, so gehört sie auf jeden Fall mit zu den hellsten Lampen in dieser Größen- und Preisklasse. Um es auf den Punkt zu bringen: Beide Lampen haben mich vollauf begeistert und bieten für jeden Geschmack etwas – wer maximale Reichweite benötigt, greift zur SX25L3 XM-L2, und wer eine breitflächige Ausleuchtung im angenehmen Neutral White bevorzugt, ist mit der SX25L3 MT-G2 bestens bedient. Dass beide Taschenlampen auch wieder als Base- und Kit-Version erhältlich sind, rundet den sehr guten Eindruck perfekt ab.
BezugsquelleDie EagleTac SX25L3 XM-L2 und die EagleTac SX25L3 MT-G2 P0 sind im MSITC Shop erhältlich. |
Review: Niwalker Black Light Vostro BK-F01 XM-L2 (1280 ANSI-Lumen)/BK-FA02 MT-G2 (2420 ANSI-Lumen)
EinführungNach einer längeren Entwicklungszeit mit etlichen Iterationen hat Niwalker nun endlich die finalen Taschenlampen aus der neuen Black Light Vostro-Serie auf den Markt gebracht. Streng genommen kann von Taschlampen allein schon aufgrund der Größe nicht mehr die Rede sein, es handelt sich vielmehr um echte Boliden, doch dazu später mehr. Nachdem Taschenlampen mit der neuesten CREE LED-Generation (XM-L2 U2) nun schon zuhauf auf dem Markt und damit nicht mehr ganz neu sind, verhält es sich mit der CREE MT-G2 LED gänzlich anders: Die Niwalker Black Light Vostro BK-FA02 ist tatsächlich die erste Lampe mit dieser neuen LED, die ich zum Testen in der Hand hatte, und was die BK-FA02 mit dieser LED leistet, werde ich weiter unten näher erläutern. Bevor es losgeht, noch kurz ein Wort zu den beiden Lampen: Die Niwalker Black Light Vostro BK-FA01 ist mit ihrem riesigen Reflektor als Thrower konzipiert, während die Niwalker Black Light Vostro BK-FA02 hingegen eine gelungene Mischung aus Flood und Throw bei etwas weniger Reichweite bietet. Last but not möchte ich wie immer darauf hinweisen, dass alle Angaben Herstellerangaben sind, die ich von der Homepage von Niwalker übernommen habe – lediglich die Luxmessung wurde von mir selbst durchgeführt.
Verpackung und ZubehörBeide Lampen werden in einer stabilen schwarzen Pappschachtel ausgeliefert, in der sich folgendes Zubehör befindet:
Man möge mir den Vergleich verzeihen, aber Aufbewahrungsbeutel bei Taschenlampen erinnern mich immer ein wenig an die orangefarbenen Verkehrswacht-Turnbeutel in den späten 70er-Jahren. Zum Transportieren der Lampe mag das ok sein, ansonsten sehe ich ehrlich gesagt keinen tieferen Sinn darin. Das Holster tut, was ein Holster tun soll: Es erlaubt den Transport bzw. die Aufbewahrung der Lampe am Gürtel bzw. der Koppel. Immerhin wird eines mitgeliefert, was bei Taschenlampen in dieser Größenordnung nicht unbedingt Standard ist.
Erster EindruckBeim Auspacken der beiden Lampen springt einem sofort die Größe ins Auge. Wie ich eingangs schon erwähnte, ist die Bezeichnung Taschenlampe hier wohl nicht ganz richtig, denn in der Tat handelt sich um ausgewachsene Lampen, die man mit Sicherheit nicht in der Hosentasche spazieren trägt. Sieht man sich z.B. die BK-FA01 näher an, dann fällt einem als erstes der unglaublich tiefe Reflektor auf. Somit ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass Niwalker 142.000cd für diese Lampe gemessen hat, und ich kenne ehrlich gesagt keine andere Taschenlampe in dieser Größenklasse, die einerseits ein derartiges Reflektorkaliber und andererseits 135.000 Lux(!) zu bieten hat, doch dazu später mehr. Mit der CREE MT-G2-LED hat Niwalker als einer der ersten Hersteller diese neue LED verbaut, die neue Wirkungsgrade verspricht. Waren in der Vergangenheit stets mehrere XM-L-LEDs notwendig, um eine breitflächige Ausleuchtung zu erzielen, so schafft die Niwalker Black Light Vostro BK-FA02 das nun auch mit einer einzigen LED. Für Freunde von Neutral White-Taschenlampen dürfte die Tatsache besonders interessant sein, dass die CREE MT-G2-LED eher eine neutralweiße Lichtfarbe als eine kaltweiße zu bieten hat, doch auch dazu nachher noch mehr. Zusammenfassend für beide Modelle lässt sich sagen, dass Niwalker damit zwei richtig heftige Leuchtprügel auf den Markt gebracht hat. Hier wurde nicht gekleckert, sondern geklotzt, was sich natürlich auch im Gewicht bemerkbar macht. Ich bin sicher, dass man mit beiden Lampen wahrscheinlich dutzende von Nägeln in Wände schlagen könnte, ohne dass die Lampen dabei kaputt gehen würden – das ist zumindest der Eindruck, den sowohl die BK-FA01 und auch die BK-FA02 hinterlassen.
VerarbeitungVorab möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass Niwalker kein unbeschriebenes Blatt im Taschenlampensektor ist. Obgleich man bislang eher wenig von dieser Firma gehört hat, so gehören sie in Wahrheit doch zu den Herstellern bzw. OEM-Fertigern, die schon seit längerem (in diesem Fall seit 2005) im Hintergrund aktiv sind und in der Vergangenheit für andere bekannte Hersteller (z.B. Tiablo) produziert haben und es auch immer noch tun. Von daher darf man also durchaus eine gewisse Qualität erwarten, und diese wird kurz gesagt auch geboten. Nicht nur der Aufbau der Lampen ist sehr massiv, auch Qualität und Verarbeitung überzeugen. Die Anodisierung ist makellos, und die Gewinde sind sauber geschnitten und gefettet. Der Akkukäfig lässt sich problemlos und ohne Gewaltanwendung mit Akkus bestücken, auch die sonst etwas dickeren Keeppower-Akkus mit 3400 mAh passen gut hinein.
AkkukompatibilitätDa ich regelmäßig Anfragen wie “Passt mein Akku vom Typ xyz auch in die im Review vorgestellte Taschenlampe?” erhalte, gibt es in diesem Review nun erstmalig eine Sektion namens Akkukompatibilität. Hier werde ich in Zukunft angeben, mit welchen Akkus ich Lampen getestet habe und mit welchen sie funktionieren. Ich möchte allerdings auch gleich vorausschicken, dass ich hier keine Sammlung von dreißig Akkus habe, sondern ich werde mich auf die bei uns im Shop erhältlichen Akkus konzentrieren. Aus zeitlichen Gründen hat es für weitere Akkus (Efest u. Cytac) leider nicht gereicht, das werde ich aber im nächsten Review nachholen.
Obgleich Niwalker auch den Betrieb mit acht CR123A-Akkus ermöglicht, habe ich diese Konfiguration nicht getestet und empfehle sie auch nicht – warum, erkläre ich gleich im nächsten Abschnitt.
SonstigesEin ganz wichtiger Punkt, auf den ich an dieser Stelle etwas detaillierter eingehen möchte, ist das Thema Akkus. Wer meint, dass er sich einen Gefallen tut, wenn er seine frisch erworbene Niwalker Black Light Vostro BK-FA01 oder Niwalker Black Light Vostro BK-FA02 mit sagenhaften eBay-XYZ-Akkus mit 4000 mAh für zwei Euro das Stück betreibt, der sollte sich nochmal ernsthaft Gedanken darüber machen. Der Umgang mit Lithium-Ionen-Akkus ist nicht ganz ohne – das gilt auch schon für Taschenlampen, die mit einem oder zwei 18650-Akkus betrieben werden. Da es im Internet genug Informationen zum Thema "Richtiger Umgang mit Lithium-Ionen-Akkus" gibt, verweise ich an dieser Stelle auf weiterführende Informationen und beschränke mich hier auf die wichtigsten Punkte:
Da schon bei vier Lithium-Ionen-Akkus einige Dinge zu beachten sind, würde ich wirklich niemanden empfehlen, acht kleine CR123A-Akkus zu verwenden, bei denen noch mehr auf Dinge wie gleicher Ladestand geachtet werden muss. Darüber hinaus erreicht man beim Betrieb mit 18650-Akkus längere Laufzeiten – warum also sollte man sich das Gefrickel mit den kleinen Zellen antun? GrößenvergleichDer obligatorische Größenvergleich mit meinen Referenztaschenlampen Niteye EYE-30 und Lumapower Signature LX darf natürlich nicht fehlen:
Laufzeiten und LeuchtmodiBeide Lampen liefern die besten Ergebnisse hinsichtlich der Laufzeit, wenn sie mit vier 18650-Akkus betrieben werden. Im Notfall können sowohl die BK-FA01 als auch die BK-FA02 mit zwei bzw. drei 18650-Akkus betrieben werden, dann allerdings mit einer verkürzten Laufzeit. a) Niwalker Black Light Vostro BK-FA01
b) Niwalker Black Light Vostro BK-FA02
Technische Detailsa) Niwalker Black Light Vostro BK-FA01
b) Niwalker Black Light Vostro BK-FA02
BeamshotsAlle Beamshots wurden jeweils im High Mode (Level 6) mit frisch geladenen Keeppower 3400 mAh-Akkus erstellt. Das Neutral White der BK-FA02 im Vergleich zu Cool White dürfte klar erkennbar sein. a) Niwalker BK-FA01 b) Niwalker BK-FA02 VideoEin Video aus unserer Serie Helle Taschenlampen@Night zeigt sowohl die Niwalker Black Light Vostro BK-FA01 als auch die Niwalker Black Light Vostro BK-FA02 beim nächtlichen Einsatz: Niwalker BK-FA02 nightly video review
Niwalker BK-FA01 nightly video review
LuxmessungBei der Niwalker Black Light Vostro BK-FA01 scheint mein Luxmeter an seine Grenzen zu stoßen, denn mein ermittelter Luxwert von ca. 92.000 Lux weicht doch stark von dem ab, was selfbuilt sowie Niwalker selber gemessen haben. selfbuilt kommt in seinem Review auf sagenhafte 135.000 Lux(!), während Niwalker hingegen in der Ulbricht-Kugel 142.000cd gemessen hat. Aus diesem Grund übernehme ich erstmals die Luxwerte, die selfbuilt gemessen hat, denn der Mann versteht etwas von seinem Handwerk, und ich gehe auch nicht davon aus, dass er falsche Werte ermittelt hat. Bei einem Abstand von 0,5 Meter zum Luxmeter habe ich einen Wert von ca. 178.200 Lux ermittelt; es kommt also schon was aus der Lampe raus… Für die Niwalker Black Light Vostro BK-FA02 habe ich einen Wert von ca. 67400 Lux auf einen Meter Entfernung gemessen.
Pro und Contra+ Exzellente Leuchtleistung bei beiden Lampen + Holster im Lieferumfang enthalten – Kein Alukoffer im Lieferumfang enthalten
FazitKeine Frage: Mit der Vostro BK-FA01 sowie der Vostro BK-FA02 hat Niwalker zwei echte Hammerlampen auf den Markt gebracht. Während die Niwalker Black Light Vostro BK-FA01 vor allem die Thrower-Fraktion anspricht, bietet die Niwalker Black Light Vostro BK-FA02 eine exzellente Mischung aus Flood und Throw mit der Besonderheit, dass hier nicht mehrere XM-L-LEDs zum Einsatz kommen, sondern eine CREE MT-G2-LED. Das Lichtbild der MT-G2-Variante sieht meiner Meinung nach vor allem im Sidespill deutlich homogener aus als ein Beam, der von mehreren XM-L-LEDs erzeugt wurde. Obgleich die BK-FA02 eher als Flooder einstuft wird, ist ihre Reichweite mit über 500 Metern immer noch recht ordentlich, und auch der neutralweisse Lichtton steht ihr gut zu Gesicht. Beide Lampen sind zwar groß, aber Einhandbedienung ist immer noch möglich – das liegt nicht zuletzt auch den geschmeidig laufenden Selektorringen. Kurz und gut: Als EDC-Taschenlampen taugen beide nicht, aber dafür wurden sie auch nicht entwickelt. Bei der Niwalker Black Light Vostro BK-FA01 und der Niwalker Black Light Vostro BK-FA02 handelt es sich um professionelle Taschenlampen bzw. kleine Suchscheinwerfer für den professionellen Einsatz, die garantiert auch im Sicherheitsbereich/bei Wachdiensten oder im BOS-Einsatz eine gute Figur machen, denn mit diesen Lampen dürfte es kein Problem sein, im Ernstfall beispielsweise eine Scheibe einzuschlagen. Schick wäre natürlich noch ein entsprechendes Aluköfferchen zur adäquaten Unterbringung der Lampen gewesen, aber das tut der Sache keinen Abbruch und schränkt auch nicht die zweifelsohne vorhandene Leistung der Lampen ein. |